Wir nennen es Zivilcourage, wenn eine Pflegemutter aufsteht und an Politiker appelliert // Abschiebungen nach Afghanistan sind eine menschenrechtliche Kapitulationserklärung // Integration und Schutz statt Abschreckung und Abschiebung


Wir nennen es Zivilcourage
wenn eine Pflegemutter aufsteht und an Politiker appelliert 

Am Freitag, dem 8.9. in Schwabach bei einer PODIUMSDISKUSSION zum Thema RASSISMUS UND POPULISMUS mit fünf Politikern von CSU, SPD, BÜNDNIS 90/die Grünen, die Linken und FDP... Das ist der Beitrag im Zeitungsartikel zum Statement, das ich abgegeben habe... Emotionalität ist bei diesem Thema durchaus angebracht und ebenso nötig... Michael Frieser von der CSU und auch die anderen Politiker waren sprachlos, der anschließende Applaus allerdings umso lauter...

Sanne Phillip, wenn eine Mama sauer wird!

Was eine Pflegemutter zu berichten hat. Diese couragierte Mama setzt sich wahrlich mit aller Kraft für den Sohn ein, damit er nicht nach Afghanistan ins Kriegsgebiet abgeschoben wird. Einige unserer Leserinnen und Leser werden sich vielleicht noch erinnern, dass wir über diese Familie schon berichteten und das ZDF hat auch schon berichtet. 

Wir berichten in bestimmten Abständen immer wieder über Schicksale, die wir in letzten Monaten mit Berichte im Blog begleitet haben.  

Familie Philipp mit Pflegesohn

Hier noch einmal zur Information für unsere Leserinnen und Leser der Blog-Artikel vom 14.05.2017 >>>

Die deutsche Regierung sollte bedenken, was sie den vielen Familien antut, die einen Flüchtling aufgenommen haben. Was bilden sich diese Mandatsträger eigentlich ein. 

Wir schaffen das! - Ach ja, Frau Merkel, wissen sie , wie es ist, wenn Jugendliche/Kinder endlich ein friedliches Zuhause gefunden haben, weil deutsche Familien/Ehepaare das in die Tat umgesetzt haben was sie in der Öffentlichkeit ausgesprochen haben? 

>WIR SCHAFFEN DAS< 

Wo bleibt denn jetzt ihre Stimme für diese Menschen in Deutschland? Sie lassen diese fürsorglichen Menschen einfach im Stich. Wir haben nach Berichten aus den Medien etwa 6 Millionen Helfer im Land. Diese Helfer brauchen den Schutz der eigenen Regierung, besonders die Pflegefamilien, die ihr ganzes Leben bewusst umgestellt haben, um anderen Menschen zu helfen, die vor Krieg und Terror flüchten mussten. 

Unser Land ist eben humanistisch, NICHT rassistisch. Diesen Humanismus, der wohl ein Wert im Sinne unseres Grundgesetzes darstellt, solle zuforderst in Vorbildfunktion von unserer eigenen Regierung vorgelebt werden. Dies sehen wir und vor allem die Pflegefamilien gerade nicht umgesetzt.

Daher VERLANGEN wir ein klares Umdenken hinsichtlich der Abschiebepraxis in Deutschland. Dies fordern wir von allen Parteien. Wenn wir uns die Praxis in Bayern nur mal ansehen, und die entsprechenden Blog-Artikel haben wir dazu im Archiv, dann kann man den Glauben daran verlieren, dass die Würde des Menschen unantastbar ist - in Deutschland. 
Horst Berndt Sept. ´17

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Die würde des Menschen ist unantastbar. Deutsches Grundgesetz.



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Abschiebungen nach Afghanistan sind eine menschenrechtliche Kapitulationserklärung


„In ihrer rigorosen Abschiebepolitik hat die Bundesregierung sichtlich jede Scham verloren. Mit der für Dienstag geplanten Abschiebung von mindestens 15 afghanischen Flüchtlingen vom Düsseldorfer Flughafen nach Kabul geht es Bundesinnenminister Thomas de Maizière einzig und allein darum, vor der Bundestagswahl noch ein Zeichen zu setzten. Das ist eine menschenrechtliche Kapitulationserklärung sondergleichen“, erklärt innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Ulla Jelpke. Die Abgeordnete


Ulla Jelpke, DIE LINKE 

Seit dem verheerenden Bombenanschlag vor der Deutschen Botschaft in Kabul, nach dem die Abschiebungen nach Afghanistan unterbrochen wurden, ist das Kriegsland nicht sicherer geworden. 

Im Gegenteil: es gibt nirgendwo mehr sichere Gebiete, Taliban und der inzwischen auch in Afghanistan aktive IS nehmen bei ihren Anschlägen keine Rücksicht auf Zivilisten. Afghanische Sicherheitskräfte sind für ihre Menschenrechtsverletzungen berüchtigt. 

US-Präsident Trump will die US-Truppen am Hindukusch massiv verstärken – auch das spricht nicht für eine Beruhigung der Lage sondern im Gegenteil für vermehrte Opfer unter der Zivilbevölkerung.

Ich bleibe daher dabei: es darf keine Abschiebungen in den Krieg geben – auch nicht von Menschen, die möglicherweise in Deutschland straffällig wurden. Diese müssen ihre Strafe hier verbüßen, alles andere wäre eine unzulässige Doppelbestrafung.“

Hier der Link zur Stellungnahme von Ulla Jelpke >>>


Dazu >> 

Integration und Schutz statt Abschreckung und Abschiebung



„Statt populistischer Hetze und dem Ruf nach mehr Abschiebungen brauchen wir wirksame Maßnahmen zur schnellen Integration der nach Deutschland geflohenen Menschen.

Hier der komplette Artikel von Ulla Jelpke vom 08.09.2017 >>>

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