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Afghanistan Tote und Verletzte nach Anschlag am Sportstadion von Laschkargar (Provinz Helmand) // der Freitag 12/2018 - Für Afrin fehlen die Worte // Syrien - Für die Türkei ist Afrin nur der Anfang // Völkerrechtswidrig - Nato-Staat Türkei mit Bruch des Völkerrechts

Afghanistan
Tote und Verletzte nach Anschlag am
Sportstadion von Laschkargar
(Provinz Helmand)
Im Süden Afghanistans sind bei einem Sprengstoffanschlag auf Besucher eines Sportstadions mindestens 13 Menschen getötet worden. (23.03.2018)

Die afghanische Provinz Helmand auf einer Landkarte.
(Screenshot Google Maps, erstellt am 21.7.2017)

Ein Sprecher der Provinzregierung von Helmand teilte mit, es seien zudem 45 Menschen verletzt worden. In dem Stadion in der Stadt Laschkargar war zum Zeitpunkt des Anschlags eine Veranstaltung zum persischen Neujahrsfest zu Ende gegangen. Viele Besucher befanden sich an den Ausgängen, als der Sprengsatz in einem geparkten Auto explodierte.

Verletzte werden vor dem Stadion versorgt und in Krankenhäuser gebracht.
(Noor Mohammad / AFP)
Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt. 

Stadion in der Stadt Laschkargar, in der Provinz Helmand
Das Foto wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt.

Die südafghanische Provinz Helmand wird größtenteils von radikalislamischen Taliban kontrolliert.
Diese Nachricht wurde am 23.03.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Hier der Link zum Artikel von Dlf24 vom 23.03.2018 >>> 

  
Dazu >> 

ZDF-heute vom 23.03.2018

Sportstadion in Südafghanistan - Zahlreiche Todesopfer bei Anschlag

Es ist schon der zweite Anschlag während der Neujahrsfeierlichkeiten in Afghanistan - einer Zeit der Freude, eigentlich. Diesmal trifft es ein großes Stadion.

Ein weiterer Anschlag erschüttert Afghanistan. Quelle: Abdul Khaliq/AP/dpa
Bei einem Terroranschlag vor einem Sportstadion in der südafghanischen Provinz Helmand sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, wie Provinzratsmitglied Mohammad Karim Atal bestätigte. 
Mindestens 55 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Zahl könne noch steigen, "denn die Explosion war riesig".

Wer hinter dem Anschlag steckt, blieb zunächst unklar. Es ist schon der zweite schwere Anschlag während der afghanischen Neujahrsfeierlichkeiten.
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der Freitag 12/2018 
Für Afrin fehlen die Worte
Syrien/Türkei Dass in der Politik doppelte Standards zur wertorientierten Grundausstattung gehören, zeigt aktuell wieder einmal der Umgang mit dem türkischen Feldzug in Nordsyrien
Von Lutz Herden 
Türkische Truppen posieren in Afrin
Foto: Omar Haj Kadour/AFP/Getty Images

Was der NATO-Staat Türkei augenblicklich in der kurdischen Stadt Afrin anrichtet, ist über jeden Zweifel erhaben und besitzt hohe Beweiskraft. Der Regierung Erdoğan daraufhin zuteilwerdende Schuldzuweisungen halten sich freilich in Grenzen. 

Was erst recht auf Sanktionen zutrifft, auch wenn völkerrechtlich relevante Tatbestände wie Aggression und Okkupation derart geahndet werden könnten. Desgleichen Plünderungen, Vertreibungen und ethnische Säuberungen, aber nicht einmal zur Vorladung vor den UN-Sicherheitsrat reicht es. 

Wenigstens belasten hierzulande Reste von Scham das Gewissen, sodass nationalistischer Eroberungsdrang zwar toleriert, aber zugleich mit Sorge quittiert wird. Man hört allenthalben, der westliche Wertekanon schließe eine solche Expansion natürlich aus, leider werde man vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Rücksicht auf den unentbehrlichen Verbündeten nicht zu vergessen.

Ist das Unbehagen über missachtete Werte angebracht? 
Werden statt der deklamierten die tatsächlichen Hits des westlichen Wertesystems mit dem Feldzug in Nordsyrien nicht exemplarisch bedient? 
Die Profitsucht von Unternehmen etwa, die ihre Produkte dorthin schicken, wo sie am besten zu vermarkten sind. Handelt es sich um Waffen, sind das oft Krisen- und Kriegsgebiete. Wo sonst wird deutschen Leopard-Panzern ein Praxistest unter Gefechtsbedingungen zuteil wie in Afrin? 
Für Absatz, Bilanz und das Werben um Kundschaft kann das nur von Vorteil sein. Wie in der Wirtschaft Gewissen- und Skrupellosigkeit, gehören in der Politik doppelte Standards zur wertorientierten Grundausstattung. Was besonders Kanzlerin Merkel verinnerlicht hat. 
Die Schlacht um Ost-Ghuta geißelt sie als „Massaker“ der Assad- und der russischen Armee, für die Schlacht um Afrin fehlen ihr bis zu Beginn dieser Woche die Worte.
Womit die Werte Solidarität und Menschlichkeit ins Spiel kämen, die eher systemfremd, jedenfalls nicht derart systemimmanent wirken, wie das auf Opportunismus und Verrat zutrifft. Wo sonst im Nahen Osten haben Völker wie die Kurden ein demokratisches Gemeinwesen hervorgebracht, das sich – für die Gegend atypisch – auf säkulare statt konfessionelle Grundsätze beruft und dem Verlangen nach Selbstbestimmung gerecht wird? 

Ausgerechnet eine solche Ordnung will der Westen nicht davor bewahren, zerdroschen zu werden. Die menschengerechten Zustände in der Kurden-Region Rojava brauchten eine internationale Leibgarde, aber sie finden keine. Warum? Weil der Mutige dem Feigen unterliegt, wessen sich unsere Werteordnung nicht rühmen, dafür aber um so sicherer sein kann. Einiges, und es ist nicht wenig, deutet darauf hin, dass Erdoğan und seine Militärs gar nicht so krass aus der Reihe tanzen, wie es den Anschein hat. 

Sie verschaffen sich, was ihnen keiner verwehrt. Und sei es eine Entschädigung für den gleich nach Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges unternommenen Versuch, Präsident Assad zu stürzen und mit williger Gefolgschaft in Damaskus eine neoosmanische Renaissance voranzutreiben. Was damals gescheitert ist, soll im zweiten Anlauf gelingen, wenn diesmal nicht der syrische Staat, sondern (nur) die kurdische Autonomie dran glauben muss.

In Bertolt Brechts Der anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy empfehlen sich auch die Unterdrückung, der Betrug, der Aussatz, die Dummheit, der Mord und der Raub als Kostgänger der abendländischen Premiumwerte. Was die dürfen, können türkische Obristen allemal. 
Hier der Link zum Artikel von der Freitag vom 23.03.2018 >>> 

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Syrien

Für die Türkei ist Afrin nur der Anfang

Nach der Eroberung kurdischer Gebiete in Nordsyrien wird sich die Türkei nicht so bald zurückziehen. Wie weit sie noch gehen kann, wird vor allem von den USA abhängen.
Von Ulrich von Schwerin, Istanbul

Türkische Armee im syrischen Afrin © Khalil Ashawi/Reuters

Über den Dächern von Afrin weht am Montag die türkische Flagge, auf die Hausmauern haben Ankaras Hilfstruppen ihre Namen gesprüht, und vor der zerstörten Statue des kurdischen Helden Kawa fotografieren sich türkische Soldaten in Siegespose: Einen Tag nach der Einnahme der nordsyrischen Stadt gibt es wenig Zweifel, wer dort das Sagen hat. 
Während die Türkei die Befreiung der Provinzstadt von den "Terroristen" feiert, trauern viele syrische Kurden um das Ende ihres Autonomieprojekts und befürchten den Beginn einer langen Zeit der Besatzung durch die Türkei.
Fast zwei Monate lang hatte sich die türkische Armee zusammen mit verbündeten Rebellengruppen Hügel für Hügel und Dorf für Dorf gegen den erbitterten Widerstand der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vorgekämpft. Doch als sie schließlich an den Rand der Stadt Afrin vorgestoßen waren, ging alles ganz schnell: Praktisch kampflos verließen die YPG-Kämpfer mit dem Großteil der Bevölkerung am Wochenende die Stadt und überließen sie der türkischen Armee.


 
Während die türkischen Soldaten am Montag noch versteckte Sprengsätze räumten und ihre Positionen um die Stadt festigten, versicherte die türkische Regierung, die Kontrolle über Afrin bald übergeben zu wollen. 
"Wir werden nicht dauerhaft bleiben, wir sind keine Besatzer", versicherte Regierungssprecher Bekir Bozdağ. Das Ziel der Offensive sei stets gewesen, das Gebiet von "Terroristen" zu säubern und die Region ihren "rechtmäßigen Besitzern" zurückzugeben.
"Eher eine Art Protektorat"

Viele Beobachter glauben aber sehr wohl, dass die Türkei auf Dauer in Nordsyrien bleiben will, auch wenn sie kaum so weit gehen dürfte, sich das Gebiet einzuverleiben. 
"Eine Annexion wird es vermutlich nicht geben, eher eine Art Protektorat", sagt Kristian Brakel, Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul. Es gehe wohl darum, in Syrien "einen Fuß in der Tür zu haben, um bei den Gesprächen über die Zukunft des Landes mitreden zu können".

Zudem sei die Türkei daran interessiert, syrischen Flüchtlingen die Rückkehr zu erlauben. "Das erklärte Ziel Ankaras ist es, einen Teil der syrischen Flüchtlinge in der Türkei in Afrin anzusiedeln, nachdem ihre Präsenz in der Türkei zuletzt zunehmend zu gesellschaftlichen Spannungen geführt hatte", sagt Brakel. Vertreter der Kurden sehen darin einen Versuch, die demografische Zusammensetzung der historisch vorwiegend kurdischen Region zu verändern. 

 © Bülent Kiliç/AFP/Getty Images
 © Bülent Kiliç/AFP/Getty Images
Einen raschen Abzug der türkischen Armee erwartet Brakel nicht, wenn er sieht, wie die Türkei in den Gebieten vorgeht, die sie während der Operation "Schutzschild Euphrat" 2016 und 2017 in Nordsyrien unter ihre Kontrolle gebracht hatte. 
"Wenn man die Gebiete unter türkischer Kontrolle im Norden von Aleppo anschaut, wo die Polizei, die Schulen und selbst die Post von der Türkei organisiert werden, scheint ihre Präsenz durchaus auf Dauer angelegt", sagt Brakel.

Magdalena Kirchner vom Istanbul Policy Center zieht einen Vergleich zur israelischen Besetzung der syrischen Golanhöhen 1967. Die Politologin, die lange zum Konflikt der Türkei mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geforscht hat, hält einen Abzug der türkischen Armee nur dann für denkbar, wenn sich Ankara mit Damaskus im Tausch für Sicherheitsgarantien auf die Rückgabe der Region einigt oder Frieden mit der PKK schließt. Für realistisch hält sie dies nicht.
 

Beide Seiten wollen nicht aufgeben

Die YPG-Miliz und ihr politischer Arm, die PYD, sind seit ihrer Gründung durch die PKK 2003 ideologisch wie strukturell eng mit der Guerillagruppe verbunden. Die Türkei sieht daher die Präsenz des syrischen PKK-Ablegers an ihrer Südgrenze als Bedrohung an. Dass die YPG seit 2012 mit der stillschweigenden Duldung von Syriens Machthaber Baschar al-Assad in Afrin eine kurdische Selbstverwaltung aufgebaut hat, war für die Türkei inakzeptabel.
"Der Verlust von Afrin für das politische Projekt der demokratisch-autonomen Zone Rojava wiegt natürlich enorm schwer", sagt Kirchner. 
Allerdings sei die Niederlage in Afrin unvermeidbar gewesen. Zwar sei die YPG durch den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gestählt, doch seien die türkischen Streitkräfte "ein anderes Kaliber" gewesen. Mit einem militärischen Sieg der YPG "war zu keinem Zeitpunkt zu rechnen", sagt Kirchner.

Aus ihrer Sicht war der kampflose Abzug aus Afrin-Stadt notwendig, um das Szenario eines verlustreichen Häuserkampfs wie in Rakka oder Mossul zu vermeiden. In diesem Fall hätte die YPG nicht nur ihre politische Unterstützung im Westen, sondern auch ihren Rückhalt in der Bevölkerung auf Spiel gesetzt, sagt Kirchner. Aufgeben will die YPG aber nicht: Nach ihrem Rückzug drohte sie, der türkischen Armee mit Angriffen aus dem Hinterhalt das Leben zur Hölle zu machen. 
"Ihr habt die Lehre nicht gelernt"
Auch die Türkei ließ keinen Zweifel daran, dass für sie der Kampf noch nicht zu Ende ist. Am Montag zeigte sich Präsident Erdoğan entschlossen, seinen Feldzug auf die Stadt Manbidsch und die Gebiete östlich des Euphrat auszudehnen, die ebenfalls von der YPG kontrolliert werden. 
"Wir haben ein Komma gesetzt. So Gott will, werden wir als Nächstes einen Punkt setzen", sagte der Präsident, der mit seiner international umstrittenen Offensive daheim eine Welle des Nationalismus ausgelöst hat.
Die Siegesmeldung in Afrin kam just an dem Tag, da die Türkei das Jubiläum ihres Siegs über die Alliierten im Ersten Weltkrieg an den Dardanellen feierte. Für den Kolumnisten İlnur Çevik war die Botschaft klar: "Wir haben euch vor 103 Jahren an den Dardanellen geschlagen, doch ihr habt die Lehre nicht gelernt", schrieb er in Daily Sabah mit Blick auf den Westen. Mit der "Befreiung von Afrin" zeige die Türkei nun erneut, dass sie sich "nicht herumschubsen" lasse.

Die Türkei fühlt sich von ihren westlichen Partnern hintergangen, da sie die YPG im Kampf gegen die Dschihadisten unterstützen. Die Regierung ist insbesondere erbost, dass die USA der Miliz auch schwere Waffen geliefert haben. Aus ihrer Sicht rüsten sie damit eine Terrorgruppe auf, die seit Jahrzehnten gegen ihren Nato-Partner kämpft. Die USA wollen trotz aller Kritik aber an dem Bündnis festhalten, um ein Wiedererstarken des IS in Syrien zu verhindern.
 

Erdoğans "osmanische Ohrfeige"

Sollte die Türkei ernst machen mit ihrer Offensive auf Manbidsch, droht eine direkte Konfrontation der Nato-Partner. Denn anders als in Afrin sind dort US-Spezialkräfte stationiert. Erdoğan hat ihnen mit einer "osmanischen Ohrfeige" gedroht, sollten sie nicht das Feld räumen. 
Doch das Pentagon hat wiederholt betont, dass es die kurdischen Verbündeten in Manbidsch nicht im Stich lassen will. Könnte es also passieren, dass Türken und Amerikaner aufeinander schießen?
"Ich halte eine weitere Offensive der Türkei auf Manbidsch für unwahrscheinlich, aber viel hängt vom Verhalten des neuen US-Außenministers Mike Pompeo ab", sagt Brakel. Sein Vorgänger Rex Tillerson hatte sich im Februar bei Gesprächen in Ankara um eine diplomatische Lösung bemüht, doch könnten die Absprachen von damals mit dem Wechsel des Amtsinhabers ihren Wert verloren haben, zumal Pompeo nicht gerade als Türkeifreund gilt. 
Kirchner erwartet, dass die Türkei das in Afrin gewonnene politische Kapital nun in weiteren Verhandlungen mit den USA nutzen wird, um die Manbidsch-Frage zu seinen Gunsten zu entscheiden. An einer militärischen Konfrontation haben beide Seiten eigentlich kein Interesse. Aber so überhitzt, wie die Stimmung in Ankara ist, so desorganisiert die Regierung in Washington und so unübersichtlich die Situation in Syrien, lässt sich derzeit auch das nicht ausschließen.
Hier der Link zum Artikel von Zeit-Online vom 19.03.2018 >>> 
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Kommentar zu den Artikeln von (der Freitag und Zeit-Online) 
 Völkerrechtswidrig - Nato-Staat Türkei mit Bruch des Völkerrechts 
Stehen sich bald Nato-Verbündete in Nordsyrien gegenüber? Muß die Türkei jetzt auch mit Sanktionen rechnen, wie im Fall Russland? Flucht und Vertreibung werden weiter zunehmen. 


Foto: taz / Infotext
Es wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. Dem obigen Artikel von (der Freitag) ist in der Tat klar zuzustimmen.  
Zitat > 
"Was der NATO-Staat Türkei augenblicklich in der kurdischen Stadt Afrin anrichtet, ist über jeden Zweifel erhaben und besitzt hohe Beweiskraft. Der Regierung Erdoğan daraufhin zuteilwerdende Schuldzuweisungen halten sich freilich in Grenzen."
Wenn dies eine militärische Aktion Russlands gewesen wäre, was hätten wir im westlichen Staaten-Verbund für ein gewaltiges Geschrei zu hören bekommen. 
Das die Türkei hier als Nato-Staat einen klaren Bruch des Völkerrechts begangen hat, wird indes in unserer Medienlandschaft nicht als solchen beschrieben. Das ein weiterer Nato-Staat die Kurden zwar im Konflikt mit dem IS massiv unterstützt hat, stimmt, allerdings haben die USA die Kurden praktisch wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen, als es um Unterstützung ging, als das türkische Militär in Nordsyrien eingefallen ist. 
Wenn die türkischen Streitkräfte, nachdem sie wie der Präsident Erdogan es beschrieb, ein Komma gesetzt haben, nun in Richtung Manbidsch weiterziehen, dies auch mit deutschen Leopard2-Panzern, dann werden sie dort auch stationierte US-Streitkräfte treffen. Erdogan wird es sich sehr gut überlegen, wie er weiterhin vorgeht, da er nicht genau weiß, wie sich die USA jetzt verhalten werden. 
Erdogan hat die nationalistisch-militärische Klaviatur bedient, dass war wohl in dieser Form auch abzusehen. Interessant, dass Russland, wie auch die USA dem Treiben der Türkei zuschauen. 
Die Türkei will mit aller Macht verhindern, dass sich ein größeres Kurden-Gebiet entlang der türkischen Grenze bildet. Die Unterstützung der USA für die Kurden gegen den IS hat immerhin dazu geführt, dass die Kurden eine starke Rolle in der Region spielten. Wir dürfen wohl auch vermuten, dass die Türkei in der Region Nordsyrien viel der Flüchtlinge ansiedeln will, die derzeit noch in den türkischen Lagern sind. Wäre das nicht auch im Sinne der Bundesrepublik Deutschland? Flucht und Vertreibung - es wird weitergehen, Syrien kommt so nicht zur Ruhe und die Kurden dann auch nicht.
Das perfide an der Lage ist, dass es keine wirklich echte Brandmarkung der türkischen Invasion in Nordsyrien gibt. Die Verlogenheit des westlichen Bündnisses ist damit wohl offensichtlich, mal wieder. Wer z.B. Russland verurteilt, muss in der Konsequenz auch die Türkei verurteilen und Sanktionen beschließen. 
Horst Berndt März ´18 

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Die Würde aller Menschen ist unantastbar.
Universales Gesetz für den gesamten Erdkreis.
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