UPDATE 53 / 13.03.2017 (Tag 53 nach der Ausreise)

20.01.2017,die "freiwillige Ausreise

Tag 53 nach der "freiwilligen" Ausreise von Ahmad Pouya nach Afghanistan  

(13.03.2017) 

Die Würde des Menschen ist unantastbar! 
W as passiert hier eigentlich wirklich? Viele Menschen und Organisationen setzen sich für Ahmad Pouya ein und es wurde einiges dafür getan, dass eine Wiedereinreise eindeutig möglich ist. Warum hören wir nun von keiner Entwicklung. Gibt es womöglich Anweisungen, die weitere Bearbeitung zu verschleppen, ja - gar auszusitzen? 

Ahmad Pouya hat hier mehrere Arbeitsverträge vorliegen, er war über sechs Jahre vollkommen integriert. Er steht bei den Taliban wegen seiner Tätigkeit in einem französischen Krankenhaus mit Sicherheit auf der Todesliste. Geht es den Entscheidern um diejnigen die im Hintergrund die politische Basis schaffen überhaupt um den/die Menschen? Was eigentlich muss noch passieren, damit unsere Politiker endlich davon abrücken, Menschen nach Afghanistan, in ein vollkommen unsicheres Land zu schicken. In Zeiten des Wahlkampfes gehen wohl einige christliche Werte ganz schnell verloren. 

Gestern (Update 52), haben wir einen STERN-Artikel verlinkt, 

Jens Spahn im Shitstorm: "Als Erklärbär bei der Maus längst gefeuert"

Auch aus unserer FB-Gruppe wurde Herr Spahn angeschrieben, seine Antwort an die Mitglieder wollen wir euch hier nicht vorenthalten. Wir werden darauf selbstverständlich antworten und hier dann darüber weiterhin berichten. 

Hier nun die Antwort von Herr Spahn. Diese ist gestern bei uns eingegangen. 

"Sehr geehrter Herr .........,
(bzw. Frau, es gab die Antwort an mehrere Mitglieder der Gruppe)


meine Aussage zu diesem Thema war zugegebenermaßen zugespitzt. Nichtsdestotrotz will ich auf folgende Fakten hinweisen:

1. Unsere Soldaten sind dort nicht "im Krieg", sondern sie sind auf Wunsch der afghanischen Regierung dort, um zusammen mit anderen Ländern bei der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte zu helfen.

2. Ja, sie müssen sich selbst schützen Dies vor allem, weil die Taliban Ausländer sowie die eigenen afghanischen Institutionen als Hauptziel auserkoren haben, nicht aber die afghanische Zivilbevölkerung.

3. Ja, es sind im letzten Jahr mit über 3.500 Menschen viele - zu viele, denn jeder einzelne ist einer zu viel - Zivilisten ums Leben gekommen im Rahmen von Kämpfen / Anschlägen der Taliban u.a. Setzt man diese Zahl aber in Bezug zu den 35 Mio. Menschen, die in Afghanistan leben, lässt sich daraus schwer ableiten, dass Afghanistan ein Land ist, in dem niemand leben könne.

4. Viele Afghanen kehren freiwillig in ihr Land zurück, nicht zuletzt weil es viele sichere Regionen gibt.

5. Verglichen mit unseren europäischen Standards werden die allermeisten Regionen auf der Welt unsicherer sein. Das allein ist aber kein Asylgrund

6. Jeder Einzelfall wird in Deutschland im Asylverfahren überprüft. Nicht wenige werden aufgrund persönlicher Grunde als Flüchtling anerkannt. Aber die, die es nicht werden, müssen Deutschland dann eben auch wieder verlassen.

7. Und natürlich kann man jungen afghanischen Männern die Frage stellen, welchen Beitrag sie zur Verteidigung und zum Aufbau ihres eigenen Landes leisten wollen. Wir mögen in dieser Frage nicht einer Meinung sein, aber ich wollte Ihnen meine Argumente darlegen.

Mt freundlichen Grüßen, Jens Spahn"



ANMERKUNG: 
Wir werden jeden einzelnen Punkt im Brief ansprechen.
Dieser Brief hat in unserer Gruppe für Diskussionen gesorgt, wie man sich leicht vorstellen kann.
Wer interessiert ist, kann sich gern anmelden. Es ist auch eine geschlossene FB-Gruppe.

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