Angst essen Seele auf / Ein Text aus der Schauburg, sehr lesenswert...

Die Treppe ins Nichts? 
Der Einsatz der Zivilgesellschaft, der Kunst und vieler engagierter Menschen aus unserer Mitte hat es  möglich gemacht, Pouya spielt in Deutschland Theater. 

Wer spielt  hier eigentlich Theater?

Die Liste derer, die sich für Pouya monatelang eingesetzt haben ist sehr lang. Am Ende hat das Angebot der Schauburg in München wohl eine ausschlaggebende Rolle gespielt, dass Pouya jetzt eine Rolle im Theater spielen kann. Der Titel des Stücks klingt gerade so, als wenn das Stück für Pouya und andere vom Schicksal gepeinigte Menschen geschrieben worden wäre. 

Er spielt also in Deutschland Theater. Aber was für ein Theater spielt sich eigentlich gerade in Deutschland ab. 

Ist es ein Wahlkampftheater, um den deutschen rechten Rand im Zaum zu halten. Wird dadurch unsere Zivilgesellschaft nicht eher noch mehr gespalten , wenn sich Politiker wie z.B. Jens Spahn holzklotzartig in der Öffentlichkeit präsentieren. Wer sind denn hier die Populisten? Ich erinnere an die unsäglichen Äußerungen von Lothar de Maizière und selbst ein Grüner wie Kretschmann stimmt ein in den Chor derer, die es vollkommen in Ordnung finden, diese menschenverachtende Abschiebepraxis beizubehalten. 

Wird nach der Wahl Ruhe einkehren und die Entscheidungen gar rückgängig gemacht. Wer es glaubt. Was wird eine mögliche SPD- geführte Regierung machen. Wird sie dann diese Abschiebepraxis beenden. Wir werden sehen. 

Hier wird Politik in Zeiten des Wahlkampfes auf dem Rücken von Menschen gemacht, deren Würde wohl gerade doch antastbar ist. 

*Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Deutsches Grundgesetz)

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Hier nun der kleine Artikel von der Schauburg, der mich dazu gebracht hat meine Gedanken dazu zu präsentieren. >>


Hier der einleitende Absatz zum Artikel der Schauburg >> 

„Ich bekomme Unterstützung von Freunden und meiner Familie, aber ich weiß nicht, wie lange ich so leben kann. Ich will nur in Sicherheit sein. Ich versuche, die Hoffnung nicht zu verlieren. Aber ich habe Angst, dass es eines Tages wieder so weit ist, dass ich fliehen muss, um mich in Sicherheit zu bringen.“
Ahmad Shakib Pouya in einem Interview mit "Spiegel Online" während seines Aufenthalts in Kabul, Febr. 2017


Pouya bei den Proben 

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