EIN SEHR DEUTLICHER BRIEF AN TH. DE MAIZIÈRE -- VON ELVIRA BITTNER

Innenminister Th. de Maizière 
Die Aktivistin Elvira Bittner stellt im Brief an den deutschen Innenminister SEHR klare Fragen
ob diesen Fragen auch so direkte Antworten folgen werden, darf wohl sehr bezweifelt werden



Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister de Maizière,

ich fasse mich diesmal kurz und frage Sie ganz direkt:

Hat das Bundesinnenministerium dem BAMF vor einigen Monaten die Anweisung erteilt, die Asylanträge von alleinstehenden afghanischen Männern so gut wie ausnahmslos abzulehnen, also hier eine Quote von circa 90 Prozent Ablehnungen zu erreichen (die dann durch die Mehranerkennungen bei Familien etwas gedrückt wird)?

Verfolgt das Bundesinnenministerium damit die Absicht, die Anerkennungsquoten von afghanischen Flüchtlingen auf betrügerische Weise zu senken und damit zu verfälschen, mit dem Ziel, diese Männer anschließend in großer Zahl abschieben zu können?

Ist in Deutschland also das Asylrecht bereits außer Kraft gesetzt und der Rechtsstaat nicht mehr existent?

Gibt es eine entsprechende Anweisung auch an die Verwaltungsgerichte, bei denen diese Männer dann versuchen, ihre Rechte einzuklagen?

Täuschen Sie also ganz bewusst und auf perfide, ja verbrecherische Art und Weise die deutsche Öffentlichkeit, indem Sie weiterhin davon sprechen, dass in Deutschland eine faire und sorgfältige Einzelfallprüfung stattfindet?

In Erwartung Ihrer umgehenden Antwort,

Elvira Bittner

P.S.: Dieses Schreiben geht an einen großen Verteiler von Vertretern von Presse und Politik, um Nachfragen wird ausdrücklich gebeten.

----//----

DISKUSSION!

Sind diese Fragen berechtigt? Wir würden dazu sehr gern Eure Meinung lesen. Ihr könnt direkt unter dem Artikel posten oder auch gern dort, wo der Artikel auf Facebook erscheint. Wir, die wir tagtäglich hier im BLOG recherchieren und schreiben, haben sehr stark das Gefühl, und die Zahlen sprechen ja mittlerweile eine eigene Sprache, dass diese Fragen durchaus berechtigt sind. 
Horst Berndt 30.04.2017 

----//----


Deutsches Grundgesetz


Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Kommentare

  1. diese fragen sind sehr berechtigt und in dieser deutlichkeit längst überfällig ! ( sabine schlentner)

    AntwortenLöschen
  2. Diese Fragen sind mehr als berechtigt! Eine ehrliche Beantwortung darf man sicherlich nicht erwarten. Damit würde ja offenkundig, dass unser Grundgesetz und das Asylgesetz gebrochen werden.

    AntwortenLöschen
  3. Ich danke Frau Bittner dafür, dass sie nicht nur die richtigen Fragen stellt, sondern auch auch den Mut hat, sie aufzuschreiben und abzuschicken.

    Ich wette den Butzen meines letzten Apfels darauf, dass die Antwort wie folgt ausfallen wird:
    > Afghanistan ist sicher (Jedenfalls sicher genug für Leute, die Rechte, Fremdenhasser und Uninformierte hier nicht haben wollen).
    > Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft (im Hinblick darauf, irgend einen noch so abwegigen Deportationsgrund festzustellen).
    > Die auf Kosten des deutschen Steuerzahlers und seiner Frau zurück ins Heimatland ausgeflogenen Männer sind zum überwiegenden Teil Straftäter - was wir den afghanischen Behörden aber wegen des Datenschutzes verheimlichen. (also ca. 1,3 %).
    > Wo Recht gesetzt ist, muss es angewendet werden. (Schließlich arbeiten wir seit Anfang der 90er Jahre unermüdlich an der Aushöhlung des Asylrechts.)
    > Deutschland muss Platz schaffen für die echten Asylbewerber (also für die notorischen, kapitalen Steuerflüchtlinge).

    (Die Ergänzungen in Klammern werden nicht vom Bundesinnenminister stammen.)

    AntwortenLöschen
  4. Ich habe hier die Ablehnung eines jungen Hazara (Verfolgte Minderheit)
    Schiite (falsche Religion) illegal geboren als Kind von Afghanen im Iran. In Deutschland eingereist mit seinem jüngeren Bruder 06/15. Sein Notendurchschnitt beträgt 1,57 er darf keine Lehre beginnen, er wird ausgewiesen werden. Nach Afghanistan, wo er niemand kennt, keine Verwandten hat völlig auf sich gestellt sein wird und verfolgt wird. Er wird bewusst in den Tod geschickt. Sein Verbrechen ist er lies sich nicht als Scherge an Assat verkaufen , er ist geflüchtet bevor er für seine Weigerung im Iran aufgehängt wurde. Dieses Schicksal teilt er mit vielen anderen die als Jugendlichen unter besonderem Schutz in Deutschland stehen . Sobald sie 18 werden sind sie Quotenfutter für de Maiziére der sie indirekt tötet.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Solche Fälle sind absolut dramatisch! Der junge Mann muss durch einen Rechtsanwalt sofort Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid einlegen. Die Begründung kann nachgeliefert werden.

      Löschen
    2. so einen Schützling habe ich auch. Fast identisch. 19 Jahre, der kleine Bruder 15. Der Kleine lebt nun in einer Unterkunft für unbegleitete Minderjährige. Der Große hatte das riesengroße "Glück", dass er hier in Deutschland todkrank wurde. Er hat (noch) ein Abschiebeverbot. Wie lange schützt ihn das? Wann wird behauptet, dass die Medizin in Afghanistan so weit ist, dass er dort überleben kann???

      Was aus dem Kleinen wird, wenn er 18 ist, mag ich gar nicht denken.

      Heute habe ich in einem BAMF-Bescheid gelesen, dass geflüchtete Afghanen im Iran eine Flüchtlingsausweis bekommen, ihnen das Gesundheits- und Bildungssystem offen steht. Mich hat es geschüttelt.

      Löschen

Kommentar veröffentlichen