AHMAD POUYA - dauerhaftes - Bleiberecht - jetzt!

Shamsullah „Shams“ Ahmadi 
Einer ist zurück, viele andere schweben weiterhin in akuter Lebensgefahr! 

Pouya hat ein Künstlervisum, dass seinen Aufenthalt in Deutschland bis zum 02.08.2017 absichert. Wir berichten weiter über die Entwicklung um Pouya. 

Nachfolgend ein Auszug aus dem Artikel von: blank-passau.de, (01.02.2017) >> 

Das mediale Echo war groß, als Anfang vergangener Woche 26 schutzsuchende Afghanen im Zuge der zweiten Sammelabschiebung in ihr Heimatland abgeschoben wurden. Wie nun bekannt wurde, traf die Abschiebung auch den 23 Jahre alten Shamsullah „Shams“ Ahmadi aus Passau, der nach einem überlebten Bombenanschlag und der Ermordung seines Vaters durch die Taliban aus Afghanistan geflohen war und seit Jahren unter einem attestierten posttraumatischen Belastungssyndrom leidet. Seit vergangenem Mittwoch fehlt jede Spur des Abgeschobenen.

Shams Geschichte rückt die Praxis der Abschiebungen, in ein immer wieder von Terror und Krieg heimgesuchtes Land, in ein neues Licht und wirft zahlreiche Fragen auf.

Hier der Link zum Artikel >> 


Ein Auszug aus dem Artikel von Zeit-Online (28.02.2017)

"Unter der Oberfläche brodelt es"

Der evangelische Pfarrer Klaus Peter Metzger erinnert sich gut, wie das war, als Shams nach mehreren Jahren auf der Flucht vor etwas mehr als einem Jahr zum ersten Mal neben ihm saß. Freiwillige hatten Flüchtlinge in Passau zum sogenannten Erzähl-Café eingeladen. "Shams hat nicht viel gesprochen, er war ein stiller junger Mann", sagt Metzger. "Doch man hat gleich gemerkt: Unter der Oberfläche brodelt es." In Einzelgesprächen erzählte Shams dem "guten Mann", wie er Metzger heute nennt, schließlich doch von seinen Kopfschmerzen, der Schlaflosigkeit und den Erinnerungslücken. Metzger erkannte, dass der Afghane schwer traumatisiert ist. Shams, der sich im Deutschunterricht redlich bemühte und ein Praktikum als Kfz-Mechaniker absolvierte, musste für sechs Wochen in die Klinik.


Die Medikamente, die ihm die Ärzte verschrieben, und die Therapie wirkten und langsam ging es ihm besser. Als die Polizei eines Morgens um sieben Uhr vor seiner Tür stand, um ihn nach Frankfurt zu fahren, verstand er zunächst nicht, was mit ihm passiert. Shams medizinischer Zustand war offenbar für die Behörden kein Abschiebehindernis mehr. 


Hier der Link zum Artikel >> 

Klaus Peter Metzger







Die getriebene Politik oder wenn Wahlkampf auf >Die Würde des Menschen ist unantastbar< trifft! 

Wie würde es aussehen, wenn es die AfD nicht geben würde und wir kein Wahlkampfjahr hätten? Wir wollen darauf keine Antwort, nur einen Denkanstoß geben. Der Satz von unserer Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel "Wir schaffen das", bekommt bzgl. der Abschiebepraxis einiger Bundesländer und den Forderungen von Thomas de Maizière, schon einen bitteren Beigeschmack. Was eigentlich soll geschafft werden? Die Integration läuft mehr schlecht als recht und die Abschiebepraxis einiger Bundesländer, so z.B. in Bayern ist wohl eher mehr als zweifelhaft zu bezeichnen. Sollten wir eher von menschenverachtend sprechen? 

Es wird behutsam entschieden, so Thomas de Maizière. Wenn wir die zusammengestellten Fälle, wie hier im Artikel (Shams, und es ist leider überhaupt kein Einzelfall), werden wir noch weitere Schicksale dieser Art präsentieren müssen. Dann klingt das wie Hohn in den Ohren derer, die trotz schwerer Krankheit durch den deutschen Staat abgeschoben werden. Es wird schon von Deportationen in Gebiete des Todes gesprochen. Ist das zu hoch gegriffen? Wenn wir die Entwicklung im Fall Pouya etwas genauer betrachten, dann ist da wohl was dran. 

Wer die Menschenrechte verteidigt und unser Grundgesetz achtet, wird wohl sehr genau wissen, was am Wahltag zu tun ist. 

Etwas in eigener Sache! 

Wir wollen sehr gern noch mehr Schicksale hier präsentieren. Dafür brauchen wir aber HILFE, Hilfe von euch Lesern. Wer es sich zutraut (wir sind hier auch alle keine Profis), kann sich hier gern melden und eines dieser Schicksale präsentieren. Wenn ihr jemanden kennt, der sich engagieren möchte, gebt einen Hinweis auf unseren BLOG. Wir machen hier alles ehrenamtlich. 

Der sehr große öffentliche Druck kann etwas bewirken, das sehen wir ja im Fall Pouya. 

Horst Berndt 
Berlin, 19.03.2017





Kommentare

  1. In meinem Freundes- und Verwandtenkreis gibt es auch CDU-Mitglieder und -wähler. Sie haben mir nicht glauben wollen, als ich ihnen anhand bewiesener "Einzelfälle" von der zunehmend menschenverachtenden Flüchtlingspolitik erzählte, die selbst vor Rechtsbeugung nicht halt machte. Immerhin fühlten sie sich "angefixt" genug, um sich selbst umfassend zu informieren. Ergebnis: Aus allen(!) eingefleischten CDU-Anhängern wurden empörte Kritiker der offiziellen Flüchtlingspolitik! Einige solidarisieren und engagieren sich jetzt sogar für einen anderen Umgang mit den Schutz suchenden Menschen. Auf ihre Stimmen wird die CDU im September ganz sicher verzichten müssen!

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  2. Das ist ja direkt mal eine gute Nachricht, Lemiye!

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  3. Das ist alles antriebsdynamisch bedingt und moralisch reflektiert nachvollziehbar traurig - und stelle mir vor ich wäre so ein Flüchtling. Sei Jahren gehe ich der philosophischen Frage nach, warum fügen wir Menschen uns selbst und den anderen Tieren so viel Leid zu. Die Ursachen sind antriebsdynamisch bedingt und ebenso reflektier- und entschärfbar. Es bräuchte dazu eine weltweite Aufklärung,um einen global-ethischen Wertewandel global durchzusetzen. Mehr dazu unter Google : > Antriebsdynamik moralisch reflektiert<. Vielleicht kann GOOGLE eine solche Aufklärung förderlich in Gang setzen.

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