ARZT KLAGT AN: ZWEIJÄHRIGE BEI ABSCHIEBEVERSUCH TRAUMATISIERT -- DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE EINGEREICHT!

Asylbewerberheim in Manching/Bayern 
Arzt klagt an: Zweijährige bei Abschiebeversuch traumatisiert 

Eine fünfköpfige Familie soll nach Albanien abgeschoben werden - die Behörden gehen dabei nicht zimperlich vor.
Die Gesundheit einer Zweijährigen soll bei der Aktion massiv geschädigt worden sein.

Hier ein Absatz aus dem Artikel der SZ vom 09.05.2017 >>>


Dr. med. Thomas Nowotny ist Mitglied der Bayerischen Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte. Am Montag sagte er: "Wie hier seitens der Behörde vorgegangen wurde, das haben wir bisher noch nicht erlebt." Am 21. März sei erstmals versucht worden, die fünfköpfige Familie abzuschieben. Der dazu nötige Polizeieinsatz in der Aufnahme- und Rückführungseinrichtung Manching fiel nach Nowotnys Schilderung äußerst robust aus: "Dem Vater wurden Hand- und Fußfesseln angelegt", berichtete er.

Als die Mutter daraufhin mit ihrem Anwalt telefonieren wollte, wurde sie offenbar ebenfalls zu Boden gebracht. Nachdem sodann ihr 14 Jahre alter Sohn gefragt habe, was mit seiner Mutter geschehe, seien ihm ebenfalls Hand- und Fußfesseln angelegt worden. "All dies geschah vor den Augen des noch nicht zweijährigen Kindes", sagte Nowotny.


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Ärzte protestieren gegen Abschiebungen

Seit Kurzem werden afghanische Flüchtlinge abgeschoben, darunter auch psychisch Kranke. Der Kinder- und Jugendarzt Dr. Thomas Nowotny möchte das verhindern.

Ein drastisches Beispiel ist der Fall von Shams Ahmadi (24). Der afghanische Flüchtling ist im vergangenen November und Dezember für knapp sechs Wochen in der psychiatrischen Klinik Mainkofen in Behandlung gewesen. Sein Arztbrief bei Entlassung habe den Vermerk enthalten, eine Abschiebung sei aus ärztlicher Sicht nicht verantwortbar, berichtet Nowotny. Doch Behörde und Richter hätten sich darüber hinweggesetzt. Sie hätten moniert, der Arztbrief sei kein qualifiziertes Gutachten. Dessen Erstellung wurde aber nicht abgewartet. Selbst Ahmadis gesetzlicher Betreuer habe erst im Nachhinein von der Abschiebung erfahren. Nowotny sieht eine klare Verletzung von Grundrechten.

Hier der komplette Artikel aus der ÄRZTEZEITUNG vom 23.02.2017 >>> 


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Menschlichkeit geht anders -- Bayern brutal, sogar gegen Kinder!

Ja, ich habe geweint, als ich diesen Artikel las. (Zweijährige traumatisiert). Ich habe mehrmals in der Woche auch mit Kindern zu tun. Darunter auch in zwei Flüchtlingsheimen, also ich weiß wovon ich schreibe. Die Gesamtsituation ist schon für die Erwachsenen extrem belastend, das spüren die Kinder sehr deutlich. Wenn dann, wie hier in Bayern, solche Brutal-Praktiken an den Tag gelegt werden, muss dagegen mit allen Mitteln die zur Verfügung stehen, vorgegangen werden. Daher können wir uns nur bei solchen Menschen wie Dr. med. Thomas Nowotny bedanken, die hier ihre Aufmerksamkeit drauf legen. 
Horst Berndt 10.05.2017 
Shams


Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deitsches Grundgesetzt. 
Es war nie nur die Würde der Deutschen gemeint, (Hagen Rether/deutscher Kabarettist)

Kommentare

  1. Es ist entsetzlich, wie unser Grundgesetz missachtet wird und die Würde des Menschen mit Füßen getreten wird! Wir engagieren uns mit allen Kräften für Integration, arbeiten als Deutschlehrer für wenig Geld, aber mit vollem Einsatz, um gleichzeitig zu sehen, dass die Menschen unmenschlich behandelt, ständig mit Angst vor Abschiebung lebend und dann abgeschoben werden! Das C für christlich in der Regierung steht auch nur noch auf dem Papier! "Fluchtursachen bekämpfen", Frau Merkel, wie machen Sie das?! Wir als Bevölkerung werden nur noch für dumm verkauft... Wohin soll das führen?!

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    1. Ich kann mich dem Kommentar von Anonym (11.05.2017/12:18 Uhr, nur anschließen. Besonders die sehr engagierten Helfer aller Kategorien werde vom Staat extrem allein gelassen. Dass könne wir, die sich hier täglich mit diesem Thema beschäftigen gut bewerten.

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