EIN GANZER ORT KÄMPFT DAFÜR - VAHID FAIAZI SOLL BLEIBEN!

Vahid Faiazi mit Gastbruder Henry 
Es sollte ein Interview mit Vahid Faiazi und seiner Gastfamilie, den Rowlands aus Osterath, werden. Doch eine ganze Fußballmannschaft in blau-weißen T-Shirts steht im Wohnzimmer des Hauses am Inger Weg. "Aus unserer Kette wird ein Bindeglied gerissen", sagt A-Jugend-Trainer des OSV, Ralf Ries, "wir wollen, dass Vahid bleibt."

Der 18-jährige Afghane lebt seit eineinhalb Jahren bei der Familie Rowland. Davor kam er in einer Turnhalle in Strümp unter, in der er Peter Rowland kennen lernte. Der Vater von drei Söhnen arbeitete für die Johanniter in der Flüchtlingsunterkunft. 

Weihnachten 2015 hatten sie den Jungen das erste Mal zu sich eingeladen. "Für mich ist Vahid mein Bruder", sagt Lennart Rowland (14). Er könne nicht verstehen, wieso das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seinen Bruder zurück nach Afghanistan schickt, obwohl es dort gefährlich ist. Besonders für Vahid als Mitglied der Hazara, einer verfolgten Minderheit. "Die widersprechen sich in ihrem Schreiben."


Ein Artikel von RP Online v. 06.05.2017 




Ein Absatz aus dem Artikel von RP Online >>>


Vahids Eltern wurden von den Taliban getötet. Damals war er gerade fünf Jahre alt. Bei seinem Onkel, der drogensüchtig und gewalttätig gewesen sein soll, lebte er bis zu seinem 13. Lebensjahr. Dann floh er mit Nachbarn gemeinsam in den Iran. "Ich habe in Afghanistan keine Verwandten oder Freunde", sagt Vahid, "ich weiß nicht, ob mein Onkel noch lebt. Mein Zuhause ist jetzt hier in Meerbusch."
Die Familie aus Osterath will ihren Sohn Vahid nicht aufgeben. Gegen den Ablehnungsbescheid haben sie Klage eingereicht. Damit haben die Rowlands Zeit gewonnen. "Wenn Vahid gehen muss, hätte er doch seine besten Freunde verloren", sagt der sechsjährige Henry Rowland, der Jüngste in der Familie.


Ein Video zu zu seinem Fall lief in der aktuellen Stunde des WDR >>>


Die Petition zu seinem Fall >>> 

----//----

Haben wir eigentlich noch Worte dafür, was sich in Deutschland gerade abspielt?

Wenn es ein Schicksal wäre, ein Einzelfall, eine Fehleinschätzung der deutschen Behörden, ja - selbst dann würden wir verständnislos den Kopf schütteln. Indes - so ist es ja nicht. Kein Einzelfall, solche Schicksale werden gerade in hoher Zahl so entschieden. 
Das mitunter ganze Ortschaften sich dagegenstellen, wenn mal wieder diese vollkommen unmenschliche Schiene gefahren wird, ist natürlich ein Zeichen dafür, dass die deutsche Zivilgesellschaft Widerstand leistet. Darauf sollten wir in diesen Zeiten stolz sein, dass es Menschen gibt , die unser Land so repräsentieren. 
Diese unmenschlichen Deportationen müssen aufhören.
Horst Berndt 07.05.2017 

----//----

Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Deutsches Grundgesetz)

Thomas v. Aquin 1225-1274 

Kommentare