SHAMS - EIN LEBENSZEICHEN (AM 03.05.2017) - NACH ZWEI WOCHEN! PLUS ARTE-DOKU!

Shams in Afghanistan 
Zwei Wochen wussten wir nichts von ihm! 
Freunde in Deutschland und in Afghanistan haben nach ihm gesucht. 



Klaus Peter Metzger, ein Pfarrer aus Passau und Helfer von Shams berichtet über die Entwicklung der letzten Tage.

Zwei Wochen wussten wir nichts von ihm!
Freunde in Deutschland und in Afghanistan haben nach ihm gesucht. 

Vorhin (03.05.2017)  kam von Sayed Nasim Sadat die erst mal GUTE NACHRICHT! Shams wurde in hilflosem Zustand von einem hilfsbereiten Menschen in Kabul gefunden und etliche Tage beherbergt! Als es ihm wieder besser ging, ist Shams vor ein paar Tagen wieder gegangen.

Ein riesengroßer Dank an den uns unbekannten Helfer!

Am 18. April hatte Shams noch dieses Bild geschickt und geschrieben: 
Shams braucht medizinische Hilfe 

„Hallo Herr Peter, zur der Zeit ich bin in der Straße, weil ich habe mein Rat verloren, jeden Tag von diese Straße sitzen und andere Straße sitzen, und jeden Tag ich habe mein Rat mein Leben ich verloren, ich hab zu viele Kopfschmerzen und ich weiß es nicht wo bin ich und wo gehe ich..."
Die Zeilen von ihm wiesen schon darauf hin, dass er mehr und mehr die Orientierung verlor, ähnlich, wie vor seinem Klinikaufenthalt im vergangenen Herbst.


Ein Fremder hat nun Shams von der Strasse geholt und ihn versorgt!
Das macht mich sehr dankbar! Aber natürlich sind wir weiter besorgt um Shams! Wir hoffen, dass er sich bald meldet.

Zur Erinnerung: Hier wurde Ende Januar ein kranker 24 jähriger junger Mann, der durch einen Bombenanschlag in Afghanistan eine diagnostizierte schwere Traumatisierung und eine verkrüppelte Hand davontrug, nach wochenlangem stationären Aufenthalt in der Psych. Klinik aus einer laufenden medizinischen Behandlung in Passau herausgerissen und ohne die dringend notwendigen Medikamente und medizinische Ansprechpartner gewaltsam in ein Land gebracht, in dem der Terror herrscht und in dem Shams wochenlang obdachlos und ohne medizinische Hilfe war.
Das einzige, was er nach seinen Worten von offizieller Seite bekommen hat, sind 50 USD. Shams hat auch überhaupt keine Familie in Afghanistan!

Nur durch ehrenamtliche Helfer hier und in Kabul konnte seine Situation anfangs etwas stabilisiert werden. Mit großer Sorge aber mussten wir in der letzten Zeit beobachten, wie sich der gesundheitliche Zustand von Shams trotz der Medikamente aus Deutschland unter den Bedingungen in Afghanistan wieder deutlich verschlechterte.

Die Geschichte von Shams straft alle Argumente von Politikern und Behörden Lügen, die Abschiebungen nach Afghanistan befürworten, durchführen oder auch nur dulden!
Das Update schrieb Klaus Peter Metzger am 03.05.2017 

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Eine kleine Zusammenfassung zum Schicksal von Shams aus unserer BLOG- Berichterstattung 

Wir werden natürlich über das Schicksal von Shams weiterhin berichten, wer dazu einen Kommentar schreiben will, kann dies sehr tun, auch in den FB-Gruppen, wo der Artikel publiziert wird. 
Ihr könnt auch gern Fragen stellen, wir wollen sie gern zeitnah beantworten.  




Shams, ist ein 24jähriger Afghane, der Anfang Februar nach Kabul abgeschoben wurde. 18 junge Afghanen saßen damals im Flieger. Eigentlich hätte Shams nicht dabei sein dürfen. Laut Gesetz. Es schützt Kranke vor Abschiebungen.. Eigentlich. Warum dies bei Shams nicht geschah? Offene Frage!

Jedenfalls verzichteten die Entscheider über Wohl und Wehe auf eine bündige Erklärung. Es bleibt der Fakt: In dem schwer traumatisierten Zustand sahen sie kein Hindernis, Shams die volle Härte eines Gesetzes der gnadenlosen Art spüren zu lassen. Eines Gesetzes, dessen innere Logik sich nicht zwingend aufdrängt, und die Prinzipien von Gerechtigkeit und Gleichbehandlung außer Kraft setzt, was man von einem Gesetz erwarten dürfte.

Absatz aus dem Artikel von Erhard Thiel vom 22.04.2017 


Zur Erinnerung nochmals die Dokumentation auf Arte
Abschiebung in den Terror

Horst Berndt 04.05.2017 

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Die Würde des Menschen ist unantastbar! (Deutsches Grundgesetz) 



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