Ahmad Pouya darf zurückreisen... Das Ende einer Odyssee?

Liebe Freunde, es ist soweit:

Ahmad Pouya kann die Rückreise nach Deutschland antreten!


Gerade erreicht uns auch in unserer Facebook-Gruppe Ahmad Pouya ist willkommen die Nachricht von Claus von Wagner.

Erst einige Ungläubigkeit.
Dann überschlagen sich dort die Kommentare vor aufrichtiger Freude!
Eine Entscheidung, die die Hoffnung weckt, dass künftig wieder mehr Humanität in die deutsche Politik einkehrt!


Hier die offizielle Pressemitteilung vom Verein Zuflucht Kultur:
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Liebe Journalistinnen und Journalisten,
dies ist die Pressemeldung, die wir Ihnen schon so lange schicken wollten: Heute hat der Musiker und Zuflucht-Kultur-Künstler Ahmad Shakib Pouya sein Visum in der deutschen Botschaft in Kabul abgeholt und wird morgen abend wieder in Deutschland eintreffen! Die schlimme Zeit der Ungewissheit und des Wartens hat damit vorerst ein Ende. In den mehr als 50 Tagen seit seiner Rückkehr nach Afghanistan am 20. Januar lebte Pouya unter sehr bedrückenden und gefährlichen Umständen: Untergetaucht in Kabul und ständig sein Quartier wechselnd, verließ ihn nie die Furcht, verraten zu werden.


Den Weg zur Rückkehr eröffnet hat ihm ein Projektvertrag der Münchner Schauburg. Das mit den Münchner Kammerspielen und der Otto-Falckenberg-Schule assoziierte Kinder- und Jugendtheater der Stadt München, hatte Pouya die Hauptrolle des Ali in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders Angst essen Seele auf angeboten. Der Probenbeginn, der eigentlich auf morgen angesetzt war, verschiebt sich nun zwar etwas nach hinten. Aber es bleibt beim Premierentermin 22. April. Wir hoffen sehr, dass wir die Zeit nutzen können, damit Pouya auch über die Dauer des Visums hinaus ein Bleiberecht in Deutschland erhält. Eine Chance besteht durchaus. Denn Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, hat Pouya ein Engagement in Aussicht gestellt. Zustande kam diese Verbindung über Albert Ginthör, Organisator der Münchner ZAIDE-Aufführungen und Geiger im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, der Pouya bei der Rückreise nach Kabul begleitete.

Albert Ginthör ist nur einer der vielen Unterstützer, die sich für Pouya und seine Rückkehr nach Deutschland eingesetzt haben. Das solidiarische Kernteam bestand aus Bianka Huber, der Leiterin der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt, bei der Pouya seit Januar 2016 ehrenamtlich gearbeitet hatte, und dem Verein Zuflucht Kultur e.V. Großen Einsatz zeigten auch Dana Pflüger und die Studierenden des Departments Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München als Mitorganisatoren der Münchner ZAIDE und die Initiatoren des Blogs AHMAD POUYA - keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Heute ist es Pouya und uns Unterstützern aber auch ein Anliegen, den Vertretern der staatlichen Behörden zu danken, die sich in politisch äußerst schwierigen Zeiten für Pouyas Rückkehr eingesetzt haben, allen voran Walter Haßmann, dem deutschen Botschafter in Kabul, Ibrahim Hotak, dem Leiter des Goethe-Instituts Kabul, sowie der zuständigen Ausländerbehörde der Stadt München. Dass sie Pouyas Wiedereinreiseantrag – gemessen am üblichen Procedere – so ungewöhnlich rasch bearbeitet haben, hängt sicherlich auch mit der großen Aufmerksamkeit zusammen, die Pouyas Geschichte in den Medien erregt hat. Ihre Berichterstattung, liebe Journalistinnen und Journalisten, hat dazu in kaum zu überschätzender Weise beigetragen und auch dazu geführt, dass sich Politiker und Politikerinnen für Pouya stark gemacht haben. Zunächst waren dies vor allem der bayerische Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, später auch das deutsche Auswärtige Amt sowie das Bundespräsidialamt.

Herzliche und sehr, sehr glückliche Grüße

Nicola Steller
Pressearbeit Zuflucht Kultur e.V.


Mehr Informationen: www.zufluchtkultur.de


Schauburg München
Musiker Albert Ginthör und Ahmad Pouya bei der Ausreise nach Kabul
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Dem können wir nichts weiter hinzufügen. Willkommen zuhause, Ahmad Shakib Pouya!

Wir hoffen weiterhin auf ein dauerhaftes Bleiberecht und bleiben am Ball!

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-> Erstes Presse-Echo um 15:31 Uhr:
        Augsburger Allgemeine: Afghane Ahmad Pouya kehrt morgen nach Deutschland zurück 


Kommentare

  1. Ich freue mich unendlich für Ahmad Pouya und seine Familie in Deutschland! All seinen Unterstützern sei größter Dank!
    Leider teile ich den Optimismus bzgl. einer Humanisierung in der deutschen Flüchtlingspolitik nicht. Der Fall Pouya hatte sehr, sehr viel Medienecho. Es kann durchaus sein, dass man dem nachgegeben hat - in einem prominenten Einzelfall. Man besänftigt die empörten Gemüter und instrumentalisiert die vermeintliche Großzügigkeit: Selbstverständlich korrigieren wir einen Fehler. Aber alle anderen Abschiebungen sind natürlich rechtmäßig und notwendig und... und... werden auf jeden Fall fortgesetzt. Ich hoffe, ich irre mich!
    Ahmad Pouya hat nur ein Visum erhalten, keine Duldung. Für ihn und alle anderen Afghanen müssen wir weiterkämpfen!

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  2. Lemiye, das wird sich nun zeigen, wie sich das alles entwickelt. Wir sind nun aufgerufen, den druck hoch zu halten.

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    1. Horst Berndt, jawoll! Halten wir die Ärmel hochgekrempelt!
      Aber heute Abend trinke ich ein Sektchen auf Pouyas Ausreise und morgen ein Sektchen auf seine Einreise.

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  3. Endlich! Ein Zeichen der Hoffnung, für Pouya aber auch für viele andere! Aber es bleibt weiterhin schwierig für alle...

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  4. sabine schlentner16. März 2017 um 11:41

    @ lemiye - es geht mir genau so. ich freue mich irrsinnig über die rückreise von herrn pouya- aber ich glaube nicht ( mehr) an ein umdenken der derzeitigen politiker-truppe. trinken wir alle ein gläsle schampus auf den erfolg und die rückkehr- aber halten wir GLEICHZEITIG UND UNVERDROSSEN die ärmel aufgekrempelt. erst, wenn es KEINE abschiebungen mehr nach afghanistan gibt, sind wir am etappen-ziel.

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  5. Ich habe weiterhin gute Hoffnung, denn das Medienecho wird immer größer. Nicht nur um Ahmad Pouya, gerade in den letzten Wochen wurde auch immer mehr über andere Fälle und die aktuellen Zustände in Afghanistan berichtet.
    Ich glaube, denke und hoffe, dass Ahmad Pouya der erste Stein ist, der jetzt ins Rollen kommt.

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