Afghanistan: Ein 15 jähriger Junge (Badurshah) wurde gefoltert und getötet // Afghanistan: Erstarken der Terrormiliz IS - Zahl ziviler Opfer steigt // Adventszeit

Anm. d. Blog-Redaktion:
Der folgende kurze Beitrag wurde in unserer Facebook-Gruppe
Ahmad Pouya ist willkommen gepostet.
Das Foto des Jungen ist auch aus dem Beitrag. Wir haben es verpixelt. Im öffentlich geposteten Originalbeitrag ist dies nicht der Fall.

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Afghanistan ist nicht sicher...überall schlägt der Terror - Tod zu! Ein 15 jähriger Junge
(Badurshah) wurde gefoltert und getötet

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Am vergangenen Mittwoch, (22.11.2017), wurde der 15jährige
Badurshah in seiner Heimatprovinz Meidan Wardag/Afghanistan von dem Taliban grausam gefoltert und getötet.
Seine in Österreich lebenden Freunde trauern mit seiner Familie um einen lebensfrohen, anständigen Jungen. Möge er in Frieden ruhen.R.I.P.

(Anm.d.Blog-Redaktion: Ortsname leicht korrigiert)

Hier der Link auf den Original-Facebook-Post des österreichischen Aktivisten Helmut Hofer. >>> https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=327214767760061&id=100014146206115

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War ja nur ein Toter! 

Solche Meldungen schaffen es mittlerweile überhaupt nicht mehr in unsere Leitmedien, da müssen schon größere Anschläge mit vielen Toten und Verletzten passieren, so wie der Angriff auf die deutsche Botschaft im Mai 2017. Einzelne Menschen, auch wenn es Kinder sind, interessieren hier in der Medienlandschaft nicht mehr. 

Es wird vielmehr über eine Verlobung im englischen Königshaus berichtet, das aber dann lang und breit für die eingeschläferte Masse der Menschen. Leise Berieselung, seichtes TV, weihnachtliche Stimmung in der heiligen Adventszeit, das darf es dann sein bei uns im TV. Hier nun die Fotos zum beschriebenen Fall. Für dieses Kind war Afghanistan auch nicht sicher, wie im Übrigen für schon sehr viele Kinder. 
Horst Berndt Nov.´17


Der 15jährige Junge
Badurshah  wurde in seiner Heimatprovinz Maidan Wardak Province/Afghanistan von dem Taliban grausam gefoltert und getötet.

Nachtrag: Ich werde am 03.12.2017 auch eine Kerze ins Fenster stellen, allerdings keine Adventskerze.  

Kinder brauchen unseren Schutz, überall - Afghanistan ist nicht sicher!

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Afghanistan
Erstarken der Terrormiliz IS
Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan steigt
  
Berlin - Der verschärfte Krieg in Afghanistan lässt auch die Anzahl der Verwundeten nach oben steigen. Bis Mitte November meldeten Kliniken und Organisationen im Gesundheitssektor schon 69.000 Fälle, 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Das berichtete die UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) an diesem Sonntag.


Eine riesige Rauchwolke steht Ende Mai in Kabul nach einer Explosion nahe der deutschen Botschaft über der Stadt. Foto: Rafiullah Kaleem/Lehtikuva

Angesichts eines Vormarsches der Taliban werfen die USA in diesem Jahr etwa dreimal so viele Bomben und Raketen auf Afghanistan ab wie 2016. Dabei gibt es auch mehr zivile Opfer. 

Zuletzt verzeichneten die Vereinten Nationen im Tagesschnitt 80 "Konfliktvorfälle" im Land. Zwischen Januar und Ende September gab es mit 12.900 Vorfällen gut fünf Mal so viel wie 2008. In einem Bericht an den Sicherheitsrat hatten die UN kürzlich ihre Einstufung Afghanistans von "Post-Konfliktland" zu Land im Krieg geändert.

Der frühere afghanische Präsident Hamid Karsai machte die USA für den andauernden Krieg und auch das Erstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in seinem Land mitverantwortlich. Die Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan sei keine Lösung, sagte Karsai in einem Interview des Publizisten Jürgen Todenhöfer, das am Samstag von der "Berliner Zeitung" abgedruckt wurde.

Karsai war von 2001 bis 2014 Präsident Afghanistans und hatte dabei mit den USA im Krieg gegen die Taliban kooperiert.

Nun wirft er Washington vor, gar keine echten Pläne für ein "nation building" - den Aufbau eines funktionierenden Staates - gehabt zu haben. "Ihr Hauptinteresse in Afghanistan liegt im globalen Wettbewerb um die Vorherrschaft in unserer Region", sagte er. 

Die USA blickten dabei auf die Atommächte China, Russland, Indien und Pakistan sowie auf den Iran, die alle in der Region eine Rolle spielten.

Sein Land sei "Schauplatz der Konfrontation ausländischer Mächte", sagte Karsai. "Die größten Hürden für den innerafghanischen Friedensprozess sind die USA und Pakistan." Der Krieg der USA erzeuge Wut im Land und sei kontraproduktiv. Um im Krieg gegen den Terror erfolgreich zu sein, müssten die USA "die Zusammenarbeit mit maßgeblichen Mächten wie Russland, China und dem Iran suchen".

Auf Drängen der USA wollen die Nato-Staaten die Anzahl ihrer Soldaten im Afghanistaneinsatz von 13.000 auf 16.000 steigern, wobei die USA den Löwenanteil der Verstärkung stellen. Außerdem haben die USA unabhängig vom Nato-Ausbildungseinsatz Kampftruppen in Afghanistan. Die Taliban haben in diesem Jahr ihren Herrschaftsbereich im Land ausgebaut.

Hier der Link zum Artikel der StN.de (Stuttgarter Nachrichten) vom 26.11.2017 >>> 

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Adventszeit

Am Sonntag ist der Erste Advent,
zünden wir also zur Adventszeit eine Erste Kerze an.

Meine Adventskerze widme ich dem Jungen aus Afghanistan,
sein Name ist Badurshah und er wurde nur 15 Jahre alt.

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