--- DRINGEND --- AUFSTAND DER ANSTÄNDIGEN


Wie kann es sein... ? 

Dieses Satzfragment formte sich nicht erst seit Sonntag mehrfach in meinen Hirnwindungen.

Wie kann es sein, dass auf der einen Seite vom Fachkräftemangel berichtet wird und auf der anderen Seite jungen Menschen die Lebensgrundlage durch Deportation (das Wort Abschiebung kommt mir mittlerweile kaum noch über die Lippen) zerstört wird? 

Junge Menschen, seit Jahren hier in Deutschland, mit dem besten Willen zur Integration und bereits integriert (was auch immer das genau bedeutet), werden zurück in die Länder verwiesen, die ihnen keinen Schutz und kaum eine Perspektive zu bieten haben.

Was ist das für eine menschenverachtende, lebensbedrohliche Symbolpolitik?

Wie kann das in einem Land passieren, und ich bemühe diesen Vergleich sehr ungern, in dem all das in schlimmsten Maße bereits stattgefunden hat?

Wie kann es sein, dass da keinerlei Besinnung auf menschliche Werte, wie u.a. die Menschenwürde stattfindet und unter dessen Missachtung deportiert wird?

Der Fall dieses jungen afghanischen Mannes, über den wir seit Sonntag berichteten, zeigt sehr deutlich, welch Geistes Kind diese verantwortlichen Kräfte sind, in deren Hände sich diese Geflüchteten zu ihrem Schutz begeben haben.

Afghanistan ist nicht sicher!!! 

Aber es spielt keine Rolle. Vor einigen Tagen berichten die Medien von einem Anschlag durch 10 Taliban auf einen Armeestützpunkt, bei dem 140 Menschen ums Leben kamen. Nun gut, es waren militärische Menschen. Dann kann es ja so schlimm nicht gewesen sein! Und wir haben Afghanistan ja bezahlt und einen schmutzigen
Deal ausgehandelt. Da kann man doch erwarten, dass die Leute da wieder hin zurückgeschickt werden können und besser noch, dass sich niemand mehr auf den Weg macht, ins gelobte Europa.

Danke, geliebtes MUTTIland. Danke liebe ReGIERung.

Es braucht noch viel mehr Öffentlichkeit und es braucht den




Jetzt mehr denn je!

Meine tiefste Verachtung und 
mit unfreundlichen Grüßen.
Ein Mensch.
Kommentar von Joachim Spehl, 25.04.2017

PS: Kommentare sind sehr erwünscht. Weiterverbreiten ist auch sehr erlaubt.

Kommentare

  1. Die Verantwortlichen WISSEN, dass in Afghanistan NIEMAND sicher ist - weder Soldaten noch Zivilisten. Sie WISSEN, dass die Deportierten in dem Land keine Chance auf ein einigermaßen sicheres, geregeltes Leben haben. Sie WISSEN, dass vor allem junge Männer Opfer der Taliban werden, wenn sie sich ihnen nicht anschließen. Sie WISSEN, dass in afghanischen Gefängnissen gefoltert und gemordet wird. Sie WISSEN, dass sich die Situation in dem Land selbst mittelfristig nicht ändern wird.
    Das Auswärtige Amt, dessen Chef Herr Gabriel ist, warnt vor Reisen nach Afghanistan, weil das Land zu unsicher ist. Derselbe Herr Gabriel, Chef der Warnungen, kritisiert scharf die Aussetzung der Deportationen nach Afghanistan, weil dadurch Anreize zur Einreise nach Deutschland (!!!) geschaffen würden. (Ich dachte immer, die Menschen flüchten vor Krieg und Tod...)
    Frau Merkel sagt dem afghanischen Präsidenten Ghani "weitere Hilfen" zu. Meint sie damit das aus Deutschland deportierte Rekrutierungsmaterial für die Taliban?
    Die Anerkennungsquote für afghanische Flüchtlinge sinkt rapide und lag Anfang des Jahres nur noch bei 47,9 %. Lt. Bundesregierung leben in Deutschland zur Zeit knapp 255.000 afghanische Flüchtlinge in Deutschland. Die muss man doch loswerden können!

    Ich neige zum Fremdschämen. Im Fall der Deportationen bin ich nur noch wütend...

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  2. Tomatolocoigitte25. April 2017 um 13:16

    was ist der Unterschied zwischen Tzschäpe, Gauland und De Maiziere? Das Firmenlogo

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    1. Mehr Unterschiede sind tatsächlich nicht auszumachen!

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  3. ich schäme mich inzwischen, meinen geflüchteten freunden die politik unserer regierung erklären zu sollen. vor einem jahr noch, als im deutschunterricht die struktur unseres staates dran war, und die vielfältigen möglichkeiten der kontrolle und des widerstands gegen staatliche entscheidungen thematisiert wurden, war die begeisterung bei den schülern groß. wie schön, in einem so freien land leben zu dürfen. inzwischen kann ich das nicht mehr. jedenfalls nicht mehr ohne den heftigen kampf gegen z.b.: die deportationspraxis zu thematisieren, nicht, ohne die perfiden gründe für politisches handeln zu klären. die angst der "jungs" hat mich , genau wie viele andere helfer, ebenso ergriffen. wie soll man damit leben? und wie sollen die direkt betroffenen damit leben können? man möchte verzagen. gottlob hält einen die solidarität von menschen wie hier im blog und in der gruppe bissele aufrecht. danke euch allen dafür !
    ( bine schlentner)

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