Europas Verantwortung - Tod an der libyschen Küste (mit Video, kommentiert von Bruno Watara) // Zu Bruno Watara - Vom Flüchtling zum Flüchtlingshelfer // Zu Libyen - "Wir werden alle sterben, wenn man uns nicht rettet" (taz)


Aus einem unserer Geflüchtetenhelferkreise erreichte uns eine eMail, die einen Link auf einen Artikel des Blogs wirsindwuetend enthielt. In diesem ist ein Video eingebettet, das Szenen an der libyschen Küste zeigt, in der tote Menschen an den Strand angespült werden, die von Helfern geborgen werden.
Was dieses Video zudem besonders macht, ist, dass es mit einem Kommentar von Bruno Watara (siehe Folgeartikel unten) unterlegt ist. Er ist ehemals ein Geflüchteter aus Togo und mittlerweile ein Aktivist. Diese eMail an uns enthielt folgenden Text:

"Das Video wurde von einem Freund - Bruno - geschickt - zynischerweise können die Toten keine Dublin-Fälle mehr werden. Überlebende ZeitzeugInnen, die dann in Italien ankommen, leider doch ..."

Anm.d.Blog-Redaktion:
ACHTUNG!! Das Video enthält sehr erschütternde Bilder, das abgebildete Foto aus dem Video zeigt schon diesen blanken Horror.

 


Hier der Link zum Artikel des Blogs wirsindwuetend vom 06.11.2017 >>>
http://wirsindwuetend.blogsport.eu/2017/11/06/europas-verantwortung/

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Zum Kommentator des Videos - Bruno Watara

Flüchtlinge in Deutschland
Wie Bruno Watara vom Flüchtling zum Flüchtlingshelfer wurde
Artikel Berliner Zeitung vom 24.09.2015

PARCHIM - Er steht vor dem schweren Eingangstor, lässt seine Hände über die Gitterstäbe gleiten. Er sieht den rostigen Maschendrahtzaun, die schiefen Laternen, die Baracken mit den eingeschlagenen Fensterscheiben, den Zwinger, in dem früher der Schäferhund wohnte. Der schmale Asphaltweg ist an den Rändern von Moos und Gras überwachsen, aus den Barackendächern ragen Fliederbüsche und Akazien.
„Ich muss hier weg“, sagt Bruno Watara irgendwann. Dieser Ort macht ihn immer noch fertig, er spürt wieder die Traurigkeit, die Leere, die Stille. Wie vor zehn Jahren, als er hier endlich raus durfte. Wie vor 17 Jahren, als er hier zum ersten Mal ankam

Bruno Watara (r.) war einst selbst Flüchtling. Nun hilft er Asylsuchenden
bei ihrer Ankunft in Deutschland. Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak
Im Lager Tramm-Zapel, dem ehemaligen Heim für Asylbewerber, zwanzig Kilometer von der Landeshauptstadt Schwerin entfernt. Watara nennt es „das Dschungelheim“, weil es mitten im Wald liegt, isoliert, versteckt, der nächste Ort ist acht Kilometer entfernt. „Die wollten uns hier verschwinden lassen. Hätten wir uns nicht gewehrt damals, wären wir hier verfault.“

Vom Leben ausgeschlossen

Watara läuft los, den von Buchen und Kiefern eingerahmten Asphaltweg entlang, nur weg von diesem Lager, weg von der Erinnerung. Wie oft ist er diesen Weg gelaufen? Watara überlegt. „Dreimal die Woche, sieben Jahre lang.“ Erst schlängelt sich der Asphaltstreifen kilometerlang durch den Wald, dann geht es auf die von mächtigen Erlen gesäumte Straße, die nach Criwitz führt. Noch mal fünf Kilometer.
Bei gutem Wetter dauert es zu Fuß anderthalb Stunden, bei Schnee oder Regen länger. Der Rückweg war auch bei gutem Wetter beschwerlich, weil sie da noch die Einkaufstüten zu tragen hatten. Es gab kein Auto, keinen Bus, wer etwas zu essen haben wollte, musste laufen.
Selbst wer krank war, musste erst zu Fuß nach Criwitz, dann mit dem Zug nach Parchim zum Ausländeramt, dann mit dem Krankenschein zurück nach Criwitz und nach dem Arztbesuch wieder zu Fuß nach Hause.
Watara hat sich gewehrt, er hat im Sommer 2004 die anderen Heimbewohner dazu gebracht, mit ihm zusammen vor dem Ausländeramt in Parchim zu demonstrieren und später das Lagertor zu blockieren. „Nur Tiere wohnen allein im Wald“, haben sie gerufen.
Und in dem offenen Brief, den Watara damals an den Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern schrieb, stand, es sei unwürdig, Menschen über Jahre vom Leben auszuschließen, ihnen jegliche Chance zu nehmen, in diesem Land anzukommen. „Wir dürfen nicht arbeiten, wir dürfen kein Deutsch lernen, wir dürfen nicht weiter als 40 Kilometer reisen, wir dürfen nicht hoffen, dieses Land irgendwann unsere Heimat zu nennen, weil wir ja nur geduldet sind.“
Viele Dinge, über die man jetzt, im Herbst 2015, so aufgeregt debattiert, standen schon in diesem Brief, den Watara in einem schwarzen Aktenordner aufgehoben hat, als einen der vielen Beweise der deutschen Ignoranz. Er erzählt von den Protestmärschen, von den Hungerstreiks, von den verzweifelten Aufrufen, von den Besetzungen, die er über die Jahre mitgemacht hat, und die niemanden interessierten, weil Flüchtlinge in diesem Land kein Thema waren.
„Die Deutschen haben lange gebraucht, um zu verstehen“, sagt Bruno Watara. „Es mussten erst so viele Flüchtlinge kommen, dass man sie nicht mehr übersehen kann.“ Neben all dem furchtbaren Leid, das die derzeitige Flüchtlingskrise mit sich bringt, hält Watara sie deshalb auch für etwas Gutes, Heilsames. „Manchmal müssen die Dinge viel schlechter werden, damit sie danach viel besser werden können.“

Aktivist und Integrationslotse

Er selbst hat es irgendwie geschafft, er ist ein freier Mann geworden, ist kein Flüchtling mehr, sondern ein Bürger, wie er sagt. Er hilft heute den anderen, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind. Watara ist ein Aktivist geworden, so eine Art Integrationslotse, er arbeitet für Stiftungen und linke Organisationen. Er besucht Flüchtlinge in den Heimen, erklärt ihnen, wie ein Asylverfahren funktioniert, wie sie mit offiziellen Briefen umgehen müssen und welche Rechte sie haben. Er erzählt ihnen auch seine eigene Geschichte, die von Angst, Wut, Hoffnung und Glück handelt. „Ich sage ihnen, dass es auch darum geht, was sie selbst hier aus ihrem Leben machen.“
Ein Waldweg kreuzt die Asphaltpiste, Watara bleibt stehen, horcht in die Stille. Er erinnert sich an eine Begegnung, hier an dieser kleinen Kreuzung. Da war er schon vier Jahre im Dschungelheim, gerade war sein Asylantrag abgelehnt worden. Zu dieser Zeit hatte ihn jegliche Hoffnung verlassen, willenlos ließ er sich treiben, verschlief die Tage, saß die Nächte mit den anderen stumpf vor dem Fernseher. Die Welt um ihn herum verschwamm, er hörte nichts mehr, fühlte nichts mehr, bis auf die Wut, die manchmal wie eine Feuerzunge in ihm aufstieg.
Eines Morgens, es war sechs Uhr, konnte Watara weder schlafen noch wach bleiben, also lief er ziellos durch den Wald. An der kleinen Kreuzung kam ihm ein alter Mann entgegen, der ihm zunickte und „Guten Tag“ sagte.
Watara lacht bitter. „Ich war auf einmal so glücklich, weil ein weißer Mann mir einen guten Tag wünschte.“

Kaltes und hartes Deutschland

Geboren wurde Bruno Watara vor 51 Jahren in Sokodé, der zweitgrößten Stadt in Togo. Seine ältere Schwester lebt in Guadeloupe, seine kleine Schwester und die Mutter in Paris, sein großer Bruder in New York. Er sagt, keiner von seinen Leuten hätte es leicht gehabt im Exil, Rassismus und Verachtung gebe es überall.
Und trotzdem, so kalt und hart wie in Deutschland sei es sonst nirgendwo zugegangen. „Woanders hast du vielleicht keine kostenlosen Arztbesuche wie hier, es gibt kein Taschengeld und keine festen Putz- und Waschtage, aber du darfst deine Menschenwürde behalten, du hast zumindest eine Chance, irgendwann dazuzugehören.“
Als er noch in Togo lebte, studierte er Informatik, Watara wollte Ingenieur werden, heiraten, Kinder bekommen, ein ruhiges Leben führen. Aber schon damals kam ihm die eigene Würde dazwischen. Die gebot ihm, bei denen mitzumachen, die gegen den autokratisch regierenden Präsidenten Gnassingbé Eyadéma auf die Straße gingen. Anfang der Neunzigerjahre kam es in den Städten zu Aufständen, die Menschen forderten Demokratie, Meinungsfreiheit.
Am 14. Februar 1992 gab es in Togos Hauptstadt Lomé eine Demonstration, an der auch Watara und viele seiner Freunde teilnahmen. Plötzlich eröffneten Soldaten das Feuer, die Demonstranten flüchteten. Watara sah vor sich einen Freund zu Boden fallen, von einer Kugel tödlich in den Rücken getroffen.
Er wollte innehalten, sich zu dem Freund hinunterbeugen, da spürte er einen dumpfen Schmerz im rechten Bein und begriff, dass auch er getroffen war. Blutend flüchtete Watara, wurde von Bekannten versteckt, in einer Wohnung notoperiert. In der Zwischenzeit hatten Polizisten seine Wohnung durchsucht. Es war klar, dass er sofort aus dem Land musste.
Watara bleibt auf dem Asphaltweg im Wald stehen, krempelt sein rechtes Hosenbein hoch. Verwucherte Narben sind zu sehen, eine dort, wo die Kugel von hinten in die Wade eindrang, eine andere neben dem Schienbein, wo das Projektil wieder austrat. Die Narben hatte er auch den Beamten vom Ausländeramt gezeigt, die über seinen Asylantrag zu entscheiden hatten. Die Beamten haben ihn mitleidig angeschaut, der Antrag wurde trotzdem abgelehnt, weil er von Ghana kommend in Brüssel zwischengelandet war und dort seinen Asylantrag hätte stellen müssen.

Die alten Gefährten nicht vergessen

Mittlerweile ist Bruno Watara an der Straße angekommen, die nach Crivitz führt. Er zeigt auf die grauen Leitplanken. Die Heimbewohner sind hinter den Planken gelaufen, um nicht überfahren zu werden. Als sie das noch nicht taten, hatten Autos zweimal direkt auf sie zugehalten und waren erst im letzten Moment ausgewichen. „Das waren junge Leute, die haben gelacht, als wir vor Angst in den Straßengraben gefallen sind.“
Meistens liefen sie direkt zum Aldi-Markt, kauften Hühnerfleisch, Grieß, Reis, Tomaten – und machten sich wieder auf den Rückweg. „Wir kamen uns irgendwann selbst wie Wilde vor, die aus dem Wald kommen, kurz in der Zivilisation auftauchen, und wieder im Wald verschwinden“, sagt Watara.
Zum Glück traf Bruno Watara später noch ein paar andere Deutsche, die mit ihm zusammen dafür kämpften, dass das Dschungelheim geschlossen wird. Die Freunde sorgten schließlich auch dafür, dass er eine Aufenthaltsgenehmigung bekam. Wie das gelang, darüber will Watara nicht im Detail sprechen, er sagt nur, es sei ironischerweise eine Heirat nötig gewesen, um endlich wieder ein freier Mann zu sein.
Er mietet ein möbliertes Zimmer, schleppt Kisten in einem Umzugsunternehmen, arbeitet als Putzmann im Hotel. Nach zwei Jahren Arbeit in Deutschland bekommt Watara endlich den ersehnten unbefristeten Aufenthaltstitel.
Er will unbedingt noch mal studieren, Informatik an der TU-Berlin. Aber bevor er sich zum Studium einschreibt, besucht er noch einmal seine Gefährten aus dem Flüchtlingsheim, die nach der Schließung des Dschungelheims in ein anderes Heim in Parchim gebracht wurden. Er sieht, wie hilflos die anderen immer noch sind, wie sehr sie einen wie ihn brauchen können.

Beide Seiten müssen sich anstrengen

So begann er mit seiner Arbeit als Integrationshelfer. Er unterstützt mittlerweile nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch diejenigen, die Flüchtlingen helfen wollen. Er gibt Seminare unter dem Titel: „Solidarität mit Flüchtlingen! Aber wie?“ Er sagt, es sei so eine Art interkulturelles Lernen, wobei sich beide Seiten anstrengen müssen, damit es funktioniert. „Die Flüchtlinge tragen Verletzungen in sich und kommen in ein Land, in dem alles so heil zu sein scheint. Das ist für beide Seiten nicht immer leicht zu ertragen.“
Später im Auto blickt Watara lange schweigend aus dem Fenster. „Lass uns zu meinem Freund Danny fahren“, sagt er, als die ersten Häuser von Parchim zu sehen sind.

Danny wohnt im ersten Stock eines hässlichen Wohnblocks am Rande der Stadt. Gerade ist eine Krankenschwester bei ihm, die Medikamente bringt und seinen Blutdruck misst. Danny spricht ein paar gurgelnde, seltsame Sätze, die auch für Watara keinen Sinn zu ergeben scheinen. „Früher beherrschte er sechs Sprachen“, sagt Watara, „heute spricht er nur noch eine bizarre Mischung davon, die nur er selbst versteht.“ Um ihn herum liegen leere Flaschen, schmutzige Töpfe und volle Aschenbecher stehen auf dem Wohnzimmertisch.

Danny ist verrückt

„Früher war er voller Energie“, erzählt Watara mit gedämpfter Stimme. Die beiden lernten sich vor 17 Jahren im Dschungelheim kennen. Danny war damals 29, kam von der Elfenbeinküste. Am Anfang habe er den anderen viel Kraft gegeben, sagt Watara, aber dann sei ihm selbst mit den Jahren wohl die Hoffnung ausgegangen. „Er hat sich gehen lassen, wollte nicht mehr warten, dass irgendetwas passiert.“

Später sei Danny ins Gefängnis gekommen, weil er wiederholt die Residenzpflicht verletzt hatte, also weiter als 40 Kilometer vom Heim entfernt von der Polizei aufgegriffen wurde. Im Gefängnis, sagt Watara, müsse Danny dann irgendwie verrückt geworden sein. „17 Jahre lang hat er in diesen Heimen gelebt, 17 Jahre lang ist er verkümmert.“ Die bittere Ironie der Geschichte ist, dass Danny seinen Aufenthaltstitel erst bekam, nachdem er amtlich für verrückt erklärt worden war.


Watara sitzt stumm in der Wohnung seines Freundes, der jetzt nur noch kaum hörbar vor sich hinmurmelt. „Die haben uns einfach vergessen“, sagt er. Eine ganze Generation von Flüchtlingen sei nie angekommen in diesem Land. „Meine einzige Hoffnung ist, dass man wenigstens jetzt daraus lernt, was uns passiert ist.“

Hier der Link auf den Artikel der Berliner Zeitung vom 24.09.2015 >>>
https://www.berliner-zeitung.de/fluechtlinge-in-deutschland-wie-bruno-watara-vom-fluechtling-zum-fluechtlingshelfer-wurde-22652772

Anm.d.Blog-Redaktion:
Zu Bruno Watara gibt es eine Vielzahl an Publikationen im Netz.
Hier nur eine kleine Auswahl


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Zu Libyen - "Wir werden alle sterben,
wenn man uns nicht rettet"
taz vom 15.11.2017

20.000 Flüchtlinge, die Libyens Küstenwache auf dem Mittelmeer auf dem Weg nach Europa abgefangen hat, vegetieren in Horrorbedingungen in libyschen Haftzentren, sagt die UNO und kritisiert die EU
Die Vereinten Nationen haben die EU-Politik der Hilfe für die libysche Küstenwache zum Abfangen von Flüchtlingen und Migranten im Mittelmeer scharf kritisiert. Dadurch sei die Zahl der Menschen deutlich gestiegen, die unter entsetzlichen Bedingungen in Haftzentren eingepfercht seien, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Dienstag in Genf.
Afrikanische Flüchtlinge, die von der libyschen Küstenwache aufgegrifffen wurden,
werden zurück aufs Festland gebracht. (AFP / Mahmud Turkia)
Bild: Deutschlandfunk-Artikel - Kritik an Zusammenarbeit der EU mit Libyen
Italien und die EU unterstützen die libysche Küstenwache, die Flüchtlingsboote vermehrt an der Weiterfahrt nach Europa hindert und die Menschen stattdessen in Libyen in Lager sperrt. Nach libyschen Angaben befinden sich in den Lagern 19.900 Menschen. Im September waren es erst 7.000. „Das Leiden von Flüchtlingen, die in Libyen festgehalten werden, ist ein Verbrechen am menschlichen Gewissen“, erklärte der Menschenrechtskommissar. Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht länger die Augen verschließen vor dem „unvorstellbaren Grauen, das Flüchtlinge in Libyen ertragen“. Er geißelte „illegale Tötungen im Namen des Migrationsmanagements und des Hinderns verzweifelter und traumatisierter Menschen, die Küsten Europas zu erreichen“.
Seine Mitarbeiter seien nach Besuchen in den Haftzentren der libyschen Antimigrationsbehörde DCIM schockiert gewesen, so al-Hussein. „Sie sahen Tausende ausgemergelte und traumatisierte Männer, Frauen und Kinder, übereinandergestapelt, weggeschlossen in Hallen ohne Versorgung mit dem Nötigsten und ihrer menschlichen Würde beraubt.“ Das Haftsystem für Flüchtlinge in Libyen sei „irreparabel zerstört“, sagte der Menschenrechtskommissar.
Viele seien in den Fängen von Schleppern gewesen, gefoltert, vergewaltigt, entführt und ausgehungert worden. Ein Mann im DCIM-Lager Tarik-al-Matar, wo 2.000 Geflüchtete in einer riesigen Lagerhalle ohne Toiletten zusammengepfercht sind, berichtete: „Wir sind wie eine Schachtel Streichhölzer. Wir schlafen nicht, wir sind krank, wir haben nichts zu essen, wir haben seit Monaten nicht geduscht. Wir werden alle sterben, wenn man uns nicht von hier rettet. Es ist sehr schwer, den Gestank von Fäkalien und Urin zu überstehen. Viele liegen bewusstlos am Boden.“
Eine Frau aus der Elfenbeinküste berichtete von ihrer Vergewaltigung: „Bewaffnete Männer kamen herein und wählten sechs von uns aus, auch mich, und nahmen uns eine nach der anderen nach draußen. Als ich mich weigerte, wurde ich geschlagen und man hielt mir ein Gewehr an den Kopf. Vier Männer vergewaltigten mich draußen. Ich war schon schwanger, ich blutete stark und ich glaube, ich habe mein Baby verloren. Ich habe noch keinen Arzt gesehen.“ (dpa, taz)

Hier der Link auf den Artikel in der taz vom 15.11.2017 >>>
http://www.taz.de/!5459545/

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Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Deutsches Grundgesetz


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