„Jeden Tag sehen wir, wie sich ihr psychischer Zustand verschlechtert, -- Es geht um Schülerinnen und Schüler! / Protokoll einer Abschiebung!/ Pouya - gerettet durch die Kunst?

Willkommensklasse in Berlin 
Lehrer - Brandbrief 


Vielen Schülern der Willkommensklassen droht die Abschiebung 
Flüchtlinge in der Berufsschule



Immer mehr volljährige Schüler aus Willkommensklassen sollen abgeschoben werden. Das beklagen Lehrer von mehreren Berliner Berufsschulen in einem Offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). „Die momentane Situation ist für unsere Schülerinnen und Schüler unerträglich“, heißt es in dem Brief, der der Berliner Zeitung vorliegt. „Jeden Tag sehen wir, wie sich ihr psychischer Zustand verschlechtert, weil sie die Angst vor der drohenden Abschiebung plagt.“ 



Artikel der Berliner Zeitung vom 29.03.2017 

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Protokoll einer Abschiebung!

Heute ab 22.00 Uhr gibt es die Reportage >Protokoll einer Abschiebung< im NDR (45 min.) 

Nachts kommen die "Zuführkommandos" von Polizei und Ausländerbehörde, um Asylbewerber abzuschieben. Wie laufen Abschiebungen ab? Muss das so sein? Welche Alternativen gibt es?


Hier die komplette Doku im Link. 

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Gerettet durch die Kunst 

Pouya in der Schauburg 2017 

Die SZ schreibt den Titel ohne Fragezeichen, ich würde ihn mit Fragezeichen schreiben. Sein Künstlervisum ist befristet bis zum 02.08.2017. Was wird danach sein? 

Der Artikel der SZ vom 02.04.2017 >> 


Ein Absatz aus dem SZ-Artikel >> 


Es sind betörende Klänge aus einem fernen Land, die einen hypnotischen Sog verursachen. Ahmad Shakib Pouya hat ein Lied geschrieben, es aufgenommen, ein Video produziert und dieses ins Internet gestellt. Das Video zeigt Taliban-Kämpfer, Explosionen, Krieg. Bilder aus Afghanistan, Pouyas Heimat. Den Text des Lieder kann man in Untertiteln lesen. Da stehen Sätze wie: "Die Religion von Taliban und IS ist Hass. Ihr Ziel ist Töten und Ausbeuten. In meiner Heimat herrscht Krieg."

Als Pouya vor ein, zwei Jahren dieses Lied schrieb, eines von vielen, lebte er in Deutschland und glaubte sich sicher. Als er vor 20 Jahren in Kabul begann, Harmonium zu spielen, für ihn ein Hauptinstrument der indisch-persischen Kunstmusik, musste er dies heimlich tun. Damals herrschten in Afghanistan die Taliban, und sie verboten Musik und Kunst. Erst als die Taliban vertrieben wurden, konnte er professionellen Unterricht nehmen. Aber es dauerte nicht lange, dann kehrte der Krieg zurück und auch die Islamisten.

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Allen Lesern wünschen wir eine friedliche und erkenntnisreiche Woche. 

*Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Deutsches Grundgesetz) 




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