Afghanistan -Human Rights Watch warnt vor Hinrichtungen im Schnellverfahren in Südafghanistan // Netzwerk Migrationsrecht Verband von Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen // Gilt das Grundgesetz nur für deutsche Bürgerinnen und Bürger?

Afghanistan
 HRW (Human Rights Watch) warnt vor Hinrichtungen im Schnellverfahren in Südafghanistan
Kabul – Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warnt vor Hinrichtungen im Schnellverfahren durch afghanische Spezialkräften in Südafghanistan. Laut HRW könnten Soldaten Ende Januar 50 Talibankämpfer und mindestens 20 Zivilisten erschossen haben.

 Bei einem Einsatz von afghanischen Sicherheitskräften im Süden des Landes wurden Ende Januar laut Aktivisten 50 Talibankämpfer und mindestens 20 Zivilisten erschossen. (Symbolbild) KEYSTONE/EPA/MUHAMMAD SADIQ

In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme forderte HRW die Untersuchung des mutmasslichen Vorfalls in der südafghanischen Provinz Kandahar. Bei der Operation in der Gegend von Band-e Timur im Maiwand-Bezirk seien die Spezialkräfte des Geheimdienstes NDS unterstützt von US-Luftangriffen am Abend des 31. Januar gegen Taliban vorgegangen.
 Die Karte wurde vom Pouya-Blog hinzugefügt. Die Provinz Kandahar

Kurz-Info zu Kandahar vom Pouya-Blog

Kandahar ist eine im Südosten des Landes befindliche und ca. 1,3 Millionen Einwohner zählende Provinz Afghanistans. Bereits in der Mogulzeit existierte kurzzeitig (1638–1648) eine von Shah Jahan gegründete Provinz (subah) gleichen Namens. Die Hauptstadt der Provinz heißt ebenfalls Kandahar.

Die Provinz Kandahar ist eine Hochburg der radikal-islamischen Taliban und es kommt regelmäßig zu Gefechten zwischen afghanischen und NATO-Truppen auf der einen und Taliban und Warlords auf der anderen Seite. Die Provinz ist gemessen an der Zahl der getöteten NATO-Soldaten an zweiter Stelle. Bisher (Oktober 2012) sind 500 ausländische Soldaten in Kandahar gefallen, nur in der benachbarten Provinz Helmand sind es mit 897 Soldaten mehr.

Am 6. Oktober 2010 wurde das Dorf Tarok Kolache völlig vernichtet. Zerstörungen dieses Ausmaßes durch Flächenbombardements hatte es zuletzt im Vietnamkrieg gegeben.

Ende der Kurz-Info

HRW zitiert einen Anwohner mit den Worten:
«Als wir die Flugzeuge hörten, sind wir geflohen. Aber die Sicherheitskräfte haben auf die Leute geschossen, als sie noch rannten.»
Der Schilderung nach haben afghanische Sicherheitskräfte zudem einige Männer aus Häusern gezerrt und sie sofort erschossen.
In einem vor einer Woche veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen in Afghanistan zu den zivilen Opfern des Krieges heisst es, dass bei ähnlichen Vorfällen 2017 mindestens 61 Zivilisten getötet und 25 verletzt worden waren. «Diese NDS-Kräfte scheinen ausserhalb der normalen NDS-Kommandoketten zu arbeiten, was in einem Mangel an Aufsicht und Verantwortlichkeit resultiert», heisst es in dem Bericht.
Publiziert am 21.02.2018
Hier der Link zum Artikel von BLICK (Schweiz) vom 21.02.2018 >>> 

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Hier könnt Ihr alle notwendigen Informationen erhalten - wenn es um Asyl und Beratung dazu geht

Zielsetzung

Das „Netzwerk Migrationsrecht“ verfolgt das Ziel, den Austausch, die Kooperation und die Fortbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich des Migrationsrechts zu fördern.




Es soll dabei auch der Herstellung langfristiger Kontakte dienen. Das „Netzwerk Migrationsrecht“ ist zwar primär auf eine wissenschaftliche Auseinandersetzung gerichtet. 

Unser Selbstverständnis schließt dabei aber einen kontinuierlichen und möglichst institutionalisierten Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern ein. Insbesondere im Bereich des Migrationsrechts sind die geschriebene Norm und ihre praktischen Folgen oftmals nicht deckungsgleich. 

Daher bedarf es für seine systematische Analyse eines Bezugs zur praktischen Wirklichkeit. Dies gilt umgekehrt für eine fundierte Praxis. Aus der Verknüpfung von Praxis und Wissenschaft folgt zugleich, dass das „Netzwerk Migrationsrecht“ sich selbst auch als Ansprechpartner für andere Akteure im Bereich von Migration und ihrer Regulierung begreift.

Hier der Link zur Seite von Netzwerk Migrationsrecht (SEHR informativ) >>>

Hier der Link zur Seite Migrationsrecht net (Deutschland) >>> 

Hier der Link zu allen Flüchtlingsräten in Deutschland >>> 

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Gilt das Grundgesetz nur für deutsche Bürgerinnen und Bürger?
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Deutsches Grundgesetz.

Gilt das Grundgesetz nur für deutsche Bürgerinnen und Bürger? Den Eindruck kann tatsächlich erhalten, wenn man die Handhabung der Regierung in Deutschland bzgl. des Asylrechts aufmerksam beobachtet. Es werden kleine Kinder, kranke Menschen im Rollstuhl gnadenlos ins Kriegsgebiet abgeschoben. 

Hier wird doch eindeutig gegen Menschenrechte verstoßen und mit einer unantastbaren Würde für Menschen hat das schon lange nichts mehr zu tun.

 Sher, ein 11 jähriger Junge aus Afghanistan

Der 11 jährige Junge Sher soll mit dem Vater abgeschoben werden, wir berichteten am 23.02.2018 im Blog, er ist Grundschüler und laut Lehrerin ein hervorragender Schüler und bestens integriert.

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