"Noch bin ich nicht tot" - Afghanistan, ein Land am Abgrund!

Kabul ist "übertrapaziert"
"Noch bin ich nicht tot" - Afghanistan, ein Land am Abgrund 


In Afghanistan mussten in den vergangenen Jahren geschätzt zwei Millionen Menschen vor dem Krieg fliehen. Seit Jahresbeginn verließen laut den Vereinten Nationen rund 40.000 Menschen ihre Heimatregionen, weil dort Kämpfe tobten.

"Noch bin ich nicht tot", so der Titel der Reportage >>

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Die verlorene Generation - Kinder Afghanistans 

Der Bericht vom NDR-Journalist Jürgen Webermann gibt uns einen Einblick in ein Land, in dem seid über 40 Jahren Krieg herrscht und ein geregeltes Leben für die Zivilgesellschaft nicht mehr möglich ist. Die Kinder Afghanistans kennen nichts anderes, ihr Leben findet zwischen Armut und der Gewalt des Krieges statt. 

Im Bericht von Jürgen Webermann werden die Verhältnisse unter denen die Familien leben und die die Kinder ertragen müssen sehr anschaulich geschildert. Kein Strom, kein Wasser, die permanente Gefahr von Krankheiten und die Kinder haben keinen geregelten Schulbetrieb. Die Perspektiven sind wohl eher als sehr düster zu beschreiben. 

Erstaunlich dabei, dass aus diesen Generationen so gut wie keine terroristischen Aktivitäten enstanden sind, die auf europäischen Boden Schaden angerichtet haben. 

Unsere sog. westliche Wertegemeinschaft, lassen wir die Russen ,die ja nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Situation sind ,einmal außen vor, diese Wertegemeinschaft läßt Afghanistan seid Jahrzehnten komplett im Stich. Ja, militärisch wird ein Zustand aufrechterhalten, der es gerade dazu bringt, das die Taliban nicht das gesamte Land übernehmen können. Darüber sollte sich die europäische Zivilgesellschaft auch einmal intensive Gedanken machen. So wird Afghanistan nicht nur seine Kinder an den Krieg verlieren, sondern diese Generationen werden ihr Land verlieren, dass sie sicherlich sehr lieben. Und die westliche, reiche Wertegemeinschaft schaut dabei zu, wie dieses Land Stück für Stück zum Fail-State wird. 

Wenn wir schon unsere Werte in Afghanistan verteidigen, wie es die Vertreter der Bundesregierung oft betont haben, dann muß die Frage erlaubt sein, warum in Afghanistan tagtäglich Bombenanschläge, sogar wie zuletzt mitten in Kabul auf ein Militärkrankenhaus, möglich sind. 

Wem nützen schwelende Konflikte, diese Frage stellt sich mir und man kann sie bestimmt gut beantworten. Dies überlasse ich dem geneigten Leser. Wie viele Generationen muß Afghanistan noch warten, bis wieder Frieden herrscht. 
Horst Berndt 02.04.2017 

Kinder in Afghanistan


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Dann noch ... in eigener Sache 
Wie wahrscheinlich gut sichtbar, haben wir das Blog-Layout etwas aufgepeppt. Einzelheiten dazu finden sich hier.

* Die Würde des Menschen ist unantastbar - deutsches Grundgesetz 


Kommentare

  1. Das neue Layout gefällt mir sehr gut. Vielen Dank für das tolle Design.

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  2. nicht die Russen sondern die USA haben die radiklen Islamisten in Afghanistan erst stark gemacht, da sie diese in einem Stellvertreterkrieg gegen die Russen ausgebildet und mit Geld und Waffen unterstützt haben. Daraus entstand auch Al-Kaida!

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  3. @Anonym, da bin ich in der Aussage bei dir. Dass Die Russen auch nichts in Afghanistan zu suchen haben, steht dabei natürlich auch außer Zweifel. Das die USA die Situation dann.-- wie immer für ihr Interessen, auf Kosten der afghanischen Zivilgesellschaft ausgenutzt haben, ist für mich indes keine Überraschung.

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  4. @Anonym, da bin ich in der Aussage bei dir. Dass Die Russen auch nichts in Afghanistan zu suchen haben, steht dabei natürlich auch außer Zweifel. Das die USA die Situation dann.-- wie immer für ihr Interessen, auf Kosten der afghanischen Zivilgesellschaft ausgenutzt haben, ist für mich indes keine Überraschung.

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  5. Ich habe den Eindruck, dass sich der Westen längst aus einer "Werte"Allianz verabschiedet hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass so vielen Menschen, die man eigentlich als anständige, unbescholtene Bürger kennt, das Schicksal der Afghanen und anderer Menschen jenseits der eigenen nationalen Grenze meilenweit am untern Rücken vorbeigeht. Moral? Mega out, von vorvorgestern. Heute herrschen andere Maßstäbe. Wenn man den Homo ignorensis erreichen will, muss man vermutlich wirtschaftlich argumentieren, d. h., eine differenzierte Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachen: Es ist volkswirtschaftlich ein Desaster, in Arbeitsmarkt und Gesellschaft integrierte Afghanen, die Steuern abführen und in die Sozialsysteme einzahlen, für teuer Geld zu deportieren.

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  6. Und nicht zu vergessen: Sie konsumieren auch!

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