10 TALIBAN ERMORDEN 140 AFGHANISCHE SOLDATEN - AUF EIN WORT - VON LEMIYE

Afghanische schwerbewaffnete Soldaten 
Auf ein Wort 
Ein Kommentar von unserer Bloggerin Lemiye
Guten Morgen Freundinnen und Freunde!

 Die afghanischen Streitkräfte sind trotz der 200%-1A-Ausbildung durch 941 deutsche Soldaten nicht mal in der Lage, einen eigenen Stützpunkt zu sichern. 10 (in Worten: zehn) Talibankämpfern gelang es mühelos, in den Stützpunkt einzudringen und 140 Soldaten zu massakrieren.


Die Taliban sind in Afghanistan auf breiter Front zurück, und zwar überall im Land: Anfang des Jahres "kontrollierte" die Regierung in Kabul nur noch 57 % der afghanischen Distrikte. Seitdem verschlechtert sich die Sicherheitslage weiter dramatisch.


Die Kampfmoral der Sicherheitskräfte sinkt mit der Verschlechterung der Sicherheitslage rapide. Die Soldaten fühlen sich den marodierenden und mordenden Taliban hilflos ausgeliefert, zumal ihre "Ausbildung" lediglich aus fragwürdigen Trainingsschnellkursen der Nato bestand und es für einen Kampf am Allernötigsten fehlt: an Waffen und Munition.


Die Zahl der Deserteure ist inzwischen so hoch, dass sie von der Regierung geheimgehalten wird.

Die Bundeskanzlerin ließ ein Kondolenztelegramm schicken: "Mit großem Entsetzen habe ich die Nachricht über den hinterlistigen, brutalen Angriff der Taliban auf eine Kaserne Ihrer Streitkräfte im Norden Afghanistans aufgenommen." 


Zum Ausgleich und Trost schicke ich Ihnen eine Fliegerladung und Ersatzpersonal, das wir hier in Deutschland nicht haben wollen. 
Der letzte Satz findet sich nicht im Kondolenztelegramm, den hatte Frau Bundeskanzlerin offensichtlich vergessen.
Heute (24.04.2017),  wird erneut ein Flieger unbescholtene Menschen aus Afghanistan, die bei uns Schutz vor Elend und Tod suchten, in Kabul aussetzen. Weder ihre Asylgründe noch die dramatische Unsicherheitslage in Afghanistan noch die Bitte der afghanischen Regierung, momentan keine Flüchtlinge zurückzuschicken, konnte unsere Politiker und ihre Erfüllungsgehilfen von diesem Verbrechen gegen die Menschlichkeit abhalten!

Liebe Freundinnen und Freunde, genießt die Sicherheit in unserem Land. So wie bei uns ist es nicht überall. Das bisschen Kriminalität stecken wir dabei locker weg.

Schönen Tag noch!

Lemiye


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Ein Kommentar von Claudia Roth 

Claudia Roth via Facebook >

Noch am vergangenen Wochenende verübten die Taliban ein Massaker in einer Provinz, die ehemals als relativ sicher galt. Heute (24.04.2017),  schiebt die Bundesregierung nun zum bereits fünften Mal nach Afghanistan ab - ohne Auskunft geben zu können, welche Regionen in dem Krisenland sicher sein sollen, und ohne Wissen über den Verbleib der bereits Abgeschobenen. Alles, was zählt, ist das politische Signal der Härte. Rücksicht auf die Menschen, um deren Leben es hier geht? Fehlanzeige.

Einer dieser Menschen war auch der afghanische Schauspieler Shakib Pouya, der nach einer asylpolitischen Odyssee zurück in Deutschland ist und am Samstag endlich wieder auf der Bühne stand. Mit aller Leidenschaft spielte er die Rolle des Ali im Stück "Angst essen Seele auf" in der Schauburg in München. Pouyas Schicksal veranschaulicht, wie unmenschlich die Abschiebungen nach Afghanistan sind. Wir alle sind froh, dass er wieder bei uns ist. Pouya darf aber nicht die Ausnahme bleiben: Angesichts der katastrophalen Sicherheitslage braucht es einen vollständigen Abschiebestopp nach Afghanistan!



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Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Deutsches Grundgesetz) 

Kommentare

  1. Ich würde von Claudia Roth gern wissen, was mit Shakib Pouya weiter geschehen soll. Am 2. oder 3. August muss er wieder zurück - nach Afghanistan!

    Im übrigen schätze ich Claudia Roth persönlich sehr, wenngleich ich keine Anhängerin ihrer Partei bin.

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