Migration - Beschämende Flüchtlingsdiskussion // VGH-Entscheidung in Mannheim: Keine Arbeit in der Heimat - keine Abschiebung // Afghanistan: Nato stockt 2018 Truppe auf

Migration

 Beschämende Flüchtlingsdiskussion

Etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge leben bei uns. Ja, Flüchtlinge kosten Geld, und ja, einige wenige haben Gewalttaten ausgeübt. Was ändert das an der Verantwortung? Ein Kommentar.
Von Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau)


Deutschland steht in der Verantwortung, den Menschen zu helfen. Foto: dpa

Jetzt wissen wir es genau: Etwa 1,6 Millionen Flüchtlinge – mit geklärtem oder ungeklärtem Status – leben bei uns. Das sind etwa zwei Prozent der Gesamtbevölkerung, und man könnte fragen: Schaffen wir das?

Seit die Kanzlerin diese Frage mit „Ja“ beantwortet hat, ist viel passiert. Einerseits haben vor allem Kommunen und Ehrenamtliche bei der Aufnahme oft Großes geleistet. Andererseits hat sich die Debatte in eine furchtbare Richtung entwickelt. 


Gewalt ein Monopol der Geflüchteten?

Vor allem über Terror redet Deutschland praktisch nur noch so, als sei Gewalt ein Monopol der Geflüchteten. Gerade so, als hätte der „Islamische Staat“ nicht auch ohne große Fluchtbewegung Möglichkeiten gefunden, Täter zu rekrutieren. Und gerade so, als gäbe es den täglichen Terror gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte nicht.
Ja, Flüchtlinge kosten Geld, und ja, einige wenige haben Gewalttaten ausgeübt. Aber was ändert das an der Verantwortung – und der Kraft – dieses reichen Landes, humanitär zu handeln?
Stattdessen redet alles übers Abschieben. Und wie hoch ist die Zahl der vollziehbar Ausreisepflichtigen? 28.000. Ein bisschen wenig, um alle Probleme auf ihnen abzuladen. War das gemeint, als Angela Merkel sagte „Wir schaffen das“? Beschämend.
Hier der Link zum Kommentar der Frankfurter Rundschau vom 02.11.2017 >>>
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VGH-Entscheidung in Mannheim

 Keine Arbeit in der Heimat - keine Abschiebung

Anm.d.Blog-Redaktion:  Erst im Video wird klar warum diese Abschiebung nicht erfolgte. Der Titel ist sehr verkürzt und könnte mißverständlich sein

Foto aus dem Video / 1:14 min | 3.11. | 18.00 Uhr | SWR Fernsehen BW
Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat am Freitag die Abschiebung einer Familie nach Afghanistan untersagt. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass die Familie dort wirtschaftlich nicht überleben könne. 

VGH-Entscheidung in Mannheim Keine Arbeit in der Heimat - keine Abschiebung / SWR akuell vom 03.11.2017


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Afghanistan
Nato stockt 2018 Truppe auf

Afghanistan: Die Nato will die Truppe auf 15.800 Soldaten aufstocken.
(Foto: dpa)

Brüssel. Die Nato-Staaten werden im kommenden Jahr mehrere Tausend Soldaten zusätzlich nach Afghanistan schicken. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich in den vergangenen Wochen mehrere Alliierte bereiterklärt, ihr Engagement zu erhöhen. Künftig sollen mindestens 15.800 Soldaten an dem Einsatz zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligt sein. Zuletzt standen rund 12.400 Soldaten zur Verfügung. 
Hintergrund der geplanten Aufstockung ist vor allem das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban in Afghanistan.

Die Truppenaufstockung soll bei einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister am kommenden Mittwoch und Donnerstag in Brüssel offiziell bekanntgegeben werden. Pläne dafür gab es bereits seit Monaten. Der Nato gelang es lange aber nicht, ausreichend viele Bündnispartner zu einem stärkeren Engagement zu bewegen.
Hier der Link zum Artikel vom Handelsblatt vom 04.11.2017 >>> 

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Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Deutsches Grundgesetz.


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