SPON: Rettungsschiff "Aquarius" Spanien nimmt 629 Flüchtlinge auf // Dazu der Pouya-Blog: Europas rechtspopulistische "Mauer" wächst! // Heribert Prantl (SZ) zum Asylverfahren - Seehofers Plan // Dazu der Pouya-Blog: Seehofers Plan! // H.A. (Name abgekürzt) antwortet Gauck // Zeit-Online: Gauck zur Zuwanderung - "Es darf keine falsche Rücksichtnahme geben"

Spiegel-Online vom 11.06.2018
Seenotrettung-Mittelmeer

Rettungsschiff "Aquarius" Spanien nimmt 629 Flüchtlinge auf

Italien verweigerte den Flüchtlingen auf dem Boot "Aquarius" die Aufnahme, Spanien nimmt die Männer, Frauen und Kinder nun auf. Sie harren seit dem Wochenende auf dem Mittelmeer aus.
Spanien nimmt alle 629 geretteten Menschen auf, die Italien und Malta abgelehnt haben. Europa (Italien, Malta) sollte sich schämen. Das Foto ist aus dem Video von Spiegel-Online und wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt.
Am Wochenende gerieten 629 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in Seenot. Italien und Malta weigerten sich zwei Tage lang, die Menschen aufzunehmen.

Nun kündigte Spaniens neuer, sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez an, die 629 Flüchtlinge an Land zu lassen und sich um sie zu kümmern.

Das Schiff dürfe im Hafen von Valencia an der Ostküste Spaniens anlegen, "um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern", sagte er.

Die neue populistische Regierung Italiens hatte sich zuvor geweigert, dem Rettungsschiff die Einfahrt in die Häfen des Landes zu gestatten. Die von den Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betriebene "Aquarius" harrte deshalb seit dem Wochenende im Mittelmeer aus. Unter den Geretteten finden sich 123 unbegleitete Minderjährige.

Zwischen den Regierungen Maltas und Italiens besteht seit 2014 eine inoffizielle Vereinbarung, dass keine Geretteten mehr nach Malta gebracht werden. Die Hintergründe des Deals wurden aber nicht öffentlich gemacht. In den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 600.000 Menschen Italien mit Flüchtlingsbooten erreicht, die meisten aus Afrika.

Insgesamt sind am Wochenende mehr als tausend Menschen von seeuntauglichen Booten im Mittelmeer gerettet worden. 

Die Migranten waren auf der zentralen Route zwischen Libyen und Italien sowie im Westen zwischen Marokko und Spanien unterwegs. Die Retter bargen auch mindestens vier Leichen.

dop/AFP/Reuters/dpa

Hier der Link zum Artikel von Spiegel-Online vom 11.06.2018 >>>
Rettungsschiff "Aquarius" Spanien nimmt 629 Flüchtlinge auf / Spiegel-Online vom 11.06.2018



Dazu der Pouya-Blog:

Horst Berndt, Juni 2018
Europas rechtspopulistische "Mauer" wächst!  

In Italien haben wir nun eine rechtspopulistische Regierung, wir werden uns noch wundern, was diese Regierung alles beschließen wird. Ich erwähnte das hier an anderer Stelle schon. Diese rechtspopulistische Regierung in Italien ist eher noch weiter rechts einzustufen, als die CSU/AfD hier in Deutschland. Was das für die Seenotrettung zu bedeuten hat, sehen wir ja gerade.

In Spanien haben wir es genau mit dem Gegenteil zu tun, dies zum Glück für die 629 Menschen, die nun von der neuen spanischen Regierung aufgenommen wurden. Die alte spanische Regierung hätte die Grenze höchstwahrscheinlich nicht für diese hilfsbedürftigen Menschen geöffnet. Was wäre nur passiert, wenn Spanien sich auch geweigert hätte? Wir mögen daran nicht denken. 

Europa entwickelt sich immer mehr zum menschenverachtenden Kontinent. Wenn wir uns nur mal vorstellen, dass alle europäischen Mittelmeerstaaten sich so verhalten, wie Italien jetzt, was das zu bedeuten hätte für die NGO´s die die Seenotrettung durchführen. 

Europa sollte sich wirklich schämen, dass wir solche Bedingungen haben, dass in Lebensgefahr befindliche Menschen abgewiesen werden.


Süddeutsche Zeitung Online vom 11.06.2018 (Video)

Seehofers Plan

Heribert Prantl zum Asylverfahren
"Seehofer verkauft diese Ankerzentren, diese Flüchtlingsgroßlager als das Ei des Kolumbus im künftigen Asylverfahren. Sie sind ein faules Ei."
 Heribert Prantl, (SZ), zum Asylverfahren. Das Foto ist aus dem Video der SZ. Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt.
Hier der Link zum Video der SZ mit Heribert Prantl vom 11.06.2018 >>> 


Dazu der Pouya-Blog: 
Horst Berndt, Juni 2018
Seehofers Plan!


Heribert Prantl hat recht, genau diese Szenarien dürfen wir erwarten. Ich vermute sogar, dass Seehofer das weiß, wie sich das entwickeln wird. Er kalkuliert das wohl alles mit ein, um dann sagen zu können: "Seht her, wie die sich verhalten, wir müssen die noch schneller abschieben". Was wird denn passieren, wenn das, was Prantl im Video beschrieben hat, eintrifft.

Die eingepferchten Menschen unterschiedlicher Staaten werden keine gute Stimmung haben, wenn man untätig im Deportationslager, monatelang in Mehrbettzimmern aufeinanderhockt, keiner Arbeit nachgehen kann, nur dumpfes warten, bis dann nachts um 3 Uhr das Polizei-Abschiebekommando kommt ... Was glauben wir denn, wie wir reagieren würden? Mit Freude bestimmt nicht.

Wer will schon in eine Heimat abgeschoben werden (z.B. Afghanistan) wo man sofort, wenn man in Kabul gelandet ist, in hoher Lebensgefahr ist. Seehofer weiß das alles, dumm ist der nicht, aber es ist ihm vollkommen egal, was mit den Menschen wird. Das ist der Punkt, sonst meine Freunde, würde er sich ja wohl auch anders verhalten. Eben menschenfreundlicher!



H.A. (Name abgekürzt) antwortet Gauck

Sprachlos
Gauck, man ist sprachlos, wenn man diesen ehemaligen deutschen Präsidenten reden hört!


Zuerst wollen wir euch hier eine Reaktion auf seine Aussagen zum Thema vorstellen. Den Namen werden wir nur in Abkürzung freigeben. Wir wollen vorsichtig sein, in Zeiten die in Deutschland eher Angst hervorrufen.
Im Anschluss werden wir den Zeit-Online Artikel präsentieren, darin Gauck seine perfiden Äußerungen machte.

 Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck © Patrick Seeger/dpa
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Ein (Ex-)Präsident, der wohl nicht so ganz durchblickt!
(Pouya-Blog/Horst Berndt)
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Hier der Kommentar von H.A. zu den Aussagen von Gauck:

„Ich finde es nicht hinnehmbar, wenn Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, sich nicht auf Deutsch unterhalten können,“ sagt Joachim Gauck.

Es tut meinem Vater leid, Herr Gauck, dass er in der Türkei als Landwirt nur den Himmel über sich hatte und in Duisburg nach zwei Wochen Einarbeitungszeit unter Tage fahren musste, um Knochenarbeit als Bergmann zu leisten.

Es tut meinem Onkel leid, dass er bei Thyssen am Hochofen schuften musste, eine mickrige Rente bekommt und sterbenskrank ist.

Es tut meiner Tante leid, die in Doppelschichten die Krankenhausflure putzen musste und alle leider keine Zeit mehr hatten, sich an einem der nicht vorhandenen Deutschkurse anzumelden, um sich heute mit Ihnen über Ihre Überheblichkeit und Scheinheiligkeit zu unterhalten.

Was? Wohlstand? Stimmt ja, die hat die erste Generation der Gastarbeiteter in der BRD erwirtschaftet, als Sie sich in der DDR gegen das System nur so weit aus dem Fenster lehnten, dass Ihnen auch ja nichts passieren konnte. Aber man muss auch gönnen können. Genießen Sie den Wohlstand, den unsere Eltern auch für Sie aus dem Osten hart erarbeitet haben. Sagen Sie ruhig Bescheid, wenn Sie mal zwischen all Ihren bezahlten Vorträgen als Bundespräsident a.D. Zeit haben, dann stelle ich Ihnen meinen Vater vor. Der wird sich hervorragend mit Ihnen unterhalten. Vielleicht nicht perfekt auf Deutsch. Aber perfekt in der Sprache des Herzens und der Menschlichkeit. Auf die Freiheit, ne. Aber nicht dieses Wort, das Sie in Ihren dünnen Reden immer so sehr gequält haben.

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen! (Horst Berndt)
Hier nun der Zeit-Online Artikel mit den Aussagen von Gauck


Zeit-Online vom 07.06.2018

Gauck zur Zuwanderung
"Es darf keine falsche Rücksichtnahme geben"
Der frühere Bundespräsident Gauck fordert von Zuwanderern, Deutschlands Werte zu akzeptieren. Nach Jahrzehnten nicht Deutsch sprechen zu können, sei nicht hinnehmbar. 

 Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck © Patrick Seeger/dpa
Altbundespräsident Joachim Gauck hat Migranten in Deutschland zur Akzeptanz Deutschlands und seiner Werte aufgefordert. 

"Ich finde es nicht hinnehmbar, wenn Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, sich nicht auf Deutsch unterhalten können, keine Elternabende ihrer Kinder besuchen oder diese sogar vom Unterricht oder vom Sport fernhalten", sagte Gauck der Zeitung Bild

"Wir erwarten von denen, die zu uns kommen, dass sie bereit sind, das Land, wie es gewachsen ist, und seine Werte zu akzeptieren", sagte Gauck.

Da dürfe es "keine falsche Rücksichtnahme geben, weil man fürchtet, als Fremdenfeind zu gelten". Gauck fügte hinzu: "Ganz gleich, ob Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit oder radikaler Islam: Die Bevölkerung muss wissen, unsere gewachsene Ordnung ist diejenige, die gilt. Die Politik muss dafür sorgen, dass das alle begreifen." Es müsse "so etwas wie verbindliche Regeln für das Zusammenleben geben und nicht mehrere Gesellschaften nebeneinander".

Gauck begrüßte zudem die öffentliche Diskussion über den Begriff Heimat:

 "Es war und ist überfällig, den Begriff vom früheren politischen Missbrauch zu befreien", sagte Gauck mit Blick auf die Nationalsozialisten und die DDR-Führung. "Deutschland brauchte also durchaus eine Erholung von diesen missbrauchten Begriffen. Die ist inzwischen gut und weit gediehen." 

Auslöser für die Heimatdiskussion ist nach Gaucks Ansicht insbesondere die Flüchtlingsdebatte: 
"Dass wir uns jetzt besonders mit dem Begriff Heimat beschäftigen, hängt in der Tat mit der Flüchtlingskrise zusammen." Durch die Zuwanderung entstehe bei manchen Menschen das Gefühl, in Deutschland nicht mehr zu Hause zu sein.

Hier der Link zum Artikel von Zeit-Online vom 07.06.2018 >>> 

HINWEIS:
Die geneigten Leserinnen und Leser können sich, wenn man den Link zum Zeit-Artikel anklickt auch gern die Kommentare dazu durchlesen. Wer von euch einen Kommentar beisteuern will, kann dies direkt unter dem Blog-Artikel hier tun.
Horst Berndt, Juni 2018

Die Würde aller Menschen ist unantastbar.
Universales Gesetz für den gesamten Erdkreis.

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