FARHAD RASULI - IM FEBRUAR 2017 NACH AFGHANISTAN ABGESCHOBEN (DEPORTIERT) -- IM MAI 2017 VON DEN TALIBAN ERMORDET!

Wo Worte fehlen, 
das Unbeschreibliche zu beschreiben, 
wo die Augen versagen, 
das Unabwendbare zu sehen, 
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können, 
bleibt einzig die Gewissheit,
dass du für immer in unseren Herzen weiterleben wirst


Farhad Rasuli ist tot! 

Farhad Rasuli ist tot. Er wurde 20 Jahre alt und ist das erste bekannt gewordene Opfer der Abschiebepolitik in Deutschland. 
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 Es heißt, Farhad Rasuli wurde in seiner Heimat, die Deutschlands Abschiebepolitiker beharrlich und wider besseres Wissen, als sicher bezeichnen, von den Taliban getötet. Die näheren Umstände sind unbekannt. Vielleicht werden wir sie nie erfahren. Gehören doch Verschleierung und Verleugnung auch zu der staatlich verordneten Deportationsstrategie.

Als Farhad Rasuli Deutschland erreichte, es muß 2015 oder 2016 gewesen sein, meinte er wohl in paradiesischen Zuständen angekommen zu sein. In einem Land des Friedens und der Freiheit. In einer Art Himmelreich. Und zudem noch in einem Supersommer, nämlich dem von 2016. Vielleicht gehörte er zu jenen, die glaubten, dem Terror in Afghanistan endgültig entkommen zu sein. Vielleicht feierte er die neue Heimat enthusiastisch. 

Und wie viele seiner Landsleute glaubte er an eine glänzende Zukunft. Glaubte vielleicht, hier seine Talente entfalten zu können, so, wie es die über alle Maßen freundliche Selfie-Kanzlerin ihm und allen anderen Flüchtlingen versprochen hatte. Und nicht nur ihnen sondern der gesamten Bevölkerung, die damit auf die Gäste eingestimmt werden sollten. Ein Irrtum? Vielleicht. Ein taktisches Täuschungsmanöver?

Eine perfide Wendung? Wie auch immer. Die Willkommensfee präsentierte jedenfalls eine Metamorphose, und zwar in einer Konsequenz, für die es in der Politik, die immer wieder Undenkbares vollbringt, nur wenige Beispiele gibt. 

Frau Merkel justierte offenbar den Kompaß ihrer Werte neu und vollzog eine 180-Grad-Wendung. Aus "Willkommen" und "wir schaffen das" wurde ein "Zurück" der gnadenlosen Art. Farhad Rasuli ist das erste - bekannte - Opfer. Unternehmensberater McKinsey, in Deutschland berüchtigt als "Jobkiller", lieferte dazu die Ideen, gegen ein stattliches Honorar. Und ein Heer von Winkeladvokaten schuf die juristischen Voraussetzungen. Verordnungen, Gesetze, Fußangeln, speziell ausgelegt für Afghanen, geschaffen um sie aus jenem wunderbaren Land zu vertreiben, das sie irrtümlicherweise für die Heimat von Frieden und Freiheit hielten. 

Farhud Rasuli steht für eine Generation, der zuerst die Lebenslust und dann der Lebensmut ausgetrieben wurde.
Erhard Thiel am 13.05.2017 (Journalist) 

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"Wenn der Staat seinen internationalen Schutzverpflichtungen gegenüber Ihnen und anderen afghanischen Flüchtlingen nicht mehr nachkommt, werden wir, Mitglieder der Zivilgesellschaft, uns für Sie einsetzen - notfalls gegen staatliche Maßnahmen"
Dr.med. Thomas Nowotny 


Übergabe der Petition am Kanzleramt. V.l.n.r.: Dr. Henry Stahl, Dr. Ernst Ludwig Iskenius, Dr. Thomas Nowotny, Milan Müller, Dr. Michaela Müller
© Dr. Thomas Nowotny
Bundeskanzlerin Angela Merkel: Keine Abschiebungen nach Afghanistan // Petition - Update vom 12.05.2017 von Dr. Th. Nowotny
Dr.med. Th. Nowotny/Kinderarzt


Dr. Thomas Nowotny (56), Gründer der "Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte" setzt sich für Flüchtlinge und gegen Abschiebungen nach Afghanistan ein. "Wenn der Staat seinen internationalen Schutzverpflichtungen gegenüber Ihnen und anderen afghanischen Flüchtlingen nicht mehr nachkommt, werden wir, Mitglieder der Zivilgesellschaft, uns für Sie einsetzen - notfalls gegen staatliche Maßnahmen", so Nowotny.


Online-Petition gegen Abschiebungen nach Afghanistan



Nowotny startete die Online-Petition "Keine Abschiebungen nach Afghanistan!" Bislang hat er dort 66.005 Stimmen sammeln können. Er richtet sich mit klaren Worten an Geflüchtete und die Deutsche Bundesregierung: 



"Für den Fall, dass die Bundesregierung tatsächlich Sie und andere afghanische Flüchtlinge in Ihr von Krieg zerfressenes Herkunftsland abschieben will, werden wir uns solchen Unrechts-Maßnahmen widersetzen. Wir stehen an Ihrer Seite und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Sie zu schützen."

Mit Unterstützern der Petition zusammen hat Nowotny die gesammelten Stimmen dem Kanzleramt übergeben.

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Unsere Leserin Ela Johnson hat zum Thema gestern folgenden Kommentar geschrieben, der mich wirklich zusammenzucken ließ. >>> 
"Wenn das sich nicht ändert, müssen wir unsere Freunde noch verstecken, wie zu Nazi- Zeiten"

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Wie angekündigt noch zu Najibs Petition
10 Tage verbleiben. 
2.078 von 10.000 Unterschriften





Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deutsches Grundgesetz 


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