16 afghanische Sicherheitskräfte von Kollegen getötet // Seehofer über Grenzen "Ein Kontrollverlust würde mit mir nicht stattfinden" // Regelungen in der EU Familiennachzug - wie machen es die anderen? // Wie es ein sehr junger Mensch sieht!

16 afghanische Sicherheitskräfte von Kollegen getötet
Kabul - Im Süden Afghanistans sind 16 Sicherheitskräfte von eigenen Kollegen zu einem Kontrollposten gelockt und getötet worden. Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban sagte, die Organisation stehe hinter dem Vorfall in der Provinz Helmand im Süden des Landes. Die 16 örtlichen Sicherheitskräfte waren demnach zu dem Militärposten unter dem Vorwand gerufen worden, gegen Kämpfer der Taliban in der Gegend sei ein Einsatz geplant. Als die 16 an dem Posten eingetroffen seien, hätten eigene Kollegen sie erschossen, so Sultanzoy.

Die südliche Provinz Helmand ist auf der Karte blau umrandet 

Im Süden Afghanistans sind 16 Sicherheitskräfte von eigenen Kollegen zu einem Kontrollposten gelockt und getötet worden. 

Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban sagte, die Organisation stehe hinter dem Vorfall in der Provinz Helmand im Süden des Landes. Die 16 örtlichen Sicherheitskräfte waren demnach zu dem Militärposten unter dem Vorwand gerufen worden, gegen Kämpfer der Taliban in der Gegend sei ein Einsatz geplant. Als die 16 an dem Posten eingetroffen seien, hätten eigene Kollegen sie erschossen, so Sultanzoy.

dpa
Hier der Link zur Nachricht vom STERN vom 11.02.2018 >>> 

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Seehofer über Grenzen

 „Ein Kontrollverlust würde mit mir nicht stattfinden“

Parteichef Horst Seehofer übernimmt zukünftig das Bundesministerium für Inneres, das um die Ressorts Bau und Heimat ergänzt werden soll. Der CSU-Vorstand begrüßte das neue Amt für Seehofer. Horst Seehofer will als Innenminister bereits an der Grenze über Abweisung von Schutzsuchenden entscheiden.

Horst Seehofer, CSU/möglicher Minister des Bundesministerium für Inneres, das um die Ressorts Bau und Heimat ergänzt werden soll. Der CSU-Vorstand begrüßte das neue Amt für Seehofer. Quelle Reuters

Ein Kontrollverlust würde mit mir nicht mehr stattfinden, so wie es 2015 war“, so Seehofer in einem Interview. Seehofer hatte Bundeskanzlerin Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik mehrfach scharf kritisiert. 
CSU-Chef Horst Seehofer will für den Fall einer neuen Flüchtlingskrise bereits an der Grenze über Einreise oder Abweisung von Schutzsuchenden entscheiden. „Ein Kontrollverlust würde mit mir nicht mehr stattfinden - so wie es 2015 war“, sagte Seehofer am Donnerstag in einem Interview mit der „Abendschau“ des Bayerischen Rundfunks. „Der Innenminister ist hauptverantwortlich für diese Frage“, fügte er hinzu.
Er hätte in der damaligen Situation die Grenzen geschlossen, sagte Seehofer, der bei Zustandekommen einer neuen großen Koalition das um die Bereiche Bau und Heimat erweiterte Bundesinnenministerium führen soll. 
„Das ist die einzige Lösung, dass man an der Grenze entscheidet, wer kann das Land betreten, wer hat einen Schutzbedarf.“ 

„Am besten ist es, an der Grenze entscheiden“

Wenn der Betreffende dann nicht einverstanden sei, brauche er natürlich die Möglichkeit, vor ein Gericht zu ziehen. „Aber auch vor Ort“, sagte der CSU-Politiker. „Und wenn der Schutzbedarf auch vom Gericht nicht bejaht wird, dann muss die Persönlichkeit wieder zurück in ihr Herkunftsland.“
„Das wäre meine Strategie gewesen und das wäre auch, sollte sich die Situation wiederholen, auch in der Zukunft die Strategie“, sagte Seehofer weiter. „Am besten ist es, an der Grenze zu entscheiden, wer unser Land betreten darf.“

Im September 2015 hatten Deutschland und Österreich die Grenzen ihrer Länder für viele tausend Flüchtlinge geöffnet, die in Ungarn gestrandet waren. Seehofer hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deswegen in der Vergangenheit mehrfach scharf kritisiert.
 
Hier der Link zum Artikel von WELT vom 08.02.2018 >>> 

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Regelungen in der EU Familiennachzug - wie machen es die anderen?

Ganz großzügig in Italien, sehr streng in Schweden: In Sachen Familiennachzug für Flüchtlinge herrscht in der EU keine Einheitlichkeit. Wie handhaben es die einzelnen Länder?

Von Karin Bensch, ARD-Studio Brüssel


 Die Verantwortung der EU für hilfsbedürftige Menschen 
In Italien etwa wird der Familiennachzug großzügig gehandhabt. Egal, ob jemand als Asylberechtigter anerkannt ist, oder nur vorläufigen Schutz hat, beim Familiennachzug haben beide die gleichen Rechte. 
Das liegt daran, dass in Italien "la famiglia" traditionell eine große Rolle spielt, sagt Christopher Hein, Direktor des italienischen Flüchtlingsrates: "Es wird lässiger angesehen - fast als ein Naturrecht - dass Menschen, die auf die eine oder andere Weise Rechtschutz bekommen haben, dann auch im Asylland mit der Familie zusammenleben können."

Wenn die Aufenthaltsgenehmigung eines Flüchtlings mit vorläufigen Schutz mindestens noch ein Jahr gültig ist, kann er einen Antrag stellen, dass seine Familie nach Italien geholt wird. Als Familie gelten Ehepartner und minderjährige Kinder. In Ausnahmefällen dürfen sogar ältere Kinder über 18 und die eigenen Eltern nachgeholt werden, wenn sie älter als 65 Jahre sind und sich im Heimatland nachweislich niemand um sie kümmern kann.

Großzügig: Spanien, Frankreich und Belgien

Ähnlich behandeln Belgier, Franzosen und Spanier den Familiennachzug. Den Spaniern ist lediglich wichtig, dass die aufzunehmenden Personen keine schweren Straftaten begangen haben oder kein Sicherheitsrisiko für Spanien darstellen.

Die Franzosen legen Wert darauf, dass der Antragsteller sich an die Prinzipien des Familienlebens in Frankreich hält, also zum Beispiel an die Monogamie und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Restriktiv: Schweden

Ganz anders funktioniert der Familiennachzug in Schweden: Hier ist er viel strenger geregelt. Flüchtlinge, die nach dem 24. November 2015 nach Schweden gekommen sind, und einen vorläufigen Schutzstatus genießen, haben nur wenig Chancen auf Familiennachzug. Dieses Recht bekommen sie erst dann, wenn sie eine befristete Aufenthaltsgenehmigung in Schweden haben und nachweisen können, dass sie für ihre Ehepartner und minderjährigen Kinder finanziell aufkommen können. Ältere Kinder und andere Verwandte dürfen grundsätzlich nicht nach Schweden nachziehen.

"Wir wahren das Recht auf Asyl nach den internationalen Konventionen, aber wir passen es dem Minimalstandard in der Europäischen Union an", sagte der schwedische Regierungschef Stefan Löfven. Im Sommer 2016 hatte die schwedische Regierung ihr Asylrecht rückwirkend verschärft - und damit auch den Familiennachzug. Anlass war die Flüchtlingswelle im Jahr 2015, mit der mehr als 160.000 Menschen ins Land gekommen waren.

Irgendwo dazwischen: Dänemark und Österreich

Dänemark und Österreich liegen beim Familiennachzug im europäischen Mittelfeld. Flüchtlinge, die einen vorläufigen Schutz haben, dürfen ihre Ehepartner und minderjährigen Kinder nachholen. Den Antrag dafür können sie allerdings erst nach drei Jahren stellen. In Österreich müssen die Antragsteller nachweisen, dass sie eine geeignete Unterkunft, eine Krankenversicherung und ein ausreichendes Einkommen haben.

Ganz ähnlich ist es übrigens auch in der Schweiz. Dort dürfen vorläufig aufgenommene Flüchtlinge nicht von der Sozialhilfe leben. Das Problem ist: Rund 80 Prozent der Betroffenen haben keine Arbeit. Hier scheitert der Familiennachzug also häufig. Die Menschen, die es ins Asylland geschafft haben, können dort zwar in Frieden leben, haben aber nicht genug Geld, um ihre Familien aus der Heimat nachzuholen.

Hier der Link zum Artikel von tagesschau.de vom 01.02.2018 >>> 


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Wie es ein sehr junger Mensch sieht!

Die Würde - lieber Papa, warum habt ihr es eigentlich zugelassen, das so sehr viele Menschen zu Tode kamen, kaum ein Erwachsener hat geholfen, nur sehr wenige haben sich getraut, diesen Menschen zu helfen, warum nur, haben so wenige geholfen? War es euch denn so egal, das ganze Familien zu Tode kamen oder habt ihr es nicht bemerkt, was sich abspielt. Habt ihr euch nicht gegen diese staatlichen Entscheidungen aufgelehnt damals. Oder fandet ihr es gut, wie sich euer Staat verhalten hat, damals. Es gab so sehr viele Tote Menschen, da muss man doch etwas gegen tun. 

"Ich werde mich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen, egal wo auf der Welt". Das sagte/schreib die junge Tochter zum Vater. 

Der Brief stammt aus Deutschland und das Mädchen ist jetzt 15 Jahre und heißt mit Vornamen Vivien und kommt aus München. Sie schrieb den Brief im Jahr 2017. 


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Es ist kein Brief, der auf die furchtbarste Zeit in Deutschland hinwies, der NAZI-Zeit. Es ist ein Brief, der auf das Massensterben im Mittelmeer abzielte. Nur damit hier nichts verwechselt wird.
 Horst Berndt Febr.´18

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