POUYA - dauerhaftes - Bleiberecht - jetzt!

Shams

Wider besseren Wissens werden Menschen in ein lebensgefährliches Land zurückgeschickt, weil die Bundesregierung es so fordert. 
Das sagt ein langjähriger Mitarbeiter des BAMF gegenüber Zeit-Online im Artikel vom 17.11.2016


Ginge es nach dem Grundgesetz und nach den internen Sicherheitseinschätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), müssten die meisten Menschen, die aus Afghanistan nach Deutschland fliehen, hier bleiben dürfen. Doch es geht bei den Asylentscheidungen nicht nach den Buchstaben des Gesetzes. "Eigentlich geben uns das Grundgesetz und das Asylrecht vor, wer bleiben darf und wer nicht. Dass jetzt so viele Afghanen abgelehnt werden, ist politisch so gewollt." Das sagt ein langjähriger Mitarbeiter des BAMF, der in der Behörde an verschiedenen Stellen eingesetzt war und um seine Zukunft fürchtet, wenn bekannt wird, wie er heißt. Sein Vorwurf: Wider besseren Wissens werden Menschen in ein lebensgefährliches Land zurückgeschickt, weil die Bundesregierung es so fordert. 

Hier der komplette Artikel von Zeit-Online (17.11.2016) >> 
Die kalte Rechnung des Innenministers

Die getriebene Politik der Regierung 

Die unglaubliche Härte, die durch den Innenminister Thomas de Maizière kommuniziert wird, soll wohl die deutsche Bevölkerung beruhigen und zeigen, dass die derzeitige Regierung aus CDU/CSU und SPD genau das umsetzt, was die AfD fordert. Das Ziel im Jahr der Bundestagswahlen dürfte sehr klar sein. Das dabei die SPD so kommentarlos mitmacht, erstaunt dabei schon sehr. 

Aus dem Artikel von Zeit-Online (17.11.2017) >>
Einen sachlichen Grund kann es deshalb kaum geben, warum seit 2016 weniger Menschen aus Afghanistan in Deutschland Schutz gewährt wird, obwohl gleichzeitig die Zahl der afghanischen Asylbewerber steigt. Aber es gibt einen politischen Grund.
Anstieg der Flüchtlingszahl soll "Einhalt" geboten werden

Thomas de Maizière hat ihn formuliert, aus Angst vor der Flüchtlingsdebatte hierzulande. Im Oktober 2015, zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise in Deutschland, sagte er: Afghanistan stehe inzwischen bei der Zahl der Flüchtlinge auf Platz zwei der Liste der Herkunftsländer. Das sei inakzeptabel. "Wir sind uns einig mit der afghanischen Regierung, das wollen wir nicht." 

Pouya und Shams! 

Für Pouya beginnen am Freitag (24.03.2017), die Proben in der Schauburg zu >Angst essen Seele auf< (Rainer Werner Fassbinder). Sein Künstlervisum läuft bis zum 02.08.2017. 

Shams versucht derzeit in Afghanistan zu überleben. Ohne ehrenamtliche Hilfe wäre der auf medizinische Hilfe angewiesene Afghane wohl längst unter die Räder gekommen. Einer seiner Unterstützer ist der Pfarrer Klaus Peter Metzger aus Passau. Wir arbeiten gerade daran, ein Interview mit Herrn Metzger zu realisieren, um die Hintergründe zum Schicksal von Shams etwas klarer zu beleuchten. 

Wir wollen diesen BLOG-Beitrag mit der heutigen Überschrift schließen. 

Wider besseren Wissens werden Menschen in ein lebensgefährliches Land zurückgeschickt, weil die Bundesregierung es so fordert. 
Das sagt ein langjähriger Mitarbeiter des BAMF gegenüber Zeit-Online im Artikel vom 17.11.2016

Die Würde des Menschen ist unantastbar! (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland) 



Kommentare

  1. Alles so zum kotzen! Gegen das Kirchenasyl wollen Staatsanwälte auch angehen! Die Regierung ist die Marionette der AfD und viel zu viele Bürger schauen zu. Wie oft wurde die frühere Generation gefragt, warum sie nichts getan haben. Heute kann niemand mehr sagen, dass er von nichts wusste!

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  2. Ich muss dem Anonymus in vollem Umfang Recht geben.
    Die Deportationen erfolgen nicht nur in ein hochgradig unsicheres Kriegsgebiet. Davon sind auch schwer kranke und traumatisierte Menschen aus anderen Ländern betroffen. Um den Anschein von Rechtsstaatlichkeit zu imaginieren, verpflichtet die Bundesregierung besondere Abschiebeärzte, die die Atteste ihrer Kollegen außer Kraft setzen und dafür gut entlohnt werden. Fachkompetenz ist dabei ausdrücklich nicht gefragt! Ebenso wenig spielt es eine Rolle, ob bzw. in welcher Hinsicht der deportierte Mensch in dem Abschiebeland gefährdet ist: Kranke, Homosexuelle, Jesiden, Christen, Kinder - niemand ist mehr davor sicher, nach Afghanistan oder in ein anderes Land verfrachtet zu werden.

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