Auf ein Wort von Lemyie: Libyen-UN-Bericht - Deutschland in Komplizenschaft mit den libyschen Folterknechten // Dazu > Libyen - Monitor 15.03.2018 Folterknechte und Menschenhändler... // Horst Berndt: Die Würde, die weit weg von uns mit Füßen getreten wird...

von Lemyie


Libyen-UN-Bericht / Monitor-Video vom 15.03.2018

Deutschland befindet sich damit in direkter Komplizenschaft mit den libyschen Folterknechten, denn ihre Verbrechen sind seit langem bekannt.

Die Vereinten Nationen werfen einer Sondereinheit der libyschen "Regierung" schwerste Folterungen, Menschenrechtsverletzungen, willkürliche Verhaftungen und Menschenhandel vor. Die korrupte libysche "Regierung" wird von der Bundesregierung (und der EU) finanziell, personell und "in anderen Formen" unterstützt und ist Partner bei der Abwehr hilfloser Flüchtlinge unter allen; auch tödlichen Umständen.

 Bundeskanzlerin Merkel mit Ministerpräsident
Fajis al-Sarradsch (Einheitsregierung Libyen) Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt


Liebe Freundinnen und Freunde!

Die Vereinten Nationen werfen einer Sondereinheit der libyschen Einheitsregierung schwerste Folterungen,
Menschenrechtsverletzungen, willkürliche Verhaftungen und Menschenhandel vor.

Die korrupte libysche Eineitsregierung wird von der Bundesregierung (und der EU) finanziell, personell und "in anderen Formen" unterstützt und ist Partner bei der Abwehr hilfloser Flüchtlinge unter allen; auch tödlichen Umständen.

Deutschland befindet sich damit in direkter Komplizenschaft mit den libyschen Folterknechten, denn ihre Verbrechen sind seit langem bekannt.

>>> Man erinnere sich: Als die ersten Fotos und Videos aus den libyschen Gefangenenlagern öffentlich wurden, heulten etliche Politiker unisono ihre sattsam bekannten Krokodilstränen in die extra angefertigten Windlaken, empörten sich angemessen einen Tag lang oder zwei und - unterstützten die Verbrecher ungerührt auch weiterhin.

>>> Man erinnere sich: Auch nach Bekanntwerden der Folter, Vergewaltigungen und Morde in den libyschen Lagern ließ die Bundesregierung lebensgefährliche Kämpfe zwischen den bewaffneten libyschen Verbrechern und den unbewaffneten ehrenamtlichen Seenotrettern auf dem Mittelmeer zu. Durch die massiven Attacken der Libyer fanden etliche Flüchtlinge den Tod, andere wurden von ihnen in die Gefangenenlager verschleppt.

>>> Man erinnere sich: Die Bundesregierung entblödete sich nicht, angesichts der Kriminalisierung der Seenotretter auf jedwede Art von Protest zu verzichten. Lieber nahm und nimmt sie den massenhaften Tod von wehrlosen Flüchtlingen in kauf.
Zu dem UN-Bericht will sich die Bundesregierung übrigens nicht äußern. 
Das AA lässt verlauten, sie messe "der flächendeckenden Durchsetzung internationaler Menschenrechtsstandards hohe Priorität zu" und fordere "regelmäßig gegenüber der libyschen Einheitsregierung, dass diese eine menschenwürdige Behandlung" sicherstellen müsse.
Ne, is klar, AA und Politiker der Bundesregierung! Euer Zynismus, eure Menschenverachtung und Verlogenheit kommt zu euch zurück. Irgendwann. Irgendwie.
Es ist dem hervorragend recherchierenden ARD-Redaktionsteam um Georg Restle zu verdanken, dass die Ungeheuerlichkeiten bekannt werden, denn der UN-Bericht ist vertraulich und bisher unveröffentlicht. 
Das Bildmaterial ist zutiefst verstörend und kaum auszuhalten, trotzdem muss es veröffentlicht werden. Gut, dass das in den Öffentlich-Rechtlichen bisher möglich ist!

Liebe Freundinnen und Freunde!

Wir leben seit über 70 Jahren in Frieden und Sicherheit. Damit gehören wir weltweit einer Minderheit an. Seien wir dankbar und demütig - und vor allem: STREITBAR!
von Lemyie März ´18 

Dazu >>  

Libyen/ Monitor vom 15.03.2018
Folterknechte und Menschenhändler: Deutschlands Partner in Libyen
Es sind schockierende Videos aus Libyen: Migranten werden ausgepeitscht und mit brennender Flüssigkeit übergossen. Die Videos werden zu Verwandten geschickt, um Lösegeld zu erpressen. Die von der Bundesregierung unterstützte libysche Einheitsregierung behauptet, gegen solche kriminellen Banden vorzugehen. Aber ein neuer, bisher unveröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen zeigt jetzt: Milizen im Dienste der Einheitsregierung sind selbst tief verstrickt in Menschenhandel und schwerste Menschenrechtsverletzungen.
Autor/-in: Nikolaus Steiner, Naima El Moussaoui

Standfoto aus dem Monitor-Bericht/Video vom 15.03.2018, Dieses Video ist nichts für schwache Nerven. Der im Bericht präsentierte UN-Bericht bestätigt diese Menschenrechtsverletzungen, die deutsche Regierung arbeitet mit der libyschen Einheitsregierung zusammen und hat schon sehr lange Kenntnis über derlei Menschenrechtsverletzungen. Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt.

Auszug aus dem UN-Bericht über schwerste Menschenrechtsverletzungen in Libyen. Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt.

Hier der Link zum Video von Monitor (15.03.2018/ 6.29min.) >>> 
ACHTUNG > Das Video enthält Sequenzen, die schwerste Gewalt zeigen! 



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Syrischer Bürgerkrieg

 Exodus aus Ost-Ghuta und Afrin

Sechs Millionen Syrer sind bislang vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land geflohen - nun versuchen sich Tausende Menschen vor der Gewalt in Afrin und Ost-Ghuta in Sicherheit zu bringen. Die Lage ist dramatisch.
 
Foto/AFP
Syrien ist im achten Kriegsjahr angekommen. Nach Schätzungen kamen bislang eine halbe Million Menschen um, sechs Millionen Syrer flohen aus dem Land, weitere fünf Millionen wurden innerhalb Syriens vertrieben.

Die Hoffnung, dass es endlich Frieden geben könnte, ist weit weg: An den beiden Brennpunkten des Bürgerkriegs nahe Damaskus und entlang der türkischen Grenze haben massive Angriffe syrischer, russischer und türkischer Truppen am Freitag eine Massenflucht der Zivilbevölkerung ausgelöst. Hunderttausende verharrten zudem eingeschlossen in Städten und Dörfern.

400.000 Menschen in Ost-Ghuta eingeschlossen

Im Bezirk Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt wurden bei Luftangriffen am Freitag Dutzende Menschen getötet. Der oppositionsnahen *Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge griffen russische Kampfjets dort Ziele an. Die Angaben der Beobachtungsstelle können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden, haben sich in der Vergangenheit aber oft als zuverlässig erwiesen. 
MOHAMMED BADRA/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock
Am Sonntagabend wurden mehrere Kinder und Erwachsene mit Atembeschwerden in Krankenhäuser eingeliefert. Mindestens ein Kind soll erstickt sein. Mediziner berichteten, die Symptome deuteten auf einen Chlorgasangriff hin. Eine Bestätigung dafür gab es bislang nicht. Allerdings hat das Regime seit Jahresanfang schon mehrfach Chlorgas in Ost-Ghuta eingesetzt.
 AFP
Der zehnjährige Omar hat einen Luftangriff am Sonntag mit Verletzungen überlebt - mehrere Familienangehörige wurden getötet.
AFP
Ost-Ghuta wird seit 2013 von Regierungstruppen belagert, seit Wochen verstärkt das Regime seine Angriffe.
 AFP
Die Uno-Resolution 2401 verlangt einen ungehinderten Zugang für Hilfslieferungen in alle Teile Syriens. Bislang verweigert das Regime Hilfskonvois für Ost-Ghuta.

 AFP
Unter schwierigsten Bedingungen versuchen Ärzte in Ost-Ghuta, Verletzten zu helfen. Oft werden die Krankenhäuser selbst aus der Luft angegriffen.

 AFP
 Unter den Toten und Verletzten sind viele Kinder.


Das Gebiet war bislang von Regime-Gegnern kontrolliert worden, ist mittlerweile aber in drei getrennte Enklaven aufgespalten. Der Grund: Die vor einem Monat begonnene Offensive durch syrische Regierungstruppen und ihre russischen und iranischen Verbündeten.

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Anm.d.Blog-Redaktion:

* Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte
Diese syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist sehr umstritten.

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Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass dort rund 400.000 Menschen ohne ausreichend Nahrung und Wasser eingeschlossen sind. Weit über 15.000 Menschen flohen nach russischen Angaben seit Donnerstag aus der schwer umkämpften Rebellenhochburg. Die letzte Rebellenhochburg nahe der Hauptstadt Damaskus steht offenbar kurz vor der Einnahme durch das syrisch-russisch-iranische Bündnis.

Türkei verstärkt Offensive auf Afrin

Am zweiten Brennpunkt des Krieges um die nordsyrische Stadt Afrin verstärkte die türkische Armee ihre Offensive, um endgültig die Kontrolle über das hauptsächlich von Kurden bewohnte Gebiet zu erlangen.

Nach Angaben der *Beobachtungsstelle beschoss die türkische Armee die Stadt Afrin massiv mit Granaten. Mindestens 18 Menschen seien getötet, 2500 Zivilisten seien in die Flucht getrieben worden. Kurdische Kämpfer wurden auf Flugblättern zur Aufgabe und zum Vertrauen in die Justiz der Türkei aufgefordert.

"Vertraut der Justiz der Türkei!"

"Die türkischen Streitkräfte sind in Afrin, um Frieden, Ruhe und Sicherheit zu bringen", heißt es nach Militärangaben in arabischer und kurdischer Sprache auf den Flugblättern. "Vertraut der Hand, die wir Euch entgegenstrecken. Vertraut der Justiz der Türkei! Vertraut den türkischen Streitkräften! Kommt und gebt auf! Eine Zukunft voller Ruhe und Frieden erwartet Euch in Afrin."

Nach Angaben eines Sprechers der kurdischen Miliz YPG, die Afrin bislang kontrolliert hatte, starben in der Nacht bei dem Beschuss durch das türkische Militär mindestens 18 Menschen. Die Stadt unweit der syrisch-türkischen Grenze ist weitgehend eingeschlossen.

Mit der vor fast zwei Monaten begonnenen Offensive versucht die Türkei, den Einfluss der YPG zurückzudrängen. Es soll zudem verhindert werden, dass sich ein zusammenhängendes kurdisches Einflussgebiet vom Irak über Syrien bis in die Türkei bildet.

Nach Angaben des Uno-Menschenrechtsbüros sind in Afrin hunderttausende Menschen in Gefahr. "Wir sind tief besorgt über das hohe Risiko für die praktisch eingekesselten Zivilisten, getötet, verletzt, belagert, vertrieben oder als Geiseln zum Schutz gegen Angriffe genommen zu werden", sagte eine Sprecherin der Vereinten Nationen.
dop/Reuters/dpa

Hier der Link zum Artikel von Spiegel Online vom 16.03.2018 >>> 
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Die Würde, die weit weg von uns mit Füßen getreten wird, im Übrigen mit Hilfe von deutschen Tötungsmaschinen, wir sollten es nicht vergessen, interessiert uns doch in Wahrheit nicht wirklich.

Die Würde des Menschen ist unantastbar ... ?

Wenn wir diese beiden Berichte hier im Blog gelesen haben und die Fotos angesehen haben, dann fällt es mir nicht schwer, davon zu schreiben, dass die Würde des Menschen eindeutig antastbar ist. Wir erleben es doch jeden Tag, ja stündlich. 

Die Würde, die weit weg von uns mit Füßen getreten wird, im Übrigen mit Hilfe von deutschen Tötungsmaschinen, wir sollten es nicht vergessen, interessiert uns doch in Wahrheit nicht wirklich. 
Syrien, Jemen, Mali, Libyen, Afghanistan, Myanmar usw..., wir nehmen es doch maximal noch irgendwie zur Kenntnis, wenn überhaupt. Ist es nicht wie mit dem Klimawandel, erst wenn uns das Wasser bis zum Hals steht und wir direkt betroffen sind, erst dann wird der sogenannte zivilisierte Mitteleuropäer wach werden.

Es gab ja aus der eher nationalistischen Ecke Deutschlands schon die bemerkenswerte Äußerung, dass ja nun der Krieg in Syrien beendet wäre und die Asylanten in ihre Heimat zurückkehren sollten.  Wie weit ist es eigentlich in Deutschland gekommen, unsere historischen Erfahrungen sollten uns wohl eher sehr demütig werden lassen und wir sollten versuchen durch unsere reiche Gesellschaft - still Hilfe zu leisten und zwar SEHR viel Hilfe.

Das sollte die Gesellschaft leisten, wenn es daran liegt, dass wir etwas mit Geld für andere sehr hilfsbedürftige tun können, dann ist das ja das wirklich Einfachste. 

Unser Staat indes, also die gewählten Volksvertreter, sollten dann auch ihren Anteil dazu beitragen. KEINE Waffen (Tötungsmaschinen) mehr an Staaten verkaufen, die in Konflikten verwickelt sind.

Keine weitere Zusammenarbeit (Finanzierung) mit Staaten, wie z.B. Libyen, (siehe hierzu das MONITOR-Video vom 15.03.2018), die offensichtlich die Menschenrechte ganz klar mit Füßen treten, was auch der deutschen Regierung niemals verborgen blieb.
Horst Berndt März ´18


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