Eine Erfolgsstory -- Einstiegsqualifizierung für junge Flüchtlinge-Ausbildung für die Ausbildung ..... so kanns gehen!



Einstiegsqualifizierung für junge Flüchtlinge-Ausbildung für die Ausbildung

Mit einer emotionalen Wandzeitung in so gut wie fehlerfreiem Deutsch haben sich 16 Flüchtlinge bei ihren Betreuern vom Ausbildungszentrum Siemens bedankt, die sie in den vergangenen sechs Monaten in Chemnitz auf dem Weg zu einer Ausbildung begleitet hatten. Doch nicht für alle jungen Leute folgt sofort der Schritt ins Berufsleben.


Bildrechte: MDR/Nora Kilényi

Sechs Monate lang haben die Flüchtlinge aus Somalia, Afghanistan, Libyen, dem Libanon und Syrien gemeinsam im Chemnitzer Ausbildungszentrum der Siemens AG die Schulbank gedrückt und sich an der Werkbank mit Metallverarbeitung und Elektronik vertraut gemacht. 

Sie haben eine sogenannte Einstiegsqualifizierung absolviert, um sich auf eine Berufsausbildung in Deutschland vorzubereiten. Neben den technischen Fächern gehörten dazu auch die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse und das Kennenlernen anderer Azubis. Jetzt erhielten alle Teilnehmer ihre Abschlusszertifikate.


Mahmoud Mustafa (vorn) hat bisher nur Absagen auf seine Bewerbungen erhalten, Aghamirza Safdari (im Hintergrund) beginnt seine Ausbildung im August.Bildrechte: MDR/Nora Kilényi

Nicht alle Erwartungen erfüllen sich sofort

Mahmoud Mustafa hat große Erwartungen mit dem Kurs verknüpft. Er war vor zwei Jahren aus dem syrischen Aleppo nach Chemnitz geflüchtet. 


In der neuen Heimat will er eine Ausbildung zum Schiffsmechaniker machen und damit in die Fußstapfen seines Vaters treten. Daher ist der 19-Jährige Siemens für die Einstiegsqualifizierung sehr dankbar. 

Er hofft, dass er einen Ausbildungsplatz in der Metallbranche bekommt, hat aber bisher noch keinen Erfolg gehabt. "In diesem Jahr habe ich mich bei fünf Firmen beworben, aber ich habe Absagen bekommen. Es hat nicht geklappt." Er wolle aber nicht aufgeben, an der Abendschule seinen Realschulabschluss machen und sich im nächsten Jahr erneut bewerben.

Aghamirza Safdari hat seinen Ausbildungsvertrag bei Siemens hingegen schon in der Tasche. "Letztes Jahr habe ich ein Praktikum bei Siemens in Dresden gemacht. Dort hat man mir gesagt, dass ich nach der Qualifizierung hier eine Ausbildung beginnen kann. Das ist eine super Chance.

Wir haben uns nicht an den Problemen aufgehalten

Ausbilder Uwe Moebius der Siemens AG in Chemnitz war überrascht, wie gut der Kurs funktioniert hat. "Durch die professionelle Herangehensweise aller Partner ist aber ein wirklich gutes Ergebnis dabei herausgekommen." Agentur für Arbeit, Bildungsagentur, Inlingua-Sprachschule, IHK und Richard-Hartmann-Schule hätten alle an einem Strang gezogen.

"Ich denke, dass diese Maßnahme auch von einem sehr sehr hohen persönlichen Engagement geprägt war. Wir haben uns nicht an den Problemen aufgehalten, sondern die Ärmel hochgekrempelt und uns der Aufgabe gestellt." 


Drei Viertel der Teilnehmer könnten nun eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung beginnen. Bevorzugt würden sie allerdings nicht, so Moebius. Bei Siemens müssten sie, wie in jedem anderen Unternehmen auch, bei einer Bewerbung die gleichen Eignungstests absolvieren wie jeder andere Bewerber.

Siemens plant weitere Qualifizierungskurse.

Für das Chemnitzer Ausbildungszentrum von Siemens war es der erste Lehrgang dieser Art, soll aber nicht der letzte sein. Noch steht allerdings nicht fest, in welchem Umfang und an welchen Standorten weitere Qualifizierungskurse stattfinden werden. 

Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt sich bei Siemens bei den vier Förderklassen aus dem vergangenen Jahr. Von den 64 Teilnehmern an vier Standorten haben fast 60 Prozent direkt danach ein Ausbildung begonnen, die Hälfte von ihnen im Unternehmen oder bei Kooperationspartnern.

Hier der Link zum Artikel vom mdr vom 14.07.2017 >>> 


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So geht Integration!

Wollen wir nur hoffen, dass unser Staat die gut integrierten und ausgebildeten jungen Menschen nicht wieder rigoros abschiebt, weil wir in Wahlkampfzeiten sind. Ein gutes Beispiel für auch andere Firmen, die unbedingt Auszubildende brauchen und sie brauchen diese jungen interessierten Menschen sehr dringend. Wir berichteten darüber im Blog. 
Horst Berndt Juli ´17 

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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deutsches Grundgesetz. 

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