Von der Leyen: Mehr Soldaten nach Afghanistan // Dazu > Mit Sicherheit ... hat das nichts zu tun // Dazu > Artikel von tagesschau.de (04.03.2018) // Handy-Lüge: "Bei mir hat das Hirn ausgesetzt" // Maybellene & Friends Benefizkonzert für Pouya und seine Mama

Von der Leyen will viel mehr
Soldaten nach Afghanistan schicken
 
In Afghanistan ist die Bundeswehr an der Ausbildung der einheimischen Streitkräfte beteiligt. Dieses Kontingent will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen um rund ein Drittel erhöhen. Das aktuell gültige Bundestagsmandat erlaubt lediglich den Einsatz von 980 Soldaten. 

Mehr Soldaten für Afghanistan, neben den USA will nun
auch Deutschland mehr Militär nach Afghanistan schicken.
Erhöhung um rund ein Drittel: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant eine deutliche Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen sich künftig bis zu 1300 deutsche Soldaten an der Ausbildungsmission der Nato beteiligen. Das aktuell gültige Bundestagsmandat erlaubt lediglich den Einsatz von 980 Soldaten. Derzeit sind 963 Soldaten dort stationiert.

Grund für die Planungen von der Leyens sind das Wiedererstarken der radikal-islamischen Taliban und die Ausbreitung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan. 

Die Nato-Staaten hatten sich deswegen bereits im vergangenen Jahr darauf geeinigt, künftig deutlich mehr Bündnistruppen für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte bereitzustellen.

Insgesamt soll die Zahl der Soldaten von derzeit rund 13.000 auf knapp 16.000 steigen. Eine Rückkehr zu Kampfeinsätzen, die die Nato bis 2015 durchgeführt hatte, bleibt ausgeschlossen. Im Rahmen der Mission Resolute Support (RS) dürfen Nato-Soldaten nur trainieren, assistieren und beraten.
56 Bundeswehrsoldaten sind in Afghanistan seit 2002 ums Leben gekommen – das macht die Mission zur verlustreichsten in der Geschichte der Truppe. Früher waren zeitweise mehr als 5000 deutsche Soldaten in Afghanistan im Einsatz. Die Bundeswehr hatte ihren Kampfeinsatz in Afghanistan 2013 beendet und ist nun noch zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte im Land. Deutsche Soldaten dürfen nur zur Waffe greifen, um extreme Gefahr von sich und Verbündeten abzuwenden.

Aufstockung wurde auch von Gabriel befürwortet

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich deutlich verschlechtert.  
Die afghanischen Sicherheitskräfte sind überfordert – und die Nato-Ausbildungsmission gilt als zu klein. Wegen der anhaltenden Angriffe der aufständischen Taliban wuchs auch der Druck innerhalb der Nato auf Deutschland als einen der größten Truppensteller. Mit der neuen Obergrenze entfernt man sich weiter vom Ziel eines kompletten Abzugs aus Afghanistan.

Die Aufstockung der Afghanistan-Truppe war bereits vor den Koalitionsgesprächen von Verteidigungsministerin von der Leyen und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) befürwortet worden. Deutschland hatte wegen der unklaren politischen Situation nach der Bundestagswahl aber zunächst keine festen Zusagen gemacht. Eine richtige Planungsgrundlage für das Verteidigungsministerium gab es erst durch den Anfang Februar geschlossenen Koalitionsvertrag. Darin haben CDU, CSU und SPD grundsätzlich festgelegt, die Zahl der eingesetzten Soldaten zu erhöhen.

Die meisten deutschen Soldaten sind in Masar-i-Scharif im Norden des Landes stationiert. 

Nur wenige Dutzend sind für die Beratung und Ausbildung der afghanischen Streitkräfte abgestellt. 
Die anderen kümmern sich um die Verwaltung der Ausbildungsmission. Die Berater werden von Schutzkräften begleitet, an denen es offenbar mangelt.

Konkret soll die Truppenaufstockung vor allem dafür sorgen, dass mehr Schutzkräfte für die Ausbilder zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit konnten zahlreiche Ausbildungseinsätze nicht durchgeführt werden, weil die für den Schutz der Trainer benötigten Soldaten fehlten.

Neuer Einsatz soll Mittwoch beschlossen werden

Wegen der Hängepartie bei der Regierungsbildung hatte der Bundestag die Afghanistan-Mission und sechs weitere Einsätze im Dezember vorläufig um drei Monate verlängert, um außenpolitische Kontinuität zu gewährleisten. Das neue Mandat für den Afghanistan-Einsatz soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden und dann möglichst bis Ende März auch die notwendige Zustimmung des Bundestags bekommen.

Geplant ist, zugleich auch die Mandate für die Bundeswehreinsätze in Mali (Minusma), im Mittelmeer (Sea Guardian), im Sudan und für die Beteiligung der Bundeswehr im Kampf gegen den Islamischen Staat zu verlängern – beziehungsweise an neue Erfordernisse anzupassen. In Mali beteiligen sich knapp 980 Soldaten an einer UN-Friedensmission. Dort soll die Truppe laut Koalitionsvertrag „im geringen Umfang“ aufgestockt werden. Der Einsatz in dem westafrikanischen Land gilt als derzeit gefährlichster der Bundeswehr.
dpa/jr
  
Hier der Link zum Artikel von Welt vom 04.03.2018 >>>

Dazu >>>  

Mit Sicherheit - die nicht einmal in der afghanischen Hauptstadt gewährleistet werden kann - hat das nichts zu tun 

Die USA stocken das militärische Kontingent auf, die Bundeswehr will nachziehen. Das deutet nur darauf hin, dass Afghanistan eher noch unsicherer geworden ist.
Horst Berndt ´18

Ursula van der Leyen will das Bundeswehr Kontingent in Afghanistan aufstocken.
Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt. 
  
Es wird meistens von den Bodentruppen gesprochen, die mit sehr unterschiedlichen Aufträgen ausgestattet sind. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass speziell die USA mit Kampfflugzeugen Bombenangriffe im Land fliegen und mit Drohnenangriffen oftmals auch die Zivilbevölkerung treffen. 

Die Bevölkerung in Afghanistan ist demnach gleich von mehreren Seiten massiv bedroht. Die Taliban, der IS, die War-Lord-Banden und die permanente Bedrohnug aus der Luft... Wer hier von sicheren Gebieten schwadroniert, ist wohl eher als realitätsfremd zu bezeichnen.
Horst Berndt. März´18

Dazu >> >

Zusätzlich ein Artikel von tagesschau.de vom 04.03.2018 >>> 

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Handy-Lüge: „Bei mir hat das Hirn ausgesetzt“

Franz R. behauptete, die Caritas verschenke Handys an Flüchtlinge. Diese klagte erfolgreich. Statt einer Strafe half er in einem Flüchtlingsquartier mit. 

 Haus Damaris, Caritas, Handylüge, Sozialarbeit
Foto: KURIER/Gerhard Deutsch
 
Zwei kleine Buben lassen Papierflieger steigen. Dalal (40) aus dem Irak schaut mit seiner Frau Meryem und den Töchtern Janaa und Zuzu Mickey Mouse im Fernsehen. Und Franz R. (Name von der Redaktion geändert, Anm.) macht kurz Pause in der Kaffeeküche im Haus Damaris, einem Asylquartier der Wiener Caritas in der Bachofengasse im 19. Bezirk. Gemeinsam mit Mahdi aus dem Irak hat der 60-Jährige soeben Lebensmittelspenden vom nahegelegenen Supermarkt geholt – mit einem Transportwagerl. "Darum beneid’ ich ihn nicht. Das ist mühsam mit dem Rollsplit auf dem Gehsteig."

Dass Franz R. danach auch bei der Ausgabe der Lebensmittel an die Flüchtlinge hilft, geschieht nicht aus purer Nächstenliebe. R. hat sich dazu verpflichtet, Freiwilligenarbeit in einem Asylquartier der Caritas zu leisten, nachdem diese ihn erfolgreich geklagt hat. R. hatte behauptet, dass die Caritas Handys an Flüchtlinge verschenke.

Scham

In ein Gespräch mit dem KURIER willigt Franz R. ein. Ein Foto von sich will er aber keinesfalls in der Zeitung sehen. Auch nicht, wenn er unkenntlich gemacht wird. 
Dass er gegen Flüchtlinge Stimmung gemacht hat, wisse nur seine Frau. Vor Bekannten hält er die Sache geheim. Nicht einmal seine drei erwachsenen Kinder wissen davon. Zu groß ist seine Scham über den 2. September des Vorjahres.

Schuld war der "EU-Bauer" aus dem Villacher Fasching. Manfred Tisal, der die Rolle bis 2017 spielte, wetterte auf Facebook über "die Asylanten", die "mit Smartphone und nagelneuen Bikes" an seinem Balkon vorbeigingen. Medien berichteten darüber. Als Franz R. das las, stieg in ihm der Grant auf.
Foto: kurier 
R. ist kein Kampfposter. Er ist nicht auf Facebook aktiv, hat kein Smartphone (sondern ein Nokia 6210, weil ihm das ständige Gepiepse auf die Nerven gehe). Unter diesen einen Artikel im Online-Forum eines österreichischen Mediums postete er dann doch einen Kommentar. Seinen "ersten und letzten", wie R. sagt. "Ohne mit der Wimper zu zucken" würde die Caritas "Euro 1.500,-- für Handys auf den Tisch" legen – das habe er selbst gesehen (siehe Faksimile). Dass das schlicht gelogen ist, erklärt die Caritas zwar laufend, weil sich das Gerücht aber seit zwei Jahren hält, reichte die Hilfsorganisation – wie berichtet – mehrere Klagen ein. In zwei Fällen war sie schon erfolgreich: Eine Person, die behauptete, die Caritas würde für straffällig gewordene Asylwerber die Kaution bei einer Entlassung aus dem Gefängnis übernehmen, musste eine Gegendarstellung veröffentlichen. Mit Franz R. einigte man sich auf den Freiwilligendienst im Asylquartier. "Vorurteile können am besten durch Begegnung abgebaut werden", sagt Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas Wien.

Zu dieser Begegnung kam es am Freitag. In der Nacht zuvor schlief der 60-Jährige, der in Wien-Donaustadt lebt, nicht gut. "Mir setzt das alles sehr zu", sagt er. Im Asylquartier hat er dann aber "einen positiven Vormittag". 

Wie in Hurghada

R. plaudert mit zwei irakischen Familien und erkennt, dass sie sich selbst versorgen. "Ich hab’ geglaubt, die leben wie im Hotel, haben ‚All inclusive’ wie in Hurghada."

Heute wisse er, dass er "einer falschen Information aufgesessen" ist. "Bei mir hat das Hirn ausgesetzt." Ein Bekannter habe ihm erzählt, dass die Caritas Handys verschenke. 
Als sich der "EU-Bauer" über Asylwerber beschwerte, habe er halt dazu gepostet. "Dafür übernehme ich die Verantwortung", sagt R. Er sagt aber auch, dass er schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht habe. Einmal sei er mit vollbepackten Einkaufstaschen in sein Wohnhaus gekommen, in der auch eine Flüchtlingsfamilie lebe. "Die Frau geht einen Meter vor mir und hält mir nicht die Tür auf." Gute Erziehung, wie er sie genossen habe, gebe es heutzutage nicht mehr. "So etwas ist für mich ein Gradmesser", sagt R. Und er meint: "Wer in Österreich was verdient, wird zur Kasse gebeten. Unsereiner wartet monatelang auf einen Arzt-Termin, andere kommen und kriegen sofort eine Untersuchung." Ob das nicht auch wieder so ein Gerücht sein könnte, wie das mit dem Handy? Nein, das habe er selbst erlebt.
Was also nimmt Franz R. mit von Klage und Freiwilligendienst? "Man soll sich immer beide Seiten anhören. Das ist der Grundsatz, den ich mir auferlegt habe."
Julia Schrenk 

Hier der Link zum Artikel von kurier.at vom 04.03.2018 >>>
Handy-Lüge: „Bei mir hat das Hirn ausgesetzt“ / kurier.at vom 04.03.2018

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Maybellene & Friends Benefizkonzert
für Pouya und seine Mama



Liebe Freunde,

für uns ist es schon Alltäglich dass wir ein Dach über dem Kopf haben, in Sicherheit leben, zu Essen haben und gesund sind. Doch das ist keine Selbstverständlichkeit. Jeden von uns kann es so treffen. In diesen schweren Zeiten müssen wir füreinander da sein und uns unterstützen. Wenn wir helfen die Sorgen mit zutragen und traurige Menschen aufzubauen, dann können wir schon eine ganze Menge erreichen. Und sei es "nur" ein Lächeln.
Unser Freund Pouya hat eine krebskranke Mutter in Afghanistan. Dort herrschen andere Regeln und Abläufe als bei uns in Deutschland. Somit ist eine Krebsbehandlung nicht für jedermann Möglich und zudem mit sehr hohen Kosten verbunden.
Wir möchten Pouya nicht nur seelisch sondern auch finanziell weiter unterstützen und somit veranstalten wir ein Benefizkonzert im Neruda. Wir gehen mit einem Hut rum um Spenden zusammeln die dann zu 100% an Pouya und seine Mama weiter geleitet werden.
Wenn ich so überlege für was ich mein Geld sonst ausgebe, was oft gar nicht notwendig ist aber wie wenig man oft gutes mit seinem Geld tut, und andere unterstützt und Hilfe leistet. 
Lasst uns einfach auf die nächsten Zwei Kaffees-to-go verzichten oder das tolle Kleid aus dem Sale das man sowieso nur im Schrank hängen hat. Und gebt für einen guten Zweck.

Hier geht es auch zum Spendenaufruf auf der Plattform Leetchi >>>


Zusammen können wir es schaffen, genug Geld zusammen zu bekommen.
Wir freuen uns sehr auf das Konzert und den Abend mit euch ♥

Für Kinder geeignet

Hier der Link auf das Event in Facebook >>>

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Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Deutsches Grundgesetz.


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