Uno-Bericht zu Kriegsopfern: Mehr als 8000 Kinder in Konflikten getötet oder verstümmelt // Wir wollen doch die Staaten im Hintergrund nicht vergessen, lieber Spiegel! // ARD-Tagesschau. Familiennachzug: Gebremst umgesetzt // Werte - christliche Werte?

Uno-Bericht zu Kriegsopfern

 Mehr als 8000 Kinder in Konflikten getötet oder verstümmelt

2016 wurden im Afghanistan-Krieg der Uno zufolge 3512 Kinder getötet oder verletzt - so viele wie nie zuvor. In Syrien und Somalia habe sich die Zahl der Kindersoldaten mehr als verdoppelt.

Kinder in Kabul, Afghanistan / REUTERS

Mehr als 8000 Kinder sind einem Uno-Bericht zufolge im vergangenen Jahr in bewaffneten Konflikten getötet oder verstümmelt worden. 

Diese Attacken auf Kinder seien "entsetzlich und inakzeptabel", sagte Uno-Generalsekretär António Guterres in New York bei der Vorstellung des Berichts. Er forderte die beteiligten Konfliktparteien auf, mehr zu tun, um Unschuldige zu schützen.

>> In Afghanistan seien 3512 Kinder getötet oder verstümmelt worden. Laut Guterres stieg die Zahl um fast ein Viertel, so viele Opfer habe es zuvor in Afghanistan noch nie gegeben.


>> Im Jemen spricht die Uno von 1340 getöteten oder verletzten Kindern, in Syrien von 1299. 

>> Zudem seien Hunderte Kinder in Konflikten als Soldaten rekrutiert worden oder sexueller Gewalt sowie Angriffen auf ihre Schulen ausgesetzt gewesen. 

>> In Syrien und Somalia habe sich die Zahl der Kindersoldaten mehr als verdoppelt.
 "Jedes Kind, das getötet oder verletzt wird, am Schulbesuch gehindert oder zum Kriegsdienst gezwungen wird, ist eins zu viel", sagte Virginia Gamba, Uno-Beauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte. 

Saudi-Arabien wieder auf der "schwarzen Liste"

Auf der "schwarzen Liste" der Verantwortlichen für die Taten listet der Bericht unter anderem Organisationen aus Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Irak, Mali, Myanmar, Somalia, Sudan und Südsudan, Syrien und dem Jemen auf.

Erstmals steht auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstützt, auf dieser Liste. Im vergangenen Jahr hatte der damalige Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon Saudi-Arabien nach Druck aus dem Land zunächst von der Liste gestrichen.

Menschenrechtsorganisationen begrüßten, dass das Land nun wieder für seine Taten verantwortlich gemacht werde. Damit habe Uno-Chef Guterres "das Richtige getan", hieß es von Human Rights Watch. "Die Militärkoalition muss aufhören, leere Versprechen zu machen und konkrete Schritte unternehmen, um die tödlichen Angriffe im Jemen zu stoppen und die dringend benötigte Hilfe für die Opfer zu gewähren."
cte/dpa
 

Hier der Link zum Spiegel-Online Artikel vom 06.10.2017 >>> 

Dazu >>>

Wir wollen doch die Staaten im Hintergrund nicht vergessen, lieber Spiegel! 

Das die vom Spiegel benannten Gruppen, die für sehr viele unmenschliche Taten die Verantwortung tragen, von den uns bekannten Staaten mit Waffen ausgerüstet wurden und werden, darf dann auch erwähnt werden.



Kein Hinweis auf die üblichen Verdächtigen, das ist schon etwas merkwürdig. Ihr habt es doch garantiert nicht vergessen.  

Alle Staaten mit geopolitischen Interessen und berstenden Waffenarsenalen sind zuforderst in der Verantwortung und diese Staaten gehören auch von der UNO genannt und verurteilt. Wäre es nicht  immer angemessen, wenn wir Berichte lesen müssen, die sich mit dem Mord an Kindern befassen, dann auch die wirklichen Hintergründe zu erfahren. Auch der Spiegel sollte da in der Pflicht sein, diesen dazugehörigen Absatz zum Thema zu präsentieren. 

Das die UNO überhaupt auf die Idee kam, dass Saudi-Arabien von dieser Liste entfernt wurde, ist im  Übrigen nur ein Zeichen der Schwäche, dieser Organisation. Alle Staaten, die sich an Kriegen beteiligen, wissen, dass auch immer Kinder getötet werden, daher sind all diese Staaten anzuklagen und zu verurteilen. 

Ich könnte für die Blog-Leserinnen und Leser jetzt einige sehr unschöne Fotos posten, darauf verzichte ich, allein die Erwähnung, dass es diese Fotos gibt, sollte uns zum Nachdenken bringen. 

Unsere Zukunft - unsere Kinder

Horst Berndt Okt.´17   

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ARD-Tagesschau

Familiennachzug: Gebremst umgesetzt

Das Recht von Flüchtlingen in Deutschland, ihre in Griechenland festsitzende engste Familie nachzuholen, wird nur sehr gebremst umgesetzt. Nur 6,5 Prozent derjenigen, denen eine Weiterreise zugesagt wurde, dürfen die Reise tatsächlich antreten.

Familiennachzug


Das Recht von Flüchtlingen in Deutschland, ihre in Griechenlandfestsitzende engste Familie nachzuholen, wird nur sehr gebremst umgesetzt.
Nur 6,5 Prozent derjenigen, denen eine Weiterreise zugesagt wurde, dürfen die Reise tatsächlich antreten.

Der Familiennachzug von Flüchtlingen, die in Deutschland anerkannt wurden, wird vom Bundesinnenministerium stark gedrosselt. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Die Zeitung beruft sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Von Januar bis September dieses Jahres hätten zwar fast 4950 - überwiegend syrische - Flüchtlinge eine Zusage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zur Weiterreise nach Deutschland erhalten, es seien dann aber nur 322 Personen ins Land gelassen worden. Das sind 6,5 Prozent.
 
Anerkannte Flüchtlinge dürfen Familie nachholen

Bei dieser Art von Familienzusammenführung geht es nicht um den Familiennachzug aus den Herkunftsländern, der für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutz noch bis März 2018 ausgesetzt ist.
Im Gegensatz zu dieser Regelung haben nach der Dublin-Verordnung anerkannte Flüchtlinge Anspruch, innerhalb von sechs Monaten jene Angehörigen nachzuholen, die in einem anderen Dublin-Mitgliedsland - in der Regel Griechenland - untergekommen sind. Der Zeitung zufolge geht es zu zwei Dritteln um Syrer, aber auch um viele Afghanen und Iraker.

Das Bundesinnenministerium begründete dies dem Bericht zufolge mit dem großen logistischen Koordinierungsaufwand in Griechenland. Zudem müssten auch Bund und Länder die Aufnahme, Betreuung und Unterbringung stemmen können, da die Kapazitäten begrenzt seien. Daher habe Deutschland sich mit Griechenland über die Anzahl der zu überstellenden Personen abgestimmt. Dass es eine zahlenmäßige Beschränkung gibt, bestätigte das Ministerium nicht. Ähnlich hatte die Bundesregierung auch schon in entsprechenden Gerichtsverfahren von betroffenen Flüchtlingen argumentiert. 
Hier der Link zum Artikel der ARD vom 07.10.2017 >>> 

Dazu >>>

Anm.d.Blog-Redaktion:

Werte - christliche Werte?
Wir schwadronieren doch immer von unseren Werten, auch den christlichen Werten. Wir haben in der deutschen Regierung sogar Parteien, die sich im Namen damit brüsten, christlich zu sein und damit ausdrücklich diese Werte sehr weit in den Vordergrund stellen. Damit sind die anderen Parteien selbstverständlich nicht aus dem Schneider, denn SPD und Grüne stehen da auch in der Pflicht. 

Die Zusammenführung dieser geschundenen Familien, die unter schlimmsten Bedingungen leben müssen, muß doch für eine werteorientierte Nation wie es Deutschland doch sein will, eine absolute Selbstverständlichkeit sein. Ist es nicht auch ein Stück Leitkultur, so wie es einige Politiker immer mal wieder sehr gern ansprechen, wenn es um Integration geht. Gilt diese Leitkultur nicht auch für unsere gesamte deutsche Gesellschaft. Wenn wir die Abschiebepraxis noch unter dem Aspekt der christlichen Werte betrachten, dann kann ich nur an Heribert Prantl erinnern. Der sehr zornig wurde in der Talk-Show bei Anne Will (01.10.2017) und dies auch klar zum Ausdruck brachte, gegenüber Markus Söder (CSU), was wohl auch viele vor den Bildschirmen dachten. 

Zitat >

"Wie Sie nach Afghanistan abschieben lassen aus Bayern ist eine Sauerei."

 (Heribert Prantl, bei Anne will am 01.10.2017 in der ARD)

Dem Zitat von H.Prantl ist nicht hinzuzufügen, Herr Söder!

Horst Berndt Okt. ´17
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 Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Deutsches Grundgesetz.

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