Mit der Unterstützung für Pouya fing alles an! (der tägliche Blog, 25.03.2017)

Pouya in Deutschland

„Es ist schön, frei zu sein und sich nicht verstecken zu müssen“, sagt Pouya.
Pouya am 23.03.2017 in der Frankfurter Rundschau

Der Artikel in der Frankfurter Rundschau beschreibt sehr gut, was derzeit in Deutschland nötig ist und was alles von sehr vielen zivilgesellschaftlich engagierten Menschen aufgebracht werden muss, um nur einen einzigen hilfsbedürftigen Menschen zu retten. Das sollte uns und unserer Gesellschaft schon sehr zu denken geben. 

„Pouyas Fall zeigt, wieviel Anstrengung es bedarf, damit jemand eine Chance bekommt“, sagt Bianka Huber, IG Metall. 

Das Schicksal von Pouya steht stellvertretend für noch sehr viele andere Schicksale, die auch unsere Hilfe verdienen. Daran arbeiten wir, natürlich nicht allein. Es hat sich sehr schnell ein kleines Netzwerk von engagierten Helfern gebildet. Organisationen und Vereine, sowie engagierte Gruppen im Internet, Künstler sowie viele Bürgerinnen und Bürger aus der Zivilgesellschaft.

Aber verneigen müssen wir uns alle vor den vor Ort aktiven Helfern, die sich intensiv um alles kümmern, damit die Menschen die sich hier weit ab ihrer Heimat befinden, einen Ort der Menschlichkeit und des Friedens mit uns teilen können. 

Der Politik sei ins Stammbuch geschrieben, wir wollen DIE Menschen gern in unserer Mitte haben, die sich hier über die Jahre längst integriert haben. Das war doch auch das Anliegen, was uns die Politik jahrelang unterbreitet hat. DAS scheint jetzt nicht mehr zu gelten. Wenn Menschen, die sich hier tadellos verhalten haben, die eine Ausbildung anstreben und von Firmen gut ausgebildet werden, dann abgeschoben werden, was ist dann diese Integration eigentlich wert? 

Hier der Link zum Artikel der Frankfurter Rundschau vom 23.03.2017 >> 

* Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Kommentare

  1. Es flieht keine Mensch ohne Grund und wir sollten uns auch um die Menschen bemühen, die im letzten Jahr unter extremen Strapazen zu uns geschleppt haben.
    Oft hunderte von Kilometer gelaufen sind, wochenlang in zahlreichen Unterkünften ausharren mussten.
    Wie Ware oft und wahllos verteilt wurden.
    Wo keine Helfer bereit stehen, um sie durch Prozesse zu begleiten, weil fast keine Helfer mehr vorhanden.
    Im Grunde leisten diese neuen Mitbürger Großartiges, sich in einem fremden Land Hilfe zu suchen.
    Behörden und Ämter, die sie mutwillig rein legen.
    Ihre Hoffnungen zerstören.
    Sie älter machen, um sie besser abschieben zu können.
    Wir haben hier viele Menschen, deren Unterkünfte durch Zufall gefunden werden, da unsere Stadt in ihrem Kontrollwahn keine Adressen raus gibt.
    Menschen, die gerade beginnen, die deutsche Sprache zu erlernen, Behördenschreiben nicht lesen und verstehen, was man ihnen zum Vorwurf macht.
    Gerade diese "Neuankömmlingen" dürfen ebenso wenig aus unseren Blickwinkeln verschwinden, denn sie haben es mindestens genauso schwer, als bereits integrierte Menschen.
    Viele haben die Abschiebung erhalten und wir kommen hier gar nicht mehr nach, zu Anwälten zu rennen, Klagen einzureichen, Verzweiflung zu trösten und unsere eigene Verzweiflung zu verstecken.

    Bei allem Kampf um den Irrsinn der Abschiebung gut integrierter Menschen darf man den Schwachsinn der Abschiebung neu angekommener Menschen bitte nicht übersehen.

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  2. Über die Verpflichtung, Schutz suchenden Menschen helfen zu müssen, will ich nicht diskutieren.In meinen Augen ist die Hilfe aus humanitären wie auch aus christlichen Motiven alternativlos.
    Wer sich dem nicht entzieht und sich engagiert, stellt bald fest, dass er (bzw. sie) eigentlich mehr zurückbekommt als er (oder sie) gegeben hat: Zum einen ist es ein gutes Gefühl, sich im Einklang mit seinem Gewissen zu sehen. Zum anderen gewinnt man Freundschaften, die ohne das Engagement undenkbar gewesen wären: Man hätte die fremden Menschen niemals kennengelernt und nie erfahren, wie schnell sie keine fremden Menschen mehr sind - sondern wunderbare, wertvolle Freunde, die man nie mehr missen möchte!Ich habe meine Stadt nie schwarzweiß wahrgenommen. Heute ist sie bunt! Dafür liebe ich meine Stadt!

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