Mädchen aus Syrien ist die Schulbeste in Deutsch - Liloz erhält von ihren Mitschschülern volle Unterstützung // Wer kann da helfen? // Dr. Thomas Nowotny - Nun ist es heraus: Die Bundesregierung hat keine neuen Erkenntnisse und lässt alles, wie es ist.


Mädchen aus Syrien ist die Schulbeste in Deutsch

17-Jährige Schülerin der Baunataler Theodor-Heuss-Schule mit tollem Abschluss
Baunatal. Wer sich mit Liloz Omar unterhält, hat den Eindruck, dass sie seit frühester Kindheit deutsch spricht. Dabei kam die 17-Jährige erst vor drei Jahren aus Syrien hierher.

Liloz mit ihrer Klassenlehrerin Gisela Köhler.

Baunatal: 
Wer sich mit Liloz Omar unterhält, hat den Eindruck, dass sie seit frühester Kindheit deutsch spricht. Dabei kam die 17-Jährige erst vor drei Jahren aus Syrien hierher.

Im vergangenen Schuljahr hat sie an der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal die beste Arbeit im Fach Deutsch und die beste Präsentation des gesamten Realschuljahrgangs absolviert.

Für diese „beeindruckende Leistung“, wie ihre Klassenlehrerin Gisela Köhler sagt, hat Liloz eine Auszeichnung der Schule erhalten. Doch der Weg dorthin war gar nicht so leicht: Mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern reiste die 17-Jährige von Syrien nach Deutschland, lebte zunächst in der Nähe von Fulda und kam dann nach Baunatal in die siebte Klasse der Theodor-Heuss-Schule.


"Ich hatte vorher nichts mit der deutschen Sprache zu tun, in Syrien habe ich Englisch und Französisch gelernt“, erzählt Liloz. Ihre Muttersprache ist kurdisch, außerdem spricht sie arabisch. Ihre Eltern seien mit der Familie aus Syrien weggegangen, weil sie sich um die Zukunft der Kinder gesorgt hätten.

Anfangs verständigte sie sich mit ihren Mitschülern und den Lehrern auf Englisch. „Dann habe ich langsam deutsch gelernt“, sagt sie. Sie habe viel Glück gehabt, dass ihre Mitschüler sie unterstützten und dass sie schnell Freunde fand. „Sie ist von sich aus aktiv geworden und war im vergangenen Jahr Klassensprecherin“, berichtet Köhler.



Beeindruckt war Liloz’ Klassenlehrerin auch von ihrer Abschlusspräsentation zu dem Thema

 „Die Problematik des Kopftuchs“. 

„Das hat mich schon interessiert, als ich klein war“, meint Liloz. Ihre Oma trägt ein Kopftuch, die Mutter nicht. Die 17-Jährige wollte der Frage auf den Grund gehen, warum das Bedecken der Haare im Islam so unterschiedlich gehandhabt wird. Sie kam zu dem Ergebnis, dass es Auslegungssache ist: „Das kommt darauf an, wie man gewisse Stellen des Korans liest. Es ist eine individuelle Entscheidung.“

Deutsch zu lernen war für Liloz nicht einfach, wie sie selbst sagt. Sie hatte einen speziellen wöchentlichen Kurs neben den normalen Unterrichtsstunden und hat viele Bücher auf deutsch gelesen. „Das hat nicht unbedingt etwas mit Talent zu tun, es war auch viel Anstrengung“, betont die Syrerin. Das alles verhalf ihr zu der besonderen Leistung und somit zu ihrem Realschulabschluss.

Nach den Ferien wird sie die gymnasiale Oberstufe der Herderschule in Kassel besuchen – dafür hat sie sich dank des Notendurchschnitts ihres Abschlusszeugnisses qualifiziert. „Wenn ich das Abi schaffe, möchte ich studieren: internationale Wirtschaft oder Wirtschaftsrecht, etwas in diese Richtung“, erzählt Liloz. Für das Thema hat sie sich im Unterricht bereits interessiert. „Ich bin stolz, so eine Schülerin zu haben“, sagt Köhler. Sie freut sich, das Liloz mit gutem Beispiel vorangeht.


Hier der Link zum Artikel der HNA (Hessische-Niedersächsische-Allgemeine) vom 11.08.2017 >>> 
Mädchen aus Syrien ist die Schulbeste in Deutsch / HNA vom 11.08.2017

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Wer kann da helfen?
Via Joachim Spehl
Hallo zusammen,

in Dortmund möchte eine Gruppe afghanischer Menschen einen Verein gründen, der Afghanen eine Anlaufstelle bieten möchte, um z.B. auch deutsch bis B1-Niveau zu unterrichten. Oder sie wollen Anlaufstelle für andere Belange von Erstankommenden sein, um sie bei ihren Anliegen zu unterstützen. Oder, oder, oder...
Um so etwas anbieten zu können, benötigen sie einen Raum für etwa 15-20 Personen, möglichst 5 Tage
die Woche ab Nachmittags, wenn möglich ohne Kosten.


Hat dazu jemand eine Idee oder vielleicht eine konkrete Möglichkeit?

Wenn ja, dann bitte entweder eine Information an Heydar Alizadah (alizadah.heydar@gmx.de)


und/oder an mich (j.spehl@gmx.de).
Danke vorab. Joachim.



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Via Dr.Thomas Nowotny
 Nun ist es heraus: Die Bundesregierung hat keine neuen Erkenntnisse und lässt alles, wie es ist.

Zementierung einer zweifelhaften Zwischenlösung
Dritter von links, Dr.Thomas Nowotny

11. Aug. 2017 — Liebe UnterstützerInnen,

Nun ist es heraus: Die Bundesregierung hat keine neuen Erkenntnisse und lässt alles, wie es ist.

Ein Teilerfolg? Jein. Natürlich ist es ein Teilerfolg, wenn die Abschiebungen beschränkt bleiben auf "Straftäter, Gefährder und Personen, die hartnäckig ihre Mitarbeit an der Identitätsfeststellung verweigern" . Doch auch all diese Menschen haben ein Recht auf Leben und dürfen nicht ins Kriegsgebiet geschickt werden!
Den passenden Kommentar dazu finden wir auf n-tv:
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Berlin-ist-lebensgefaehrlich-pragmatisch-article19976096.html

Eine gute Nachricht ist das ganze vor allem für die CDU, die hofft, das Thema so aus dem Wahlkampf herauszuhalten:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cdu-sieht-sich-bei-afghanistan-abschiebungen-bestaetigt-15144678.html

Für einen Hinweis sei einem mir bisher völlig unbekannten CDU-Politiker dennoch gedankt:
 „Eine ganze Reihe europäischer Staaten führen Migranten sehr regelmäßig und in weit größerem Umfang nach Afghanistan zurück“, sagte Harbarth.

Wir werden uns weiter vernetzen und diesen Misstand europaweit bekämpfen! Bald mehr dazu.

Ich hatte hier ja auch meine Petition für Familie Bardhoku geteilt - hier ein Update dazu...
https://www.change.org/p/horst-seehofer-bitte-holen-sie-familie-bardhoku-sofort-zur%C3%BCck-d7b3de51-8803-4a55-8b4a-bc950fa17317/u/20994292

Besonders möchte ich auf diesen Spendenaufruf des Bayerischen Flüchtlingsrats hinweisen:

Im Fall der Familie B wollen wir die abgeschobene kranke Mutter und ihre Kinder weiter unterstützen, und haben ein Spendenprojekt ins Leben gerufen. Während der Vater noch in Deutschland ist, wurden die kranke Mutter und ihre Kinder nach Tirana abgeschoben. Dort können sie zwar bei Verwandten wohnen, zumindest vorübergehend, haben aber kein Geld für Essen, Kleidung (ihnen wurde nicht erlaubt, etwas mitzunehmen) und Medikamente. Wir wollen vor allem die Mutter und ihre Kinder wenigstens vorübergehend unterstützen.

Jede Unterstützung ist uns wirklich willkommen. Spenden kann man unter http://www.gut-fuer-muenchen.de/projects/56234

Hier der Link zur Petition von Dr. Thomas Nowotny >>> 
 Bundeskanzlerin Angela Merkel - keine abschiebungen nach Afghanistan

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Die Würde
Sie sank längst und liegt nun in Form von Hilfsbedürftigen toten Menschen auf dem Grund des Mittelmeeres.
 
 
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deutsches Grundgesetz.

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