Helfer springen wegen Asylpolitik ab- Arbeitsverbote und drohende Abschiebungen erzeugen Frust, Ärger und Demotivation. Damit werde jede Möglichkeit der Integration verhindert, moniert die Arbeitsgruppe Kommunalpass // Artikel 2- Angemeldete Kundgebung in Dortmund - Forderung: Abschiebestopp nach Afghanistan! // Wir stellen uns quer - Update von Dr. Thomas Nowotny zur Petition


Bei Umfragen der Helferkreise in Erding, Finsing und Wartenberg ergab sich ein sehr klares Meinungsbild der Bevölkerung: Die Mehrheit ist für eine Arbeitserlaubnis für Asylbewerber. (Foto: Privat)
Helfer springen wegen Asylpolitik ab


Arbeitsverbote und drohende Abschiebungen erzeugen Frust, Ärger und Demotivation. Damit werde jede Möglichkeit der Integration verhindert, moniert die Arbeitsgruppe Kommunalpass

Der hohe Prozentsatz von Ablehnungsbescheiden für Flüchtlinge, das daraus resultierende Arbeitsverbot und die drohenden Abschiebungen zermürben die Betroffenen und die Helfer im Landkreis. Frust, Ärger, Demotivation und Wut macht sich breit. 

Bei einem Pressegespräch der ehrenamtlichen Asylhelfer sagte Dagmar Wendel, viele Helfer würden wegen der aktuellen Asylpolitik abspringen, neue Helfer ließen sich kaum noch gewinnen. Auch der Leidensdruck für die Flüchtlinge verstärke sich: Manche würden aus Deutschland in Nachbarländer fliehen, um nicht nach Afghanistan oder Pakistan abgeschoben zu werden, andere würden sogar in die Illegalität abtauchen.

Hier der Link zum Artikel der SZ vom 23.05.2017 >>> 


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Informationen zu einer Veranstaltung in Dortmund / NRW 

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An die Geflüchteten, insbesondere auch aus Afghanistan, an die Unterstützer/innen der geflüchteten Menschen in Dortmund!


Am Donnerstag, den 01.Juni 2017 wird der Rat der Stadt Dortmund sich mit den Anträgen der beiden Fraktionen Bündnis 90 Die Grünen und Die Linke/Piraten zum Abschiebestopp nach Afghanistan befassen.


Auf Initiative der Flüchtlingsinitiativen zielt der Antrag darauf ab, die Stadt Dortmund zu beauftragen für afghanische Flüchtlinge humanitäre Duldungsgründe zu finden und einen Abschiebestopp aus Dortmund zu beschließen. Außerdem soll Dortmund sich dafür einsetzen, dass aus NRW keine Abschiebungen nach Afghanistan mehr vorgenommen werden.


Afghanistan ist nicht sicher. Das hat die durch das Bundesministerium in Auftrag gegebene Stellungnahme des UNHCR von Dezember 2016 eindeutig belegt.


Mittlerweile ist die grausame Tatsache erwiesen, dass mindestens ein im Februar 2017 nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling im Mai 2017 in Afghanistan ums Leben gekommen ist.


Wir laden Sie/euch ein,


am Donnerstag, den 1. Juni 2017 ab 14:30 h

vor dem Rathaus - Friedensplatz 1

in Rahmen einer angemeldeten Kundgebung


der Forderung: Abschiebestopp nach Afghanistan


öffentlichkeitswirksam Nachdruck zu verleihen.


Anschließend werden wir als Besucher an der Ratssitzung teilnehmen.


Damit sollen alle Ratsmitglieder darin unterstützt werden, die Anträge positiv abzustimmen.


Die Stadträte von München, Düsseldorf und Mühlheim z.B. haben bereits entsprechende Beschlüsse gefasst.



In der Hoffnung auf Ihre/eure Teilnahme an der Kundgebung. Plakate, Transparente und Kreativität sind erwünscht.
Damit sollen alle Ratsmitglieder darin unterstützt werden, die Anträge positiv abzustimmen.

Die Stadträte von München, Düsseldorf und Mühlheim z.B. haben bereits entsprechende Beschlüsse gefasst.


In der Hoffnung auf Ihre/eure Teilnahme an der Kundgebung. Plakate, Transparente und Kreativität sind erwünscht.



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Wir stellen uns quer



Dr. Thomas Nowotny


25. MAI 2017 — Achtung: Der nächste Abschiebeflieger soll am Mittwoch 31.05.2017 starten! Vermutlich wieder von München. 


Aktualisierte Informationen hier: http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/start.html


Gerade war die Ermordung einer deutschen Helferin in Kabul in den Schlagzeilen. Mit Beginn der Frühjahrsoffensive der Taliban wird Afghanistan insgesamt noch unsicherer.

Zum letzten Update hier einige Updates:
Meine Dienstaufsichtsbeschwerde, weil bei Abschiebeversuchen in Bayern Familien getrennt und Kinderrechte mit Füßen getreten werden, fand ein breites Presseecho:


Die entspr. Links findet ihr dann im Artikel (Update) von Dr. Nowotny >>> 



Von den Parteichefs haben bisher nur die Grünen reagiert


Cem Özdemir lässt folgendermaßen antworten:

„Unsere Position auf Bundesebene ist ganz klar: Wir GRÜNE setzen uns für einen generellen Abschiebestopp nach Afghanistan ein. Wir werben auch bei unseren Parteifreundinnen und -freunden in den Bundesländern für eine deutliche Haltung gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Afghanistan ist eines der gefährlichsten Länder der Welt und die Lage hat sich in letzter Zeit keineswegs verbessert. 2016 wurden dort nach einem aktuellen UN-Bericht so viele Zivilisten wie nie zuvor Opfer von Gewalt. Das Bundesaußenministerium warnt vor Reisen in das von Krieg und Terror geschüttelte Land, der Bundestag beschließt die Verlängerung des Nato-Mandats der Bundeswehr, Regierungsmitglieder reisen in Schutzwesten durch Afghanistan und die Taliban sind wieder auf dem Vormarsch.

Eine Politik, die unter diesen erbärmlichen Umständen Flüchtlinge in ihre Heimat abschiebt, macht sich der Menschenrechtsverletzungen indirekt mitschuldig. Abschiebungen in Kriegs- und Bürgerkriegsgebiete müssen tabu sein.

Sie haben durchaus Recht mit der individuellen Verantwortung, für Abschiebungen. Allerdings wäre eine Neubewertung der Sicherheitslage, wie sie unsere zuständigen Landesminister und -ministerinnen gefordert haben, gleichwohl hilfreich, damit wäre der formaljuristischen Begründung der Boden entzogen. (…)“

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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deutsches Grundgesetz. 

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