Update, noch 140 Tage bis zur erneuten Abschiebung?

ZAIDE. Eine Flucht!
Wir haben also knapp 140 Tage Zeit, um aus dem befristeten Aufenthaltsrecht für Ahmad Pouya ein dauerhaftes Bleiberecht zu machen. 

Natürlich ist es ein erster guter Schritt, dass er ab heute wieder in Deutschland sein kann. Er wird zwar bald in die Proben zu >Angst essen Seele auf< gehen, aber er wird sich von lebensbedrohenden Bedingungen, die er in Afghanistan vorfand, auch erholen müssen. 

Angst essen Seele auf! Wie treffend dieser Titel doch ist, nicht nur für Ahmad Pouya. Es gibt noch so viele Afghanen, die niemals hätten abgeschoben werden dürfen. Ich erinnere nur an den Fall Shams. Wir haben also noch sehr viel zu tun. 

Wir werden natürlich versuchen, hier im Blog alles zu berichten, was mit der Rückkehr von Ahmad Pouya zusammenhängt. 


Erfolg unserer Zivilgesellschaft!

Ein DANK an alle Unterstützer, die sich dafür eingesetzt haben, dass es nun einen Teilerfolg zu berichten gibt. Es sind so sehr viele, die sich engagiert haben. IG Metall, ZUFLUCHT KULTUR e.V., die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Kabarettisten aus DIE ANSTALT, viele Künstler aus Deutschland, stellvertretend sei Albert Ginthör genannt, der Pouya sogar nach Afghanistan für einige Tage begleitet hat, bis es zu gefährlich wurde. 
Unser Dank geht auch an MONITOR, die immer wieder berichteten, wie es wirklich ist - in Afghanistan. Sehr viele Menschen aus der Zivilgesellschaft haben sich angeschlossen. 

Unsere FB-Gruppe sei natürlich auch erwähnt und diese BLOG-Seite wäre nie entstanden ohne das Engagement von Menschen aus der deutschen Zivilgesellschaft. Das alles gibt Kraft. 


Aktuell: Er sitzt im Flieger nach Deutschland!


Ahmad Pouya erschöpft, aber auf dem Rückflug!


Hier ein Artikel von Spiegel-Online (15.03.2017) 

Ahmad Shakib Pouyas Wunsch ist wahr geworden

Pouya arbeitete in der afghanischen Provinz Herat in einem Krankenhaus. Radikale Islamisten bedrohten ihn, deshalb floh er schließlich aus seiner Heimat und kam 2011 nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er wurde geduldet. Ende Januar reiste er aus, um zu verhindern, dass er abgeschoben wird. Eine Abschiebung hätte eine Wiedereinreisesperre zur Folge gehabt. 


Kommentare

  1. sabine schlentner16. März 2017 um 11:45

    man kann es nur immer wieder wiederholen: WILLKOMMEN, WILLKOMMEN :-)

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  2. Ich sagte es gestern schon: Ich freue mich über alle Maßen für Ahmad Pouya! Doch nahezu täglich erfährt man von ähnlichen Fällen. Der aktuelle Fall ist ein Mann namens D. Er leidet unter einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung und wäre in Afghanistan einer hochgradigen Gefahr seitens der Taliban ausgesetzt, die seinen Vater und seinen Cousin vor kurzem bereits getötet haben und die Familie massiv bedroht. Noch ist D. in Deutschland. Aber nun versucht das Bundesamt, ihn zu einer scheinbar freiwilligen Ausreise zu nötigen. Den Pass hat man ihm weggenommen...

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  3. Ich freue mich, wie so viele Menschen, die mit Ahmad Pouya gebangt haben, aber wir müssen noch viel lauter werden, um diesen untragbaren Zustand, Menschen nach Afghanistan abzuschieben, zu ändern. Wir müssen wieder dahin kommen, dass sich Politiker nicht mit Abschiebungen brüsten dürfen, dass die Menschen wieder ein gesundes Empfinden dafür bekommen, was es bedeutet, Menschen, die zu uns geflüchtet sind, um Schutz und eine neue Heimat zu finden, einfach in Krisengebiete zurück zu senden.
    Ich würde sehr gerne weitere Informationen erhalten, denn der Kampf um Ahmad Pouya und um alle anderen afghanischen Flüchtlinge, die von diesem unmenschlichen Schicksal bedroht sind, beginnt gerade erst.

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